Der wunderbare Song aus der Wirbelsäulengymnastikstunde
Susanne Rosenkranz bietet uns natürlich mehr, und bezieht den ganzen Körper mit ein. In seltenen Momenten fliege ich durch den Raum, meist lerne ich meine Grenzen kennen, wenn sie uns beispielsweise en passant, und mit pointiertem Humor, maximal aus dem Gleichgewicht bringt, natürlich mit einem ausgefuchsten Konzept. Immer wieder tauchen alte Tamla Motown-Songs als beschwingter Hintergrund auf, und so kam ich vor einer Woche mit halbwegs geschwungenen Ruderbewegungen völlig aus dem Takt, als dieser eine wunderbare Song mich aus der Bahn warf. Dabei kannte ich ihn allemal, und hätte den Oldie Oldie sein lassen können. Aber wie so oft, wenn ein einziger Sound, ein gewisses Etwas aus einem wie immer gearteten Klanggebilde voll reinhaut, will ich nur eins: mich in seinem Kern, lauschend, still und ergriffen, gern auch in wildem Tanz, auflösen. Nun fragte ich Susanne hinterher und sang ihr zwei Stellen vor, aber ihr fiel dazu wenig ein, und auf der Kassette stand ohnehin nur „Platters“. Daheim googelte ich mich zu den Hits der Platters, aber mein Song klang anders, voller, satter. Fast wie zwei Powerlieder in einem. Mittlerweile verzettelte ich mich zunehmend, etwa, als ich einmal unsern Gästen in der Abendsonne Fragmente des Songs vorzusingen versuchte – und war das nicht eher was von den Temptations, irgendwas mit „Follow me“ – vielleicht auch Diana Ross & The Supremes, oder doch männlicher Leadgesang?! Die verkrampfte Erinnerungssuche floppte vollends, und ich muss warten, bis mich in irgendeiner der kommenden Wirbelsäulengymnastikstunden dieses Lied einmal mehr kalt erwischt, am besten in einem der seltenen Momente, in denen ich durch den Raum fliege. Es wäre eine fabelhafte Bruchlandung!
Sehenswert

Der Film beginnt mit einem Zitat von Gabriel García Márquez – „Jeder Mensch hat drei Leben: das öffentliche, das private und das geheime“ -, aber sie ist offen. „Ich bin nicht sehr gut in persönlichen Beziehungen“, sagt Baez, “ich bin großartig in Beziehungen von eins zu zweitausend, wissen Sie?“Je nach Alter und Woody Guthrie-Quotient kennen wir uns mehr oder weniger aus im Leben von Joan Baez. Mit ist sie anfangs mächtig aif die Nerven gegamgen, als wir Junghippies überall dem Refrain „The night they drove old Dixie down“ begegneten, und ich moche ihren hehren Glockengesang in diesem Oldie gar nicht. Aber vieles änderte sich (auch die Wahrmehmung ihrer Stimme), als ich mitbekam, was für ein politisch hellwacher Aktivposten Joan Baeu in den Sechziger und Siebziger Jahren war, und später auch noch. Eine schillernde Figur – hinreissend schön und klug, Kopf und Herz, was wollt ihr mehr? Ihre Beziehung zu Bob Dylan – komplitziert (bei mir blitzen ein paar Bilder auf aus der Doku über Dylans „Rolling Thunder Tour“. Die Doku lässt keine Mauern einstürzen und rauscht, wie es Lebensgeschichten nun einmal tun, durch die „Memory Lane“. Es ist nicht zuletzt Joan Baez’ oft entwaffnende Ehrlichkeit, die „I Am Noise“ zu einer rundum gelungenen Veranstaltung macht.
Die Jazzalben des Jahres

- Wayne Shorter: Celebration, Vol. 1 (3) / Sidsel Endesen: Punkt Live Remixes, Vol. 2 (8) / Eric Chenaux Trio: Delights Of My Life (2) / Søren Skov Orbit: Adrift (4) / Shabaka: Perceive Its Beauty, Acknowledge Its Grace (1) / Patricia Brennan: Breaking Stretch (5) / Kit Downes / Bill Frisell / Andrew Cyrille (9) / Fred Hersch: Silent. Listening (6) / Trygve Seim / Frode Haltli: Our Time (7) / Charles Lloyd: The Sky Will Be There Tomorrow (10)
Am Ende des Jahres tauchen sie auf, die Jazzalben des Jahres. Nie die reine Wahrheit, vielmehr Vergegenwärtigumg des Besonderen. Manches ist mehrheitsfähig, manches nicht, egal. Ob manches davon überhaupt noch zur guten alten Tante Jazz gezählt werden kann, ist auch so eine Frage. It ain’t mean a thing, if it hasn’t got that swing. Das ist für Nostalgiker.
Meine momentane Rangfolge in Klammern😉
Aus dem obigen Pool einer verwandlungsfreudigeb Spätsommerlese werde ich meine drei Jazzalben des Jahres auswählen, manches mit Wimpernschlag umd Fotofinish, für den Jahresrückblick mit zwei Kollegen im Deutschlandfunk.
Eine, zwei, oder drei vergisst oder übersieht man sowieso, nichts ist endgültig, und wer weiss, welchen Zauber der Herbst noch bereithält. Zum Beispiel diese Platte von Robert Wyatt und Harry Beckett, die Virgin Records 1978 nicht herausbringen wollte: „Trumpets and Songs“. Sieben bislang nie erschienene Lieder von Robert, Harrys Trompete, ein wenig Perkussion, und eine billige Yamaha-Orgel von einem italienischen Flohmarkt. Und jetzt alles im Gatefold-Cover. Hammer! Ein Fundstück vom Dachboden? Leider, sorry, guys, nur eine Träumerei.
Fragen Sie mal Julio Cortazar. Oder den Radiohoerer. Es ist ja noch nicht Nikolaus. Und dann gibt es noch die richtigen „archival discoveries“ und „reissues“ (Alice Coltrane, Byard Lancaster, Jan Garbarek a.o.), weil die Zeit zeitlos ist und wiederkehrt und überhaupt. Ein weites Feld.
Man kann natürlich immer John Cage spielen, aber an den eigenen Vorlieben führt bei Endjahreslisten kein Weg vorbei. Good night, good jazz, good luck!
Von grossen dunklen Abenteuern (weitere Inselgeschichten)

Never set up in hesitation and procrastination, test every little melody, every tiny image, for its suitability for a new horizon. Trust the first sight and sound and get started! Niemals im Zagen und Zaudern einrichten, und jede Melodie, jedes Bild, ratzfatz auf seine Eintrittshaftigkeit für einen neuen Horizont prüfen. Dem ersten Blick und Klang vertrauen, loslegen! Als ich sechs Wochen eingepfercht war bei den Nonnen von Norderney, in den Zeiten, als der Twist unser Kinderlieblingstanz war, gab mir nicht zuletzt das berühmte Lied von Freddy Quinn Kraft, das ich gerne im Dunkeln schmetterte. Noch viel liebreizender war es (da ist dieses altmodische Wort durchaus angemessen), mit Fritz Wunderlich (oder besser noch ohne ihn) „Ich bin nur ein armer Wandergesell“ anzustimmen. Als kleiner und rasch grösser werdender Junge wurden die ostfriesischen Inseln mein Sommerterrain, allen voran Langeoog und Borkum, und nie mehr Scheissnorderney. Ein besonderes Vergnügen war es, morgens, noch vor dem Frühstück, zweimal in der Woche, zu den beiden Inselbahnhöfen, zu gehen, um auf grossen Plakaten die nächsten neuen Filme angekündigt zu sehen, gerne Western, Abenteuerfilme, ein früher James Bond, grosse Liebesdramen. Eine Wucht ging von diesen Plakaten aus, wie von dem verlassenen Schiffswrack im Ostland, oder den Lichtstrahlen der Leuchttürme bei Nacht. (Später, zwischen 1972 und 1975, trat das Kinoprogramm auf den Inseln etwas in den Hintergrund, und wurde von Michael Nauras „magischen“ Jazzsendungen im NDR abgelöst. Meine Transistorradioinselmusik!) Dieses Bild wirkt wie aus einem Traum oder einer Verheissung (ein ferner Verwandter von David Sylvians „Manafon“-Cover), und erinnert mich an den Zauber der Inselbahnhofsplakate, die natürlich oft deftiger im „Pinselstrich“ waren. Dass Ryusuke Hamaguchis Film aussergewöhnliche Stimmungen bereithält, lässt schon dieses Plakat ahnen. Die Musik von Eiko Ishibashi tut das ihrige dazu. (Seit kurzem ist der Film auf „prime“ zu sehen, und als Blu-ray wie Dvd erhältlich.) Später, in Studentenzeiten, hatte ich eine Zeitlang Wim Wenders‘ Plakat von „Im Laufe der Zeit“ an der Wand hängen, ich hatte es irgendwann aus dem City Kino mitgehen lassen, so wie Wim in jungen Jahren gerne Schallplatten in seinem riesigen Trenchcoat klaute – kleine Sünden belohnt der liebe Gott sofort. (m.e.)Last Desert Island Collection (6) – Showtime mit Matthias Cordes
Moin Michael, mein alter Freund (und „Kumpel“) Michael S. leitete kürzlich eine Mail von Dir weiter. Glauben kann ich das alles noch gar nicht so richtig, denn ich verfolge Deine Radiosendungen seit ca. 1996. Kürzlich fand ich (in meinem Kassetten-Archiv) wohl eines der ersten Tapes der Klanghorizonte, aufgenommen am 30.03.1997 (u.a. mit The Köner Experiment, Terje Rypdal). Ich hab jahrelang so manche Freitag-Nacht am Radio verbracht und besitze heute noch jede Menge Tapes mit den Klanghorizonten. —- Gar nicht so einfach, anhand eines Fotos 10 Platten auszuwählen. Zugegeben, „Hierro“ und die kleine Finca am Meer scheinen wirklich ein Sehnsuchtsort zu sein. Die Auswahl fiel mir sehr schwer, aber Eno, Budd, Schütze, Bang oder Henriksen sind dann doch eher für andere Inseln… Liebe Grüsse aus Bremen!
Meine 10 Platten für El Hierro:
Hector Zazou- Chansons des Mers
Les Baxter – Jewels of the Sea
David Sylvian- Alchemy: An Index Of Possibilities
Brendan Perry – The Ark
Allan Taylor – Win Or Lose
Joni Mitchell – Hejira
The Paper Kites – Roses
Eberhard Weber – The Following Morning
Jon Hassell – Last Night The Moon Came Dropping…
The Blue Nile – Hats
(Matthias Cordes‘ Kiste)
Today is the last day for sending your island 10 list to Flowworker‘s HQ. What we have seen and HEARD over the days, is a fantastic collection of very personal favourites, recurring classics and albums that came to mind while watching the little finca on El Hierro, like an last oupost of civilization. Thank you so much, Lajla, for making that snapshot that set it all in motion! We all will be mysterious travellers next year, on our trip to a Canarian island: meeting friends and other strangers with the common bond that music can be. (A personal note here: i replaced, on my list, the beloved „Interstellar Space“ by Coltrane / Ali with, what I would call my absolute ECM „burner album“ (from my 150 ECM burner albums), Keith Jarrett‘s The Survivors Suite.)Even Ildefonso Aguilar, founder of Lanzarote’s Festival Musica Visual, witnessed our lists (circulating there in Spanish translations with the „mini-essays“ in company) and invited me to come back soon to Jameos Del Agua and the other cave near Haria. He wants me to make two hours of „Klanghorizonte radio“ on the same little stage (Jameos de los verdes) on which years and years ago, David Darling played solo cello, and Eberhard Weber played solo bass. The tiny place is not that exclusive, no holy ground – thousands of tourists walk there week by week, all those chairs piled and covered with dust.
I will only play music from these island collections, recurring classics like „The Plateaux Of Mirror“ „On Land“, and „Veedon Fleece“, and some of those very personal favourites. It will not be a solo radio performance though, like the ones I did at the Punktfestival two times. I will probably share the stage with film director Wes Anderson and speak about „the creation of strangeness“. To keep it all in sharp focus, only two of his movies will be talked about (apart from the theme of desert island records), the one with the dogs (my favourite, Isle of Dogs), and „Asteroid City“. It‘s still all in the planning. (michael e.)
Desert Island Collection
10 Songs Close for Comfort
- Glenn Gould: Brahms Intermezzi no.4.
- Caetano Veloso / Gal Costa: Domingo
- Holger Czukay: Boat Woman Song
- Brian Eno: On Land
- Guy Lombardo: Enjoy Yourself (Its Later Than You Think)
- Talking Heads: Nothing but Flowers
- Jack Jones: The Christmas Album
- Toru Takemitsu: In An Autumn Garden
- Martin Denny: Forbidden Island
- Music of Arabia: Dramatic Representation of Tribal Quarrel (unspecified)
Stranded on a desert island, I would love to have with me a set of songs that would either remind me of my previous home or something that could make me laugh of the absurdity of the situation. The Guy Lombardo track would sit well with hunger or the point of insanity. The same goes for David Byrne´s glorious lyrics to Nothing but Flowers. «Dont leave me stranded here / I can’t get used to this llifestile». The Jack Jones Christmas album would remind me of both my childhood and our house, but maybe more of my own family as our favorite album of the season. I once performed the Takemitsu piece with a famous Gagaku Orchestra in Tokyo´s Metropolitan Theatre. I would bring that to remind me of my friend Dai Fujikura. Oh, and the unspecified track of a tribal quarrel – likely to have been staged for recording purposes – but would be useful to scare away unwanted company or predators. I would bring the Glenn Gould and the Veloso/Costa recordings, just because of its sheer beauty. (Jan Bang)
Desert Island Collection (5) – a solo for Paul Newland (aka Clevlode)
10 albums! Not easy!
Here you go:
1. Hissing of Summer Lawns – Joni Mitchell
2. Bitches Brew – Miles Davis
3. Spirit of Eden – Talk Talk
4. The Black Saint and the Sinner Lady – Charles Mingus
5. Revolver – The Beatles
6. On the Beach – Neil Young
7. A Love Supreme – John Coltrane
8. Scott 3 – Scott Walker
9. Veedon Fleece – Van Morrison
10. Blood on the Tracks – Bob Dylan
„I’ve been collecting vinyl again over the last few years. Spending too much money!!! But there are so many gorgeous pressings of jazz albums being released. I can’t resist them. The albums I buy I tend to play over and over again on my inherited 1970s hi-fi. It’s like a fine dining experience. I like to really listen to music, to really savour it and digest it, I like to make it an almost ceremonial banquet-like experience!“ (from „The Forests Of Your Mind“ – an interview with Paul Newland (Celvelode) on his new album „Muntjac“ – see TALK column)
Desert Island Collection (4) – Toni N., Andreas O., Olaf (Ost), und Burnt F.
…. habe mir auf einer Radtour am Deich den Wind um die Nase wehen lassen um den Kopf frei zu bekommen. Hier jetzt meine spontane Auswahl:
Klaus Schulze (Cyborg)
Jan Gabarek (Visible World)
Pat Metheny (Bright Size Life)
Joshua Redman (Wish)
Lee Konitz (Alone Together)
L.v.Beethoven (Violinkonzert op 61)
Kronos Quartet (Uniko)
Dave Pike Set (Album)
Michel Godard (A Serpent’s Dream)
René Aubry (Play Time)Toni Nees Kiste (Ostfriesland)
Lieber Toni, seit Langeoog kenne ich wieder das Gefühl, sich auf dem Deich den Wind um die Nase wehen zu lassen. Nun wird auch deine Sammlung an Inselplatten bald verpackt. Ich darf ja, als Organisator, mitmachen, wenn wir alle uns auf El Hierro oder Lanzarote treffen. Mittlerweile habe ich eine Sammlung aller kleinen Fincas auf diesen zwei Inseln, die in wilder Nähe zur tosenden Brandung gebaut wurden. So dass jeder von uns seine entlegene Unterlunft findet. Zwischendurch werden wir uns alle in kleinerer Besetzunh begegnen und Stories erzählen. Heute morgen suchte ich, dank deiner Anregung, nach meiner Platte vom Dave Pike Set, eine MPS-Produktion. Damals, 1971, klebte ich mir mein Dortmunder Domicil-Ticket auf den Rand des Covers, und so wurde der Tag meines ersten grossen Jazzkonzerts unvergesslich. Erstmals spielte Eberhard Weber an der Seite von Volker Kriegel, der ganz verblüfft von der Spielkunst des Bassisten, der uns nicht viel später mit „The Colours of Chloe“ verzaubern sollte. Wie Pat Metheny, war ich auch aber regelrecht vernarrt in „The Following Morning“. Und in „Yellow Fields“. Und in „Chorus“. Peace, Michael!

Keine Ahnung. In solch einer Geräuschkulisse würde ich am liebsten dieser lauschen.
Alice Coltrane (The ecstatic music)
Judith Pintar (alle drei Alben)
David Sylvian (Blemish)
Anthony Phillipps (Private Parts and pieces 3+6)
Klaus Wiese: Maquam (kürzlich erst entdeckt)
Nine Horses (Snow Borne Sorrow)
Hiroshi Yoshimura (Green)
Ndagga + schönen Dubtechno
rt60fields (Transient)
Klaus Schulze (En=Trance)Immer mit dem sound of nature im Hintergrund…
herzlich grüßend
Olaf (Ost)
The moon and the melodies – Harold Budd / Cocteau Twins
The Plateaux of Mirror – Harold Budd / Brian Eno
On Land – Brian Eno
Power, Corruption and Lies – New Order
Wave – Antonio Carlos Jobim
Unknown pleasures – Joy Division
Prokofiev, The 5 Piano Concertos – Vladimir Ashkenazy + LSO
J.S. Bach, Complete lute music – John Williams
Earthling – David Bowie
A Victim Of Stars 1982-2012 – David Sylvian(Andreas Oderskys Kiste, Ostrhauderfehn)

Lieber Michael, meinst Du nicht, dass eine Atombunker–Auswahl angemessener wäre ?Seelennahrung pur neben Holocaust. Da fielen mir sogar recht viele Platten ein, die ich im Brand liegen lassen würde. Was die Insel-Variante betrifft, würde ich Platten vorziehen, die ich noch NICHT kenne, gegenüber denen, die ich schon schätze. So gesehen, muss ich passen; ich würde aber sehr gerne Deine Auswahl für mich mitnehmen. Vermutlich hast Du einen besseren Überblick über Hörenswertes als ich ihn habe. Und nichts geht über den Sound der Brandung, bis man ganz dicht im Kopf ist. Mit besten Grüssen, Bernd
(Burnt Friedman, Portugal)
No, No, everybody is a curator of his own island record collection. No „experts“ needed.. (m.e.)
Protestnote
„Dass sich die Verantwortlichen des BVB und all seine Gremien dazu bereiterklärt haben, die Strahlkraft von Borussia Dortmund dafür einzusetzen, das öffentliche Ansehen eines Rüstungskonzerns zu verbessern und dabei die eigenen Werte über Bord zu werfen, lehnen wir entschieden ab“, heißt es in einer Stellungnahme der Initiatoren: „Wir werden den Verantwortlichen nicht den Gefallen tun und die Sache – wie durch den Zeitpunkt der Veröffentlichung womöglich erhofft – auf sich beruhen lassen.“
Ich unterstütze die Protestaktionen des Fanbündnisses Südtribüne! Genauso verwerflich wie der ehemalige Deal von Bayern München mit den Kataris, ist es, diesen Rüstungshersteller als Sponsor öffentlichkeitswirksam aufzuwerten! Ein No-Go! Die Geschichte von Rheinmetall ist eine Geschichte skrupelloser Geschäftemacherei mit dem Tod. Durch nichts zu rechtfertigen! Waffen werden genauso an die Kriegsverbrecher der aktuellen israelischen Regierung geliefert, die nicht minder niederträchtig agiert wie die Hamas im Oktober 2023. Dass hierzulande israelkritische Äusserungen, die, by the way, zum mainstream der UNO und der europäischen Gerichtshofes in Den Haag gehören, stets als antisemitisch ausgelegt werden, ist Teil eines falschen Narrativs, das stets mit der historischen Schuld der Nazis argumentiert, und diese Faktum instrumentalisiert, um kritische Stimmen zu diskriminieren, und weiter im Gaza-Streifen Tausende und Tausende Unschuldiger zu töten. Das Argument zur Rechtfertigung des Rheinmetall-Deals, die „wehrhafte Demokratie“, weist sich als pure Heuchelei aus!