„nine rooms to remember“
Eiinge dieser Räume lassen sich gar nicht wirklich betreten, andere schon. völlig unmöglich etwa, mehr als einen flüchtigen Eindruck und also praktisch nichts von Irmin Schmidts „Requiem“ zu vermitteln mit einer kurzen Passage, braucht die Musik doch alle Zeit der Welt, um sich zu entfalten. was hilft, sind Geschichten, und eine davon erzählt Irmin Schmidt am besten selbst. er wird mit 89 Jahren zum ersten Mal gastieren in „meinen“ Klanghorizonten, vor ihm waren, lang ist es her, Holger Czukay und Jaki Liebezeit schon mit von der Partie. Jaja, „Der Sound der Jahre“, immer wieder gerne blättere ich in Jan Reetzes gleichnamigen Buch.

(1) Seefeel: Sol.Hz (2) Jonathan Richman: Only Frozen Sky Anyway (3) Pan American: Fly The Ocean In A Silver Plane
(4) Etienne Nillesen: Twee (5) Irmin Schmidt: Requiem (6) Björn Meyer: Convergence
(7) O.S.T. Sirāt (8) Tinariwen: Hoggar (9) Boards Of Canada: Inferno

Zwei Songalben in dieser Radiostunde, und dem Anschein nach könnten sie kaum unterschiedlicher sein, der „Desert“-Blues der Tuaregs von Tinariwen, und das jüngste Werk des gern als naiven Träumer gehandelten, nun selbst in die Jahre gekommenen Jonathan Richman. Aber, Vorsicht: Falle. So simpel verhält es sich nämlich nicht mit den Stereotypien archaischer Stammesklänge und ewigjugendlicher Charmeattacken. Beides geht in die Tiefe, und dazu braucht es kein Beduinenzelt und keine Meerschaumpfeife.
Ein Kommentar
Michael E.
Jetzt ist es aber auch gut: die finale Playlist nun am Tag der Sendung im Deutschlandfunk am 28. Mai!
🥁🥁🥁