INSULARIA 26
INSULARIA 26 ist ein internationales Filmfest, das Werke zeigt, die auf den weltweiten Inseln gedreht wurden.
Gestern startete das jährliche Filmfestival, das in diesem Jahr zu meiner Freude GRÖNLAND zum Schwerpunkt hat. Zunächst liefen sechs Kurzfilme, von denen ich zwei detaillierter beschreiben werde.
I am a rock
I am an island
BIVALVA wurde 2022 auf der chilenischen Vulkaninsel Calbuco gedreht. Regie führte Gabriel Montiel. La historia se escribe de noche wurde 2024 auf Kuba gedreht. Regie führte Alejandro Alonso. Bondy Boy wurde 2025 in Australien gedreht. Regie führte Rhavin Banda. PA wurde 2025 auf Menorca gedreht. Regie führte Maria Besora.
Diese vier Kurzfilme haben sozialkritische Themen zum Inhalt: eine Fabrikarbeiterin wird von ihrem Chef vergewaltigt, eine Mutter erzählt über ihre schlimmen Visionen, ein indischstämmiger Schüler leidet unter rassistischen Vorwürfen seiner Mitschüler, eine Bäckerin will Sängerin werden.
And a rock feels no pain
And an island never cries

YOU LAND wurde 2023 in Schottland gedreht. Regie führte Debora Maité.
Diese tragikomische Parabel zeigt eine junge Bäuerin, die sich um ihre alte depressive Mutter kümmert.Ich halte diesen Film für aktuell und wichtig. Er zeigt, wie sich Medien gegenüber Menschen verhalten. Die alte Mutter liegt einsam vor dem Fernseher und spricht mit ihm. Die Tochter zieht sich in ihr Handy zurück und glaubt durch die digitale Welt lebendig zu sein. Wenn es zum persönlichen Gegenüber kommt, lachen die Frauen zusammen, streicheln sich und suchen die Nähe im gemeinsamen Bett. Der Film tröstet insofern, weil er zeigt, dass weder das altmodische Fernsehen noch das moderne Internet das Lachen oder das Berühren der Haut ersetzen können.
DODO wurde 2025 auf Réunion gedreht. Regie führte Lorris Coulon.
Ich fand diesen Kurzfilm lustig und wichtig. A must see at schools. Zwei ökobewusste Schüler stellen in ihrer Schulabschlussarbeit in einem Kurzfilm das Verschwinden von dem Vogel DODO vor. Ihre chaotische Suche führt sie tief in eine Vulkanlandschaft, wo sie tatsächlich ein grosses Dodoei finden. Sie wollen den ausgestorbenen Vogel zu neuem Leben erwecken.

Anmerkung: Der Dodo war ein Vogel, der nicht fliegen konnte. Seefahrer fingen sie, um sie als Nahrung mit auf ihren Schiffen zu halten. Zu ihrer Ausrottung führte aber auch — nein, nicht der Klimawandel — wir befinden uns am des Ende 17.Jhdts. , sondern der Mensch! Die von den Seefahrern mitgebrachten Haustiere, Schweine, Hunde, Katzen… frassen die auf dem Boden liegenden Eier und die Jungtiere. Das führte zur Ausrottung dieser besonderen Vögel.
Die beiden Filme über Grönland werden kommendes Wochenende gezeigt. Ich berichte..
(Lajla Nizinski)
3 Kommentare
flowworker
Debora Maité, is an Italian-born, Scotland-based writer and filmmaker, drawn to character-driven storytelling that amplifies voices often pushed to the margins. Her practice centres on care, interrogating the tension between personal fulfilment and collective consciousness; between becoming oneself and belonging to others.
Michael Engelbrecht
„Der Ozean so wild und weit“ von Malachy Tallack ist für Kreta eingepackt.
Lajla
Danke für die Ergänzung.
Save journey..Etwas ungemütlich gerade auf Kreta.