“You And Your Dog“

„Wir sind so an Meiburgs Gesang gewöhnt, dass das Auftauchen einer anderen Stimme – insbesondere einer so unverwechselbaren wie der von Laurie Anderson, die spricht, als würde sie den Zuhörer direkt ansprechen – ein ziemlicher Schock ist. Während sich „The New World“ oft so anfühlt, als würde man – manchmal holprig – flussabwärts getragen, ist „You And Your Dog“ der Moment, in dem wir sanft unter einem Himmel aus funkelnden Sternen in ein Delta hinausgleiten. Anderson geht behutsam mit den von Meiburg geschriebenen Worten um und erzählt eine traumhafte Geschichte von zwei Freunden, die einen Strandspaziergang machen, sich verlieren und einander nie wieder ganz finden können. Die Kombination aus ihrer sanften, beruhigenden Stimme und seinen magisch-realistischen Worten verschmilzt zu etwas Schönem, das wie Sandkörner durch die Finger rinnt. Die Botschaft, vielleicht – und die Botschaft von „The New World“ im weiteren Sinne – ist, dass das Leben vergänglich ist. Aber die Tatsache, dass wir hier, gemeinsam, zur gleichen Zeit auf diesem Planeten existieren, ist sowohl außergewöhnlich als auch wunderbar.“ (Louis Pattison)

LISTEN!

Jonathan Meiburg appears as head of Shearwater, he had a central role in Okkervil. And he‘s part of Loma, yes, the band, Brian Eno got to know better after he fell in love with a song of them. So Jonathan knows Brian from the studio. Now, he has released „The New World“, one of the best albums of his life and of this year. A Talk Talk vibe at times without turning to pastiche. A singing voice to open up strange places. He‘s a friend of Laurie Anderson, too, who does the spoken word piece at the end of the album. And what a great track and video that is: just look and listen! I‘m generally not so much interested in videos except for reasons of time traveling. But this one, me oh my. All in all this is an album about worlds falling apart, in most different ways. Don‘t be afraid, there‘s something uplifting, too. (M.E.)

7 Kommentare

  • Michael Engelbrecht

    Ja, Lorenz, wenn du das Album einmal ganz gehört hast, dann komm doch mal hierhin zirück und berichte von deinen ersten Hörerlebnissen damit.

    Gibt es im Jahr 2026 wohl ein Song-Album, das, ähnlich wie Lambchops oder Shearwaters Alben, eine ähnlich leise (auch mal lautleise) Intensität hat?! Mit ist noch keins begegnet. Liminal von Eno und Wolfe wäre perfekt, ist aber schon 2025 rausgekommen. In diese Art vom Tiefe stösst vielleicht Iron and Wine vor, aber nicht ganz. Das sind natürlich nur persönliche Anmutungen.

    Heute Abend Klanghorzonte mit Niklas Wandt. Um 21.05 Uhr. Ich hoffe, er schnappt sich keinen Track aus meiner Playlist😉🌠

  • Olaf Westfeld

    Ja, die ersten 20 Minuten der Klanghorizonte waren ganz wunderbar. Musste leider auch gleich gestern Abend noch Geld ausgeben und mir das Album von Phil Struck bestellen.
    Nach den ersten 20 fantastischen Minuten war es immer noch spannend und interessant – aber vielleicht etwas zu interessant für mich. Sehr kompetente und einfühlsame Moderation. Danke für den Hinweis, hätte ich ansonsten verpasst.

  • flowworker

    Thor Harris – drums on “The Only Sound…”, tongue drum, congas
    Shahzad Ismaily – drums, percussion, basses, piano, guitar, synthesizers
    Mamadou Kouyate – bass ngoni
    Moctar Kouyate – calabash
    Mahamadou Tounkara – tamma, yabara
    Doug Wieselman – tenor saxophone, clarinet, bass clarinet, flute
    Leo Abrahams – guitar, treatments
    Laurie Anderson – voice on “You and Your Dog”
    Max Hare – baritone guitar on “Slugs in the Marigolds”
    Lia Pikus – cello
    Firaz Zriek – qanun on “More and More”
    Danny Reisch – percussion
    Peter Lettre – upright bass on “The High Ranges”
    Henry Lettre – alto saxophone on “The High Ranges”
    Walter Nichols – alto saxophone on “Anamnesis”
    Jamie Stewart – gong on “Daydream Unbeliever”

    Field recordings : Tasmanian forest ravens at Kunanyi, the Franklin River at Irenabyss, bees and song thrushes at Yuquot, bells and blackbirds in Berlin, Peni and Andy + Shahzad in London, Bernie on the M6, and the coyotes of Highland Park

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