Luis Buñuel: México

In Vorbereitung auf meinen Mexiko Trip bin ich an dem spanischen Exilmexikaner vorbeigekommen.Buñuel lebte von 1946 bis zu seinem Tod 1983 vorwiegend in Mexiko-Stadt. Seine mexikanische Periode bedeutet mir mehr als seine Filme, die er zuvor oder zwischendurch in Europa drehte.
Los olvidados, Èl, Ensayo de un crimen, Susana – Carne y demonio und Abismos de pasión befinden sich auf der 2007 erschienenen wunderbaren DVD Box, die zumindest antiquarisch erhältlich ist.
Los olvidados (1950) habe ich vor der Reise erneut gesehen: ein Drama unter Straßenkindern, welches einem die Schuhe auszieht, on locations gedreht im Stil des italienischen Neorealismus und auf Augenhöhe mit deren Meisterwerken.
Weil mich Buñuel sehr fasziniert, lese ich nach dreißig Jahren erneut seine Autobiographie, die ich wärmstens empfehle. Zusammen mit dem Drehbuchautor Jean-Claude Carrière hat er seine Erinnerungen höchst unterhaltsam zu Papier gebracht. Auf den Mexiko Teil freue ich mich besonders.

4 Kommentare
Lajla Nizinski
Diese Biografie versuche ich auch zu bekommen. Ich bin ja fast zu sagen , mit Buñuel sozialisiert worden.
Viele neue Entdeckungen in México City. !
Thomas Pannhorst
Danke schön, das klingt spannend mit Buñuel sozialisiert worden zu sein…
flowworker
Da kann ich nicht so viel cineastischer Erfahrungen bieten mit Luis wie ihr beiden!
Geboren 1955 entdeckte ich Bunuel ganz klassisch als Teenager mit derm berühmten Kurzflm Der andalusische Hund, mitsamt Schockwerten, und dann natürlich mit dem Diskreten Charme Dee Bourgeouisie und Belle De Jour (letzterer hat mich sehr beeindruckt). Da war auch viel drüber zu lesen in der alten BRD.
Ich sehe mir gerne mal den Film aus Mexiko mit den Strassenkindern an. Ob er mich heuer so packt wie es damals die italienischen Neorealisten geschafft haben. Oft habe ich die Erfahrung gemacht, dass selbst grosse Meisterwerke mit den Jahren mich nicht mehr so fesseln wie ganz früher…
Let’s try!
Es muss für micn immer eine Durchlässigkeit geben zwischen Kino und Leben. Ich will, dass sich Pforten der Wahrnehmung öffnen……
Bei Güeros und Y Tu Mama Tambien hat es geklappt.
Thomas Pannhorst
Los olvidados ist ein Meisterwerk aber kein typischer Buñuel, es fehlen die surrealen Momente der späterer Filme.
Auf meiner bucket list für mexikanische Filmkunst stehen jetzt folgende Werke zum Wiedersehen:
I‘m no longer here (Fernando Frías)
Babel (Alejandro González Iñárritu)
Güeros (Alonso Ruizpalacios)
Y tu mamá también – Lust for Life (Alfonso Cuarón)
Buńuel Mexico Box