Ein Hauch von Wehmut (für Renata Calani)

Einige Soloalben von Haruomi Hosono habe ich in den letzten Jahren (never too late) entdeckt, und sie haben mir richtig gut gefallen, abseits rein historischer Würdigung, ja, mitunter gingen sie richtig tief. Wiederkehrende Elemente sind das Kindliche, das nichts Kindisches versprüht, sowie das Naive, das kaum einmal ohne doppelten Boden daherkommt. Bin gespannt, was Jan Reetze, unser „Hosono-Experte“, dazu vermelden wird.

David Sheppards Besprechung findet sich in der Oktoberausgabe von „Mojo“, und zusammen mit dem wohl letzten Streich, „Love“, von Kevin Rowland und seinen Dexy Midnight Runners, bin ich sehr neugierig, wieviel Magie von diesen beiden In-Die-Jahre-Gekommenen noch einmal freigesetzt wird. Über ein gewisses Quantums Nostalgie hinaus, ohne das man der Musik von Haruomi und Kevin kaum begegnen kann.

Ein Hauch von Wehmut vielleicht auch – zumindest habe ich etwas von diesen Gefühlslagen gespürt, als ich heute in meiner kleinen Höhle zwei Alben auf mich wirken liess, die mich packten wie einst im Mai, oder sogar noch etwas mehr: „The Colour Of Spring“ von Talk Talk, sowie „Vagabond Ways“ von Marianne Faithfull. (m.e.)

A propos Haruomi und Wehmut:

„Für Scotch und Candlelight auf El Hierro und anderswo“

(Ein Lieblingsfilm aus Haruomis Kindheit. Von seinen 23 Alben kenne ich nur zwei wirklich gut: „Omni Sight Seeing“ und „Medicine Compilation From The Quiet Lodge“, es gäbe also viel zu entdecken! Die Coverstory, die vor einige Monaten im „Wire“ zu lesen war, ist eine exzellente Einführung. HIER noch ein wenig Nachschub von Kevin Lozano!)

Ein Kommentar

  • Thomas Pannhorst

    Ganz wunderbar, dass es etwas Neues von Haruomi Hosono gibt.
    Neben Pacific gefallen mir Video Game Music (1984) und Mental Sports Mixes (1994) besonders gut: die Titel sind Programm 🇯🇵

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