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  • Der alte Harry

    Harry Bosch ist in die Jahre gekommen, und es ist gut, dass er in Renée Ballard eine jüngere, gleichermasssen rigorose Ermittlerin an seiner Seite hat. „Wüstenstern“ ist ein melancholisches Spätwerk mit und um Harry Bosch herum, aber das hindert Michael Connelly nicht daran, in zwei komplexen wie finsteren Kriminalfällen für enormen Drive zu sorgen, der die zeitweilige „Action“ mitunter zweite Geige sein lässt gegenüber der akribischen Ermittungsarbeit. Darin war er immer schon ein Meister seines Fachs, und hier zieht er einmal mehr all seine Register. Wer die „Bosch“-Serien auf Prime kennt, sieht natürlich stets Titus Welliver vor seiner Nase, so überzeugend, wie er Bosch auf die Leinwand bringt, aber das ist kein Nachteil. Und natürlich lege er daheim immer noch alte Jazzplatten auf. Art Pepper zählt zu seinen Lieblingen. Allein Coltrane, sein Hund und treuer Begleiter, scheint das Zeitliche gesegnet zu haben.

  • SART

    Es gibt ein paar Tricks, nie die Verbindung zum inneren Kind zu verlieren. Oder zum „teenager under fire“. Ein paar dieser Kniffe funktionieren nur, wenn man sie schon als Kind einsetzt. Du springst auf kleine Mauern, und es macht dir so viel Freude, neben dem Bürgersteig zu balancieren, dass deine innere Stimme dir deutlich zuflüstert: das machst du auch, wenn du gross bist! Es ist bekannt, dass manche Prägung in Sachen Musik zwischen 12 und 18 stattfindet, und man ist natürlich ein Glükskeks, wenn diese Zeit auf die Jahre 1967 bis 1973 zutrifft. So wurde bei mir damals ein Feuer entfacht, das hiess Kinks und Beatles, eines, das hiess Soft Machine („Third“), und eines, das hiess „SART“, das zweite Album von Jan Garbarek, produced by Manfred Eicher, und die Zauberer Terje Rypdal, Bobo Stenson, Jon Christensen und Arild Andersen waren mit von der Partie. Ausser einem radikalen Umgang mit Raum, hat es wenig mit den späteren Ingredienzien des nordischen Jazz zu tun. Ein elektrisches, ekstatisches Album, dessen Stillstände mich genauso begeisterten wie die Ausbrüche. Ich war wie vom Donner gerührt, als ich das Album das erste Mal hörte, und ich rede nicht von fernen Erinnerungen, wenn ich die Platte über die Jahre wieder und wieder auflegte. Fire Music! „Speaking of fire….“ (m.e.)

  • Lagerfeuergeschichten


    Manchmal das Glück“ – unter diesem Titel erschien vor einigen Wochen das literarische Debüt von Ulrike Sabine Maier im PMLakeman Verlag: 17 Kurzgeschichten, die im Zeitraum von 2007 bis 2024 in Anthologien und Literaturzeitschriften erschienen sind und von denen einige Preise erhalten haben, eine davon den Putlizer Preis des Autorenverbandes 42er. Die Sprache ist in allen Geschichten poetisch, bildreich und ausdrucksstark. Die Themen kommen aus dem sozialen Umfeld, der Familie und der eigenen Geschichte der Figuren. Diese schleppen die prägendsten Momente mit sich, sie werden die Gespenster nicht los, verschüttete Erinnerungen, und immer wieder dachte ich an ein Zitat aus dem wunderbaren Film „Magnolia“: „Wir haben mit der Vergangenheit abgeschlossen, aber die Vergangenheit nicht mit uns.“ Und doch kommt der Humor nicht zu kurz. „Was ich in der Hand hielt, war eine Waffe ohne Patronentrommel, die wir auf einem Flohmarkt aufgetrieben hatten. Wider allen Erwartungen funktionierte die Beschaffung des Geldes ohne Verzögerung. Die Frau hinter der Glasscheibe übergab mir mit leerem Blick die Geldscheine, als hätte sie genau das erwartet. Von ihrem Leben. Einen munitionsfreien Überfall. Und nichts anderes.“ Ich stelle mir einen langen Leseabend aus diesem Buch vor, auf einem verwilderten Grundstück, im Herbst, während Holz für ein Lagerfeuer zusammengetragen wird, bis es weithin leuchtet. Es gibt nur wenige Geschichten aus dem Band, die noch bei Dämmerung gelesen werden können. Für andere Stories muss das Feuer brennen. Während wir wiederum anderen Geschichten lauschen, starren wir reglos in die Glut. Und dann gibt es Geschichten, die nur erzählt werden können, wenn es vollkommen dunkel geworden ist. Oder, wie es bei Ulrike Sabine Maier heißt: „Manche Geschichten bedürfen der Dunkelheit, um erzählt zu werden. Manche Geschichten bedürfen der richtigen Zeiten, um angeschaut zu werden. Manche Geschichten haben Wunden gerissen, die nicht bei Licht angeschaut werden können. (…) Das sind die Zeiten der Erzähler, der Dichter, um zu versöhnen, was offen lag.“

  • kurze randnotizen, haltbar einen tag, vielleicht viel länger, und einmalig wie wir alle

    SONG FOR CHE. das ist mal wieder ein ecm-cover nach meinem geschmack und erinnert mich an die atmosphären einiger neuerer skandniavischer landschaftsfotos von ingo. zwei dinge (eigentlich viel mehr), zum einen erscheinen heute ein paar vielversprechende musikalben von father john misty (wirklich heisser scheiss!), michael kiwanuka und jeff parkers ETA IVtet, die einige plätze unserer jahresendlisten durcheinanderwirbeln könnten (die traumhafte neue arbeit taking turns von jakob bro kommt erst in einer woche raus, übrigens im verbund mit einem tollen solobassalbum, seinem ersten, von altmeister arild andersen, das mit einer unwiderstehlichen verschmelzung der zwei klassiker „song for che“ und „lonely woman“ ausklingt) – jedenfalls bei denen, die dieses spiel gerne spielen.

    WENN DER TEE IM KREIS RUMGEHT. und dann möchte ich, das ist das zweite ding, auf eine platte hinweisen, die genau das geschafft hat, nämlich meine top six aufzumischen, und das sage ich hundert pro ohne jene flüchtige anfangseuphorie, die wir alle kennen, und die sich dann auch wieder rasch legt – ich stiess auf das album durch ein foto und eine frage von henning, und dann waren jan bang und henning ratzfatz dabei, ihre begeisterung zu teilen und mit eigenen live-erfahrungen anzureichern. nun können die beiden gerne viel erzählen, wenn der tag lang ist, und der tee im kreis rumgeht, deshalb muss so ein feuer lange nicht überspringen, aber dann fand icn bei discogs dieses opus als doppelalbum vor, auf vinyl, zu einem erschwinglichen preis (ich möchte mit diesen satzbauten die spannung etwas steigern, das kann schon nerven kosten) also, wo war ich, ähem, das teil kam dann gestern abends bei schnee und eis an, und, wie am vortag, bei meiner entdeckung einer 50 jahre alten „krautgitarrenscheibe mit echoplex“ namens „samtvogel“, legte ich die erste hälfte des doppelalbums im dunkeln auf, und dachte, allerdings im rundum geflashten sinne: was ist denn hier los!?

    PRODUCED BY SHABAKA HUTCHINGS. erst danach entdeckte ich das kleingedruckte, dass das teil nämlich auf native rebel recordings rausgekommen ist, schon im märz, wie auch das wunderdyabhingiwerk von ank anum, und noch dazu wurde es von einem gewissen shabaka hutchings produziert, und wer da alles dabei ist, leute wie leafcutter john, tom herbert, floating points…. aber namen sind hall und brauch, und allein der impact zählt, und das teil hat mich auf anhieb umgehauen, ergriffen, und allein mit verweis auf meinen status als „redaktör“ dieser veranstaltung – 😂 – mache ich von meinem schweigerecht gebrauch – 😅- und verweigere die auskunft, ob ich auf meiner petrolcouch eine klassische yogilevitation erlebt habe. like the sky i‘ve beeen too quiet von ganavya ist wahrlich ein hammerteil, und neben arroj aftab eine weitere hochspannende stimme aus indien, die sehr eigene dinge macht, mit fabelhaft sich drumherum ausbreitenden landschaften, weit weg von der urindischen tradition, dafür nicht minder (lieblingswort jetzt), archaisch. m.e.

  • All We Imagine As Light (Kinostart: 19. Dezember)

    Wahrscheinlich ist das nicht nur in meiner kleinen Welt einer der berührendsten Filme des Jahres 2024, den niemand von uns bislang gesehen hat. Sicher war ich mir darin, nicht allein durch das Lesen der nachfolgenden Besprechung von Stephen Trousée, sondern bereits durch die Betonung der Rolle der Filmmusik, die von einer meiner Favoritinnen aus der Ethiopiques-Reihe gespielt wird: eher selten, dass ich der Musik von Nonnen andächtig lausche. HIER eine feine Besprechung ihres Vermächtnisses „Souvenirs“ bei Pitchfork. Rein intuitiv glaube ich, dass All We Imagine As Light sich schwebend leicht Henning Boltes alles anderes als bloss „hingekritzelter“ Filmliste zugesellen könnte. (m.e.) 

    Die außergewöhnliche Musik von Emahoy Tsegué-Maryam Guèbrou entstand aus einem akuten Heimweh heraus. 

    Aufgewachsen in einer wohlhabenden Familie im Addis Abeba der 1920er Jahre, wurde sie zunächst von den italienischen Faschisten und dann von den revolutionären Unruhen in den 1970er und 80er Jahren aus Äthiopien vertrieben. Die zweite Hälfte ihres langen Lebens verbrachte sie im Exil, als Nonne in einem Jerusalemer Kloster.

    Werbetreibende haben das schon lange erkannt, und jeder, von Walmart bis Amazon, nutzt ihre unheimliche Fähigkeit, die mystischen Akkorde der Erinnerung zu spielen. 

    Aber ihre Musik hat noch nie ein so sympathisches Zuhause gefunden wie auf dem Soundtrack zu Payal Kapadias glorreichem Debütfilm. 

    Kapadia machte sich einen Namen als Regisseurin von verträumten Dokumentarfilmen, die in sehr realen Kämpfen wurzeln (sie gewann 2021 in Cannes für A Night Of Knowing Nothing, einen Film über Anti-Modi-Studentenproteste, der wie ein Liebesbrief der jungen Agnès Varda an Chris Marker wirkte).

    Ihr neuer Film beginnt im Dokumentarstil – die Kamera streift durch die wimmelnden Straßen von Mumbai, während die Bürger im Voice-over über die Reize und Herausforderungen der verführerischen, aber flüchtigen Freiheiten der Stadt sprechen. In aller Ruhe konzentriert sich der Film auf die Beziehung zwischen drei Frauen, die in einem innerstädtischen Krankenhaus arbeiten.

    Anu ist eine junge malaiische Krankenschwester, die sich bei der Arbeit langweilt und die Stunden bis zu ihrer nächsten Verabredung mit ihrem muslimischen Freund mit einer SMS verbringt. Prabha ist ihre ernste, wehmütige Mitbewohnerin und Kollegin in den Dreißigern. 

    Sie ist verheiratet, aber ihr Mann arbeitet in Deutschland und hat seit mehr als einem Jahr weder geschrieben noch angerufen. Parvaty ist eine angeschlagene Krankenhausköchin, verwitwet und steht kurz vor der Zwangsräumung ihres Hauses durch Bauunternehmer.

    Der Film folgt den beiden durch die Monsunzeit bis zum Ganesh Chaturthi-Fest und zeigt eine Stadt und ihre Bewohner, in der es von schillerndem, vielfältigem und einsamem Leben nur so wimmelt. Anu ist frustriert bei ihren Versuchen, ein Stelldichein mit ihrem Freund zu arrangieren. 


    Prabha wird von einem verliebten, dichtenden Arzt umworben, sitzt aber bis spät in die Nacht in ihrer Küche und umarmt den Reiskocher, das letzte Andenken an ihren entfremdeten Ehemann. Und Parvaty findet keine Hilfe in ihrem Kampf gegen die Bauunternehmer und ist gezwungen, ihre Sachen zu packen und in ihre Heimat in der Nähe von Ratnagiri, einem kleinen Dorf an der Küste von Mumbai, zurückzukehren.

    Anu und Prabha helfen ihr beim Umzug, und weit weg von den verregneten Straßen Mumbais, in der Sonne, der Brandung und den wilden Wäldern, hat jede der Frauen ihre eigene persönliche Offenbarung. 

    Es fühlt sich an wie ein Traum, und ihr verwunschenes Arden am Meer könnte einen an Satyajit Rays Klassiker Days And Nights In The Forest von 1969 denken lassen . 


    Aber Kapadia hat eine ganz eigene Welt geschaffen, mit Figuren, die so reichhaltig und glaubwürdig sind wie die Frauen von George Eliot oder Sally Rooney. Durch all ihre hoffnungsvollen Wanderungen schlängeln sich die Klavierlinien von Emahoy Tsegué-Maryam, endlich zu Hause.

  • „maverick guitar explorations, restauriert zum fünfzigsten“

    „Günter Schickert ist nur den eingefleischtesten Krautrock-Sammlern ein Begriff. Diese Unbekanntheit ist ein Bärendienst, denn der in Berlin geborene Gitarrist hat sich mit Samtvogel einen Platz in der offiziellen Liste verdient. Samtvogel wurde 1974 in Eigenregie veröffentlicht und ein paar Jahre später von Brain für eine breitere Veröffentlichung aufgegriffen und macht Schickert zu einem Meister der Echo-Gitarre. Die drei Tracks bewegen sich irgendwo zwischen dem exzentrischen Jammen von Faust und dem quecksilbrigen Gitarren-Layering von Ash Ra’s Manuel Göttsching (wobei anzumerken ist, dass Schickert zuerst da war, denn Samtvogel erschien ein Jahr vor Göttschings LP Inventions For Electric Guitar von 1975 ). „Apricot Brandy“ ist ein gnomischer Kinderreim-Blues, den Schickert mit plätscherndem Echo umhüllt, und macht den Anfang im Songbereich. Doch beim seitenlangen „Wald“ hat Schickert die Songform völlig verlassen und webt mit seiner Echo-Box und der E-Gitarre ein Gitter aus schimmernden Klängen, so komplex und schön wie ein mattes Spinnennetz.“ (übersetzt von deepl)

    Als ich Louis Pattisons Kurzbesprechung der Neuauflage (Vinyl, Cd) des mir unbekannten Günter Schickert-Debuts „Samtvogel“ las (1974), rief ich bei bureau b an und liess mir die Platte kommen. Ich schaute nicht nach, ob Jan dazu was in seinem Krautrockbuch geschrieben hatte, ich legte das Album im Dunkeln auf und kam von Anfang bis Ende nicht aus dem Staunen raus. Den Vergleich mit exzentriischem Faust-Jamming würde ich so nicht unterschreiben. Ich wusste rein gar nichts über dieses Album, kannte den Namen nir von weiter Ferne, machte mir ein paar Gedanken Richtung Minimalismus und Steve Reichs „It’s Gonna Rain“ und „sehr eigener Sound“, und ob er wohl „No Pusyfooting“ von Fripp & Eno mochte, und wünschte mir im Nachgang „liner notes“ von Asmus Tietchens. Tatsächlich fand ich seine blitzgescheite Lobrede auf das Album hinterher auf der Innenhülle des Albums. Ich schmunzelte. Tolles Album! Landete sofort beim meinen reissues 2024“ (s. Blog Diary 15. November), in bester Nachbarschaft. Und so gut kann ich mich an meine klanglichen Vorlieben 1974 erinnern: hätte ich die Platte damals gehört in Winfrid Trenklers „Schwingungen“ mit Bo Hanssons Intro-Musik, ich hätte eines der 500 ersten Exemplare (in Eigenregie fabriziert) sofort gekauft.. (m.e.). Besser spät als nie. Danke, Günter! Über „Samtvogel“ wird noch zu reden sein. Tolle Pressung. Toll klingendes Remaster! Far-out, gewiss, aber wunderbar hypnotisch! Bei aller Reduktion besitzt das Album ein immens reiches Innenleben, das es weit über ein rein historisches Interesse hinaus zu einem zeitlosen Klangabenteuer macht. Große Worte, zugegeben, aber gelassen ausgesprochen.

  • The Necks. Bleed.

    Klänge eines leicht verstaubten Klaviers. Tasten werden angeschlagen. Töne klingen allmählich aus, variieren sich im Raum, verlieren ihre Energie. Klänge kommen, gehen, hinterlassen Spuren. Hallräume öffnen sich. Schweres Atmen, kein Körper. Alles scheint sanft, doch nicht entspannt. Woher kommt die Musik, wo endet sie. Klangkompostierung.

  • Vorzeitlich / Archaic / naturgegebene Klangquellen

    In einem Kommentar zum Beitrag LIVE ZÄHLT schrieb ich Folgendes:

    Archeologen haben sich lange gewundert, warum es bezüglich archaischer musikalischer Praxis so wenig Fundstücke gibt. Ja, ein paar zu Flöten präparierte Knochen oder ein paar aus Holz gefertigte Artefakte. Dieses Desiderat brachte einen französischen Akustiker dazu, archaische Resonanzräume näher zu inspizieren, also Höhlen, die als Versammlungsplätze dienten. Ein wichtiger Anhaltspunkt waren für ihn rote Markierungen in Höhlen, die bisher niemand erklären konnte. Seine Prüfung ergab, dass sich an diesen Stellen die besten akustischen Resonanzräume befanden. Aber dann? Aber wie?

    Ja, die Instrumente hingen direkt vor seiner Nase. Und koordinierte Schläge darauf erzeug(t)en magische Klänge. Plus die menschliche Stimme, die ja schlicht da war, hatte in so einem Resonanzraum ein erstaunliches Potential (mit Verstärkung und Dubeffekten).

    Hermeto Pascoal war vor längerer Zeit auf derselben Spur und nutzte die herunterhängenden Stalaktiten und aufsteigenden Stalakmiten als Klangkörper. Er selbst fügte den Klang eines Naturhorns hinzu.

  • „jeff parker and the way out of easy“

    Jeff Parker ist kein auffälliger, ausgeflippter Gitarrist. Alles, was er tut, hat einen Hauch von Metheny’scher Virtuosität, aber in der Regel spielt er nach einer rücksichtslosen harmonischen Logik, die sich aus dem genauen Hinhören auf das ergibt, was seine Bandkollegen tun. 

    “Late Autumn“

    In seiner Arbeit geht es oft um den kreativen Einsatz von Wiederholungen, und das ist auch die Art und Weise, wie dieses Ensemble als Einheit auftritt. Die Musiker beginnen jedes Stück mit einem einfachen Riff, das wiederholt, imitiert und verändert wird, bis es die Initialzündung für nachdenkliche Improvisationen liefert.

    Was manchmal schwer zu glauben ist, ist, dass es sich um ein reines Live-Album handelt, das von Tontechniker Bryce Gonzales aufgenommen wurde, der vier Mikrofone aufstellte und sie in ein Zwei-Spur-Mischpult einspeiste, um die Band in Echtzeit zu mischen. Alle vier Musiker verwenden Effektgeräte, aber keines wurde in der Nachbearbeitung oder im Mix eingesetzt – alle werden in Echtzeit eingesetzt. 

    (John Lewis, Uncut)