„nine rooms to remember“

Einige dieser Räume lassen sich gar nicht wirklich betreten, andere schon. völlig unmöglich etwa, mehr als einen flüchtigen Eindruck und also praktisch nichts von Irmin Schmidts „Requiem“ zu vermitteln mit einer kurzen Passage, braucht die Musik doch alle Zeit der Welt, um sich zu entfalten. was hilft, sind Geschichten, und eine davon erzählt Irmin Schmidt am besten selbst. er wird mit 89 Jahren zum ersten Mal gastieren in „meinen“ Klanghorizonten, vor ihm waren, lang ist es her, Holger Czukay und Jaki Liebezeit schon mit von der Partie. Jaja, „Der Sound der Jahre“, immer wieder gerne blättere ich in Jan Reetzes gleichnamigem Buch.

(1) Seefeel: Sol.Hz
(2) Jonathan Richman: Only Frozen Sky Anyway
(3) Pan American: Fly The Ocean In A Silver Plane

„Poesie bedeutet, bis an die Grenzen der Sprache zu gehen. Eine Art Ekstase oder ekstatische Verzückung zu evozieren. Man spürt die Essenz der Worte. In meinen Filmen versuche ich, etwas Ähnliches zu erreichen, eine Art Entmaterialisierung. Die Musik geht von der Melodie, vom Rhythmus zu den Grundtönen über. Auch die Landschaft wird immer karger, leerer, einfacher.“ (Oliver Laxe über Sirât)

(4) Etienne Nillesen: Twee
(5) Björn Meyer: Convergence
(6) Irmin Schmidt: Requiem

„Es freut mich sehr dass der Michael wieder Interesse zeigt. Gerne werde ich versuchen seine Fragen zu beantworten. Verstehe ich das richtig dass er wieder gesprochene Antworten braucht?  .. die ich ihm dann wohl am einfachsten direkt zustelle, oder? Leider bin ich jetzt gerade ohne Mikrofon unterwegs aber vielleicht kann ich das mit meinem iPhone und bissrl Nachbearbeitung bewerkstelligen.“ (Björn Meyer an ECM HQ)

(7) O.S.T. Sirāt   
(8) Tinariwen: Hoggar  
(9) Boards Of Canada: Inferno

Zwei Songalben in dieser Radiostunde, und dem Anschein nach könnten sie kaum unterschiedlicher sein, der „Desert“-Blues der Tuaregs von Tinariwen, und das jüngste Werk des gern als naiven Träumer gehandelten, nun selbst in die Jahre gekommenen Jonathan Richman. Aber, Vorsicht: Falle. So simpel verhält es sich nämlich nicht mit den Stereotypien archaischer Stammesklänge und ewigjugendlicher Charmeattacken. Beides geht in die Tiefe, und dazu braucht es kein Beduinenzelt und keine Meerschaumpfeife.

5 Kommentare

  • Michael E.

    Jetzt ist es aber auch gut: die finale Playlist nun am Tag der Sendung im Deutschlandfunk am 28. Mai!

    🥁🥁🥁

  • Thomas Pannhorst

    Don Cherry ist verschwunden…er kehrt sicher an andere Stelle zurück 😉
    Auf Irmin Schmidts Geschichte(n) freue ich mich besonders.
    Bin gespannt, ob das neue Werk von Boards of Canada dem Hype standhält…

  • flowworker

    Matthew Hayhurst

    Almost 60 years after the first Can sessions, and on an album that borrows so heavily from Schmidt’s distant memories, he remains astonishingly close to the cutting edge. Requiem is unlikely to be an album that creates a new legion of converts, but for devotees of this true innovator it’s an incredibly rewarding one.

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