Michael sells another holy grail
Einen habe ich noch. Diesen heiligen Gral, eine vier-Cd-Box, verkaufe ich nur, weil ich ihn zweimal besitze. Ein Freund schenkte mir damals das Teil, wegen einer 4‘40-Version von Lou Reeds „I‘m Set Free“, welche Brian Eno so wundervoll coverte. Das war genau der Grund, warum ich mir, neben meiner Lust auf die Box an sich, diese magische Matrix selbst zeitgleich kaufte. Jetzt gehen die Preise durch die Decke – bei mir gibt es die Schatzkiste für 160 Euro (incl. Package). Und nicht verhandelbar. Schaut euch bei Discogs um! Auf Wiedersehen!

„What do I like about this album? Intimacy. God. There are so few people in the audience you barely hear the sound of one hand clapping. But Lou is actually nice to them. He makes jokes. They play the songs you thought they’d left behind with Cale” “Black Angel’s Death Song”. “Venus in Furs”. Different verses in familiar songs. Wildly different takes of songs played in different ways in different sets. Doug Yule’s harmonies on “Waiting For My Man”. Four CDs. Near enough five hours of Velvet Underground. You could listen to this for the rest of your life and never buy another disc.“ (from a review)
10 Kommentare
Michael Engelbrecht
Email: micha.engelbrecht@gmx.de
🪂
ijb
Das ist ein sehr interessanter Zufall, da mir das tatsächlich letztens erst jemand massiv ans Herz gelegt hat und ich dann mal geschaut habe, ob man das noch bekommt. Ich hab’s nie gehört, habe damals – vor 30 Jahren schon, wie ich erst unlängst feststellte – die 5-CD-Box „Peel Slowly and See“ mit den gesammelten Werken (inkl. Demos und so) gekauft.
Das Geld hab ich leider aktuell allerdings nicht. Da müsste ich in vielleicht einem Jahr oder so nochmal fragen. Oder was zum Tausch anbieten. Ich hatte z.B. edel aufgemachte 45rpm-2LP+Single+CD-Limited-Edition der ganz frühen Lou-Reed-Aufnahmen „Words & Music May 1965“ gekauft, aber leider gibt mir Lou-Reed-Komplettisten so gar nichts, und wartet das noch auf einen neuen Besitzer.
Michael
Sorry. Der Gral wird klassisch verkauft …
Ich habe zuletzt ca 2000 CDs und 300
Lps verkauft. Ein wenig Inventur, dann stehen hier nur noch meine gesammelten favourites. Und Aufregend-Neues!
Reduktion auf das Wesentliche.
Olaf Westphely
„Peel Slowly And See“ steht hier auch. Und verschiedene weitere Tonträger von den Velvets und Lou. Habe ich früher sehr geliebt, sehr prägend – und auch schon lange nicht mehr gehört. Am ehesten lege ich noch die dritte Velvet Underground auf oder New York von Lou Reed (Transformer komischerweise nicht, könnte daran liegen, dass ich die wirklich durch und durch kenne, sehr viel gehört habe zwischen 16-20).
ijb
Zu „Transformer“ hätte ich genau das gleiche posten können wie du! Zu den VU-Alben greife ich zwar nicht oft, aber wenn, dann erkenne ich jedes Mal von Neuem, dass ich die alle super finde, jedes auf seine eigene Weise. Eigentlich fehlt mir ab dem dritten Album ein bisschen der Herr Cale (von dem ich auch ziemlich viel habe und kenne, aber nicht in der gleichen rückhaltlosen Komplettheit schätze wie das Gesamtwerk von Lou Reed (ausgenommen das Tai-Chi-Meditations-Album und die allerersten Demos von 1965)), weshalb die Alben Nr. 3 und 4 schon deutlich mehr in die Lou-Reed-Ecke passen als die ersten zwei.
Bei Lou Reed könnte ich zu fast jedem Album was schreiben, was mir gefällt oder warum ich das schätze, jedes aus seine Weise, bis hin zu „Berlin: Live at St. Ann’s Warehouse“ mit dem tollen Film von Julian Schnabel, oder dem besten Livealbum „Animal Serenade“ mit Antony als Gast. Vereinzelt gibt’s auch n paar Peinlichkeiten, etwa dieses „A Gift“ auf „Coney Island Baby“ ist geradezu ein Fremdscham-Moment, mit dem es wenige andere Songs von großen Songwritern aufnehmen können. Lous Gesamtwerk (Da hab ich auch die 16-CD-„Album Collection“-Box von 1970 bis 1986, alle anderen als Einzel-CDs) hat einen festen Platz bei mir im Regal und im Herzen, und ich denke, das wird so bleiben, bis ich mich verabschiede. Bei Cale sind es nur bestimmte Alben, aber auch einige.
Michael Engelbrecht
Welche.ganz eigene Welt The Velvet Underground der Popkultur geöffnet haben, ist Fakt. Brian Eno war von ihrem ersten oder zweiten Album so getroffen und fasziniert, dass er es nie mehr anhörte, um diesen ersten „impact“ zu konsevieren.
Ich habe sie damals nur so en passant mitbekommen, wusste um ihre Relevanz und Wucht, besass aber selbst keine Platte. Irgendwann, so many years later, stiess ich halt auf diese besondere Kiste, und höre sie öfter als jedes andere ihrer Werke. Ich liebe die Einfallsfreude, den immer neuen Zugang zu alten Stoffen, etc etc.
Ich war bei allem Respekt nie ein drosser Freund der Lou Reed-Alben, ausser der NEW YORK Platte, zu der damals Diederich Diederichsen deutsche Übersetzungen mitlieferte.
Mir gefielen stets einzelne Stücke von seinen Platten. Etwe der Auftakt von The Blue Mask. Ich besass jede Nicoplatte, und bin glücklich, sie live in Bochum erlebt zu haben. Von und mit John Cale habe ich eine Menge mehr gehabt. Was bleibt, ist Paris 1919, Music for a new society, Wrong Way Up mit Eno, und ein weniger bekanntes Album mit dem Song Dying On The Vine. Das 33 1/3 Buch über Paris 1919 ist wunderbar.
Bald kommt als Quad von Rhino eine meiner drei favourites von Randy Newman ins Haus: Sail Away. Auch ein Grosser!
So hat jeder seine eigene Hörgeschichte, und das ist gut so….
Der Preis des heiiligen Grals ist jetzt auf 175 Euro gestiegen. Der Service. Ich bin der Mailman. Und Ich liefere, Immer😉… incl. einer Tasse Kaffee und eines Gesprächs über Musik (dieser Service gilt nur für NRW). Überall sonst macht es die DHL für 160 Euro.
Michael Engelbrecht
Es gibt auf der Welt nur eine Box voller Cds, gegen die ich die Matrix Kiste eintauschen würde:
THE COMPLETE ARISTA RECORDINGS OF ANTHONY BRAXTON
🌴🎶
Lajla
Ich habe einige Velvet Underground LPs. Ich kann mich an lustlose Unitage in Freiburg erinnern, an denen ich “ Linger on, you pale blue eyes“ von Lou immer wieder hörte, auch James Taylor: „You can sing this song “ und “ The Wind“ von Cat Stevens. Das waren echte Trostlieder an der Dreisam. Vielleicht sollte ich die heute Abend mal anhören. Der SC Freiburg verlor am Bosporus.
Norbert Ennen
Mein Lieblingsalbum von Uncle Lou ist „Street Hassle“. Das Intro des Titetracks ist schon seit vielen Jahren mein programierter Hausklingelton.
Michael Engelbrecht
@ Norbert. Ups, völlig vergessen, das hatte ich mal and i liked it, too.