• Zeit der gesammelten Farewells


    Die schönsten Fussballfeste haben immer auch etwas Melancholisches an sich, mal einen Hauch, mal ein heftiges Quantum. Das konnten wir gestern in Dortmund erleben. Einen Platz hatten wir zwar nicht im Stadion gefunden, dafür im Strobels, dem Biergarten direkt nebenan. Werner und ich liessen die Saison Revue passieren, und machten es uns bei Apfelschorle und Currywurst vor einem Bildschirm bequem. Selbst unsere Ladies konnten sich nicht jenem Hauch von Schönheit und Wehmut entziehen, als der Augenblick für die Ewigkeit gekommen war. Marco Reus liess Sekunden zuvor alle Luft aus dem Brustkorb entweichen, um maximal entspannt zu sein. Ein kurzer Anlauf, und der Ball, der knapp vor der Strafraumkante lag, nahm eine göttliche Flugbahn, und schlug, ratzfatz und messerscharf, im linken oberen Winkel ein. Der Torwart der Lilien soll, so heisst es heute, erst Sekunden später realisiert haben, dass ein Ball in seinem Netz lag. Ein besonderer Moment, aber letztlich tut die Zeit, was die Zeit eben so tut, sie tickt weiter. Und so nahmen die gesammelten Farewells ihren Lauf, wie in einer Ballade von Richard Hawley. Es war das letzte Spiel des Magiers vor heimischer Kulisse, Mats Hummels wird wohl auch gehen. Der berühmte Satz aus alten Märchen könnte nun hier seinen Platz finden, aber es gilt ja noch ein anderes Fussballmärchen zu schreiben, in vierzehn Tagen, in Wembley. Realistisch ist das nicht, aber was, bitteschön, heisst schon Realismus?!

    On the record player the day after, and highly recommended:

    • Don Cherry / Dewey Redman / Charlie Haden / Ed Blackwell (aka Old And New Dreams): Playing (eine fantastische ECM-Liveaufnahme aus Bregenz anno 1980, das Cover mit dem Fussballtor:))
    • Richard Hawley: In This Town They Call You Love (das neunte Studioalbum von RH enthält natürlich eine weitere Hommage an seine Stadt Sheffield, mit der für ihn typischen alten Klangsprache aus der Zeit vor den Beatles)
    • Michael Head & The Red Elastic Band: Loophole (ein grosser Geschichtenerzähler aus Liverpool)
  • Kellertänzer

    Die Maskentänzer. Lavinia Schulz und Walter Holdt, ein expressionistisches Hamburger Künstlerpaar, das ab etwa 1920 den Ausdruckstanz neu definierte und sich im Sommer 1924 aus bitterster Not unter bis heute nicht vollständig geklärten Umständen selbst ins Jenseits beförderte.

    Hinterlassen haben die beiden um die 14 Tanzkostüme, die zunächst mit allerlei anderen Hinterlassenschaften in zwei großen Transportkisten (für „dringlich zu beförderndes Artistengepäck“) auf dem Dachboden des Hamburger Museums für Kunst und Gewerbe gelandet und dort jahrelang vergessen worden sind. Heute, nach ihrer zufälligen Wiederentdeckung in den 1980er Jahren, gehören sie zu den beeindruckendsten Schätzen des Museums. Die Originale sind wunderschön restauriert, transportfähig sind sie aber nicht mehr, so dass letztes Jahr Repliken dieser Kostüme zur Biennale nach Venedig geschickt wurden, wo sie einiges Aufsehen erregten.

    Seit vielen Jahren geistert mir dieses Paar durch den Kopf. Ein Online-Artikel von mir über die beiden stammt von 2010, mein Radiofeature von 2016 im Deutschlandfunk steht ebenfalls noch online. Ich will die Geschichte der beiden hier nicht wiederholen — und brauche es auch nicht, denn es gibt sie jetzt als Roman. Dessen Autor, Nils Jockel, könnte kompetenter nicht sein.

    Foto: Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg

    Jockel, langjähriger Kunstvermittler und Kurator, ist nämlich derjenige, der seinerzeit zusammen mit einer Praktikantin diese Tanzmasken auf dem Dachboden des Museums wiederentdeckte, und seitdem lässt auch ihn dieses Paar nicht mehr los — um so mehr, als er indirekt durch die Falke-Schwestern auch familiäre Beziehungen zu der Geschichte hat (in Hamburg weiß man noch, wer sie waren).

    Der Roman „Kellertänzer“ bearbeitet sein Thema auf drei Ebenen: Zum einen ist dies die tatsächliche Geschichte Lavinia Schulz‘ und Walter Holdts, soweit sie sich rekonstruieren lässt. Zum zweiten erscheint auf der Biennale Jockel in Gestalt seines Alter Egos Nick Lainwander selbst in der Handlung und schildert — zum Teil in Gesprächen mit einem Freund namens Daniel — nicht nur den Fund der Tanzkostüme, sondern auch, was danach mit ihnen passiert oder eben nicht passiert ist. Er macht den Leser dabei mit einigen der Folgen bekannt, die seine Obsession für seine Beziehung zu Hannah hat. Und genau daraus resultiert die dritte Ebene, und die ist ausgesprochen clever: Da denkt nämlich sozusagen der Roman über sich selbst nach. Es geht um die Frage, wie weit man eigentlich real existiert habende Personen aus künstlerischen Gründen fiktionalisieren darf, wenn man nur Bruchstücke über ihr Schicksal kennt.

    Damit sticht Jockel geradezu in ein Wespennest, denn fiktionalisierte Geschichten, Serien und Verfilmungen der Lebensgeschichten realer Personen, sogenannte Biopics, sind seit geraumer Zeit schwer in Mode, und ein Ende ist nicht abzusehen. Der Roman beantwortet die Frage nicht, aber man nimmt sie mit.

    „Kellertänzer“ ist gut lesbar geschrieben und führt den Leser tief in die Lebenswirklichkeit nicht nur der Künstler, sondern auch der „normalen“ Menschen jener Jahre hinein. Jockel macht uns bekannt mit etlichen damals prominenten und teils heute noch klingenden Namen und vermittelt ein eindringliches Bild der zum Teil unfassbar elenden Lebenswelt der Menschen, die in der frühen Weimarer Republik nicht auf der Sonnenseite standen. Ich selbst hätte mir die Persönlichkeiten der Charaktere in einigen Punkten etwas anders vorgestellt, aber das schadet gar nichts, denn genau da stellt sich die Frage nach der Fiktionalisierung.

    Wenn Nils Jockel am Ende des obenerwähnten Radiofeatures sagt, er sei noch immer nicht durch mit der Geschichte, dann weiß man nach der Lektüre dieses Buches, weshalb. Man legt diesen Roman nicht einfach aus der Hand. Er hallt noch tagelang nach.

    Nils Jockel:
    Kellertänzer
    KJM Buchverlag 2024, 310 Seiten
    ISBN 978-3-96194-231-2, 26 €

  • „Im Rausch der Dejavus“

    „Colin Farrell carries the weight of this neo-noir effortlessly as John Sugar. Giving off some Chinatown vibes combined with flashes of LA Confidential, Sugar is a complex thriller with slow burn intensity that is worth every moment of your attention.“ (Martin Carr) The new TV series with Colin Farrell features the track «Abandoned Cathedral» composed by Bang/Henriksen.  Taken from the Arve Henriksen „Places of Worship“ album, produced by Bang/Honoré.  Die Serie wagt einen gewitzten Blick hinter die Kulissen einer Hollywood-Story, die beides enthält, Verklärung und Desillusionierung. Die Macher von „John Sugar“ sind begabte Gaukler, die ihre Genre-Versatzstücke über acht Episoden hinweg als Köder für eine facettenreiche Betrachtung der conditio humana auslegen – und dabei die Magie des Kinos immer wieder spürbar machen. „John Sugar“ verströmt einen spziellen Zauber, wenn man sich auf das Spiel von Original und Fälschung einlässt.  Eine der besten Serien, die ich in den letzten Jahren geseheh habe. Ich stimme den lapidaren Sätzen von Martin Carr zu. Dieses achtteilige Meisterstück (Apple plus) hat, kein Grund, das zu verschweigen, ein recht kontroverses Echo erfahren. Wer in den vollen Genuss kommen möchte, sollte keine weiteren Kritiken lesen, sie könnten zu viel verraten. Close to perfect for us lovers of film noir with a twist. Wenn ich jemals Drehbuchschreiber geworden wäre, dieses hätte ich gerne geschrieben. Die Schauspieler, die Regie, der Schnitt, die Musik, die Kamera, die Dejavus, alles class A. (m.e.)

  • Curated Reality

    Mit Erstaunen lese ich, dass The The ein neues Album ankündigen, das erste seit 2000, und damit auch auf Tour gehen werden. Die beiden Termine in Deutschland werde ich leider verpassen. Anfang der 90er war die Formation um Matt Johnson eine der wichtigsten Bands für mich, Soul Mining, Infected, Mind Bomb und Dusk habe ich rauf und runter gehört, die Texte kannte ich auswendig. Der neue Song mit dem schönen Titel Cognitive Dissident gefällt mir – nichts weltbewegendes, ein solides Stück Musik. Das Album erscheint im September.

  • Civil War (written and directed by Alex Garland)

    I found Civil War by Alex Garland a very, very good movie. I wouldn’t have expected, or predicted, this, given that Garland’s previous films were certainly very watchable, but his Amazon Prime series Devs didn’t quite work out and turned out to be more and more annoying and so I never finished watching it. Garland’s new movie Civil War is in a quite different league, despite the fact that his previous films were already quite good, not least when it comes to American filmmaking. And I might need to stress that Kirsten Dunst impressed with an Oscar-worthy performance.

    »Contrary to what the trailer might suggest, „Civil War“ is far from being a clumsy dystopian action thriller. Nor can the scenario be read as a commentary on Donald Trump and his authoritarian right-wing politics. As in all his films, Alex Garland explores issues of a both a structural and philosophical nature. In his horror film „Men“, he exposed the mythical dimensions of abusive masculinity; now, in „Civil War“, he is concerned with the politics of images and the journalistic business of war.

    (…) Yet „Civil War“ does not simply leave it at this reflection on journalism. Rather, the film increasingly develops into a biting critique of the hubris of the United States. (…) „Civil War“ is a great, self-confident and intelligent film about the current times.«

    (Translated from German review by Sebastian Seidler.)

    The Hollywood Reporter review, »The Compellingly Packaged Cowardice of ‘Civil War’«, suggests the movie doesn’t really go below the surface, as quite some people have been saying about Garland’s work in general. I feel it is telling that the Hollywood[!] Reporter runs a film review criticising a European filmmaker for not providing enough Hollywood storytelling in his mainstream movie. I certainly can understand a film critic writing, „I would much rather have seen a film by Alex Garland that provides me with answers than one that leaves central points of the film open and for the viewer to find answers“. But maybe it is also quite an American thing to write that like five times in a review.

    Generally, it’s claimed that Germans have a penchant for telling others how things ought to be done right or wrong. But the fact that the reviewer makes a point of writing at least five times in this text that „Why is this happening?“ remains unanswered illustrates a fundamentally divergent understanding: mainstream cinema typically doesn’t leave any big questions hanging, normally offers „safe“ answers to avoid irritating (or challenging) the audience too much, whereas European filmmakers regard this as a quality and at times believe that giving answers and explaining everything is a rather inherent weak point, as viewers will then feel like, „Phew, thankfully the situation on screen is not the same as in my reality, so I don’t need to worry about this issue.“ 

    It’s also something I see increasingly in movie reviews these days , this tendency to literally write, “I would have preferred to see a different movie than the one this director/writer/producer chose to tell” or “a pity they didn’t tell the story the way I think is the right one.” Not saying this film is perfect, I think this aspect is actually a very positive thing about this US mainstream production. And, from what I read, Civil War went to the number one spot in US movie charts. I think Civil War is a really interesting approach to mainstream American filmmaking. I didn’t expect more than his previous films gave me, so I was surprised i found it bolder, more uncompromising and relentless (than those others), but also quite tense and very well directed. Warning: not for the faint of heart!

    Written by Ingo J. Biermann

  • Leftfield music with a touch of „Sowiesoso“

    „Walks“, the new album by English duo Group Listening. You sometimes have to go to the margins to get hold of such treasures like „Clarinet and Piano – Selected Works, Vol. 2“, their penultimate work. Funny the duo calls itself like it calls itself, but British humour is part of the presentation of this awesome contemporary folky kosmische chamber improv and all. When asked for a recording anecdote Stephen Black says: „Nothing particularly exciting, just your usual next door’s dog barking, or the sound of a pigeon in the chimney breast. It was fuelled by coffee and cheap bread.“ Nothing to add to this.

    31st May – Loves Cafe,Weston-Super-Mare 
    1st June – Shift, Cardiff 
    4th June – Kazimier Stockroom, Liverpool 
    5th June – Glad Cafe, Glasgow 
    6th June – Sneaky Pete’s, Edinburgh 
    7th June – Futtle, Fife 
    8th June – Brewery Arts Centre, Kendal 
    9th June – Hyde Park Book Club, Leeds 
    11th June – Colchester Arts Centre, Colchester 
    12th June – St Matthias Church, London 
    13th June – Wedgewood Rooms, Portsmouth 
    14th June – The Rose Hill, Brighton 
    16th June – National Justice Museum, Nottingham 
    26th June – Dareshack, Bristol 
    27th June – The Grayston Unity, Halifax 
    28th June – Unitarian Church, Shrewsbury 
    29th June – The White Hotel, Manchester 

  • Wenn der Ostwind weht – die Malerin Cornelia Schleime


    Große Künstlerinnen sind meist mehrfach begabt, siehe Patti Smith oder Joni Mitchell. Eine Malerin, die ich schon lange verfolge, ist Cornelia Schleime. Ich hatte sie in meinen Dresdner Jahren entdeckt, da war sie längst in den Westen gezogen. Ich habe sie für ihre Kraft bewundert. Ähnlich wie Penck, der es auch als Maler sehr schwer hatte in Dresden, aber es  immerhin bis zur Professur an der Düsseldorfer Kunstakademie schaffte. Cornelia erhielt Ausstellungsverbot und Ausreiseverbot. Fortan malte sie auf ihrer Haut und zeigte sich in bunten schrillen Performances mit ihrer Punkband in der DDR Öffentlichkeit. 

    Am Sonntag konnte ich in ihre erste Einzelausstellung in der Galerie Judin in Berlin gehen.Dort zeigt sie vor allem Gesichter, mit Acryl gemalte große Tableaux. DIE MUTTER zeigt ihre Gefangenschaft als Kind und als Jugendliche. Immer malt sie sich in ihren Emotionen, Phantasien,Sehnsüchten. Ihr Leid im DDR Regime verarbeitet sie in ihren Gemälden, ihren Gedichten, ihren Filmen,ihrer Musik. OHNE LIPPEN SIND DIE ZäHNE KALT nennt sie ihre Ausstellung. Auch hier die extreme Spannung zwischen weich und hart. Mein Lieblingsbild zeigt eine leicht gebeugte Frau, deren Haare aufgelöst im Ostwind flattern. Es ist mein Lieblingsbild. Es riecht förmlich nach Dünengras und Fernweh. Cornelia hat einmal gesagt, dass sie sich nur auf Reisen beheimatet fühlt. Als Dichterin drückt sie ebenfalls den Spannungsbogen zwischen Nähe und Unterbewusstsein aus.

    „Ich bin die Nähe, deren Herz
    Sich zu euch legt,
    Wenn ihr im nimmersatten 
    Blau euch fortbewegt“

    (Auszug aus dem Gedicht ICH BIN DIE PARTISANIN)

    Cornelia Schleime wird die Grande Dame der deutschen Malerei genannt. Ihre Kataloge sind nicht mehr zu haben, auch nicht bei König in Köln.  Die Ausstellung geht noch bis Mitte August.

    (L.N.)

  • Beth, Jessica & Julia

    Nun ist es endlich soweit, am Freitag erscheint mein Album des Jahres, Beth Gibbons‘ „Lives Outgrown“. Und da alle Wahrnehmung voller Filter ist und nichts mit den Dingen und Klängen an sich zu tun hat, mag jeder seinen eigenen Reim zu meiner Begeisterung finden. Oder kühne Gegenrede. Es geht mir auch nicht um Superlative, wenn ich hier mit meiner Pflegetochter im morgenkühlen Wartezimmer hocke und wir auf eine sanfte Therapie ihrer Sonnenallergie hoffen (obwohl sie aus Afghanistan kommt, 17 Lenze jung ist, liebt sie schon ein, zwei Alben von Keith Jarrett und Lee Perry, und das ohne pädagogische Tricks). Es geht um die Wucht, mit der mich Musik erreicht, und in dieser Hinsicht bilden auch die beiden Alben von Jessica Pratt und Julia Holter („Here In The Room She Moves“) kein Spalier für eine Meisterin aus England, sondern liefern seelenverwandte Kraft, eine Tiefe voller Abgründe, und Finesse jenseits des Geläufigen.

    Die Juli-Ausgabe von Mojo erreichte mich heute morgen, und ich freue mich auf die Lektüre von Ted Kesslers Begegnung. Man kann ein Interview kaum trefflicher ankündigen als in den ganz oben als Screenshot angegbildeten Zeilen. „Are you ready for the singer-songwriter who finds Leonard Cohen upbeat?“ Wunderbar. So aussergewöhnlich die Klangfelder der Arbeiten von Julia und Beth sind (und Olaf und ich hatten das Vergnügen, mit beiden Alben schon eine Weile zu leben, und auf einem Blog, der absichtlich unter dem Radar existiert, die ersten Besprechungen netzweltweit zu verfassen), so sehr mag das flüchtige Hören von Jessicas „Here In The Pitch“ Stirnrunzeln provozieren und die Frage nahelegen: „was ist denn hier bitteschön das So-Besondere, in diesem Zeitlupenpastell, alten Zeiten abgelauscht?!“ Allein, manche Hörerin wird schon beim ersten Mal spüren, dass die stille Wucht, die diese erstmal seltsam verhuscht wirkenden Songs entfalten, nicht auf einen schnellen Spruch warten, oder griffige Analyse. Der magische Faktor X rauscht halt mitunter noch duch das allerfeinste Sieb unserer einordnenden, rubrizierenden Sprache. Bleibt die Poesie! Bleibt die Sprachlosigkeit! Bleibt das Gespräch, das voller Stories ist und das Unaussprechliche voller Anmutungen und Witz umkreist! (m.e.)

  • ECM Vinyl Wantlist

    Bennie Maupin The Jewel In The Lotus

    Rabih Abou-Khalil Nafas

    Terje Rypdal Whenever I Seem To Be Far Away

    Jon Hassell Power Spot

    Jon Hassell Last Night The Moon Came Dropping Its Clothes In The Street

    Egberto Gismonti Danca Dos Escravos

    Jack DeJohnette Special Edition

    Keith Jarrett Changeless

    Leo Smith Divine Love

    John Surman Private City

    Charles Lloyd Quartet Fish Out Of Water

    David Torn Cloud About Memory

    Für den unwahrscheinlichen Fall, dass jemand eines dieser Alben loswerden will, gerne einen Kommentar hinterlassen.

  • The Way To The Horizon

    One element that me and Klaus Dinger shared is taking to the road, to the air, to the waves, and going all the way to the horizon. We didn’t care about red lights or stopping, it was about endless movement. After Klaus and I left Kraftwerk, it was clear that we would have this one idea in our songs—this fast, forward movement. At the end, what mattered was what happened in the studio. 

    Aus einem Interview mit Michael Rother, zu finden auf dem sehr lesenswertem Tone Glow Newsletter.