„eleven rooms to remember“

Zwei Songalben in dieser Radiostunde, und dem Anschein nach könnten sie kaum unterschiedlicher sein, der „Desert“-Blues der Tuaregs von Tinariwen, und das jüngste Werk des gern als naiven Träumer gehandelten, nun selbst in die Jahre gekommenen Jonathan Richman. Aber, Vorsicht: Falle. So simpel verhält es sich nämlich nicht mit den Stereotypien archaischer Stammesklänge und ewigjugendlicher Charmeattacken. Beides geht in die Tiefe, und dazu braucht es kein Beduinenzelt und keine Meerschaumpfeife.

Überhaupt: einige dieser elf Räume lassen sich gar nicht wirklich betreten, andere schon. völlig unmöglich etwa, mehr als einen flüchtigen Eindruck und also praktisch nichts von Irmin Schmidts „Requiem“ zu vermitteln mit einer kurzen Passage, braucht die Musik doch alle Zeit der Welt, um sich zu entfalten. was da hilft, sind Geschichten, und eine davon erzählt Irmin Schmidt am besten selbst. er wird mit 89 Jahren zum ersten Mal gastieren in „meinen“ Klanghorizonten, vor ihm waren, lang ist es her, Holger Czukay und Jaki Liebezeit schon mit von der Partie. Jaja, „Der Sound der Jahre“, immer wieder gerne blättere ich in Jan Reetzes gleichnamigem Buch. (michael)


prelude: „surprise act with Roger“ mod 1 Seefeel: Sol.Hz mod 2 Jonathan Richman: Only Frozen Sky Anyway mod 3 Pan American: Fly The Ocean In A Silver Plane

mod 4 – Oton (1) Björn / Björn Meyer: Convergence / Oton (2) Björn / Etienne Nillesen: Twee – mod 5 – Etienne Nillesen: Twee / Oton (3) Irmin / Irmin Schmidt: Requiem Oton (4) Irmin – mod 6

O.S.T. Sirāt  mod 7 Tinariwen: Hoggar   mod 8 Boards Of Canada: Inferno mod 9 (Finale with Don) „the short eternal one“

7 Kommentare

  • Michael E.

    Jetzt ist es aber auch gut: die finale Playlist nun am Tag der Sendung im Deutschlandfunk am 28. Mai!

    🥁🥁🥁

  • Thomas Pannhorst

    Don Cherry ist verschwunden…er kehrt sicher an andere Stelle zurück 😉
    Auf Irmin Schmidts Geschichte(n) freue ich mich besonders.
    Bin gespannt, ob das neue Werk von Boards of Canada dem Hype standhält…

  • flowworker

    Matthew Hayhurst

    Almost 60 years after the first Can sessions, and on an album that borrows so heavily from Schmidt’s distant memories, he remains astonishingly close to the cutting edge. Requiem is unlikely to be an album that creates a new legion of converts, but for devotees of this true innovator it’s an incredibly rewarding one.

  • flowworker

    Without Wind / Without Air: Rarities will be released digitally on 26 June 2026, with The Quiet of Snow and False Memory Waltz out as singles on 24 April and 15 May respectively. The EP cover has again been designed by Roger’s daughter Cecily Eno, who has extended the themes of transience and fragility to this collection’s visual identity.

    “Delicate, subtle, melancholy and hopeful, the tracks float through higher spheres, seemingly weightless and fragile, but with a deep intensity … A truly heartwarming album”
    FAZEmag, on Without Wind / Without Air

    “a timeless collection of spectral beauty”
    Louder Than War, on Without Wind / Without Air

    “Possibly Eno’s finest work to date”
    Uncut, on Without Wind / Without Air

  • Olaf Westfeld

    „the skies they shift like chords“ war ein wundervolles roger eno album, vor drei´jahren oder so. hab ich damals viel gehört, danach nicht oft, aber dann immer gerne. könnte sogar eine meiner lieblingsalben dieses jahrzehnts sein – aber das müsste ich noch mal überprüfen. aus der erinnerung würde ich es auf platz 9 von 12 packen. light as a petal, deep as the ocean.

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