5 Kommentare

  • Michael Engelbrecht

    Ist der first take der best take?

    Eine alte Frage.

    Die Homepage von ECM hat gerade meine Erstfassung der Besprechung von „Ritornare“ gepostet. Interessant, denn dies war eine pure Improvisation, ein first take, und Wochen später habe ich den Text noch einmal für unsere „monthly revelations“ bearbeitet, gekürzt, verdichtet. Etwas „gesitteter“😉… Ich habe jetzt das Gefühl, einer Rohfassung zu begegnen. Aber das hat was. Mhmm, ich dachte, als ich die neue Fassung machte, bei den aufgeführten Farben der alten würde sich mancher fragen, was ich in den Kakao getan habe.

    Zweitfassung HIER!

  • Michael Engelbrecht

    Auxh dort zu finden, und gar nicht so schwer zu verstehen, wenn man das kleine oder grosse Latinum hat:

    Un clarinetto basso tra Trovesi e Surman apre ‘Albatros’, congedo di questo gioiellino d’album, dove gli armonici d’ancia paiono suppliche represse in gola, gli arpeggi battiti d’ali verso orizzonti remoti e l’alitare del mantice riflessi d’occhi ormai esausti. Tutto per dare volto umano alla bellezza. Qualche tempo fa sul web mi sono imbattuto in questa frase: ‘Nostalgia non è rimpianto: è un legame silenzioso con ciò che ci ha attraversati davvero’. Ecco, questa è un’opera che attraversa. Viaggi, storie, ritorni.

    Ernesto D’Angelo, Buscadero

  • Michael Engelbrecht

    Bittesehr mit deepl auf Schweizerisch (Deutsch) übersetzt:

    Eine Bassklarinette zwischen Trovesi und Surman eröffnet «Albatros», den Abschied dieses kleinen Juwels von einem Album, auf dem die Obertöne des Blattes wie im Hals erstickte Flehen klingen, die Arpeggien wie Flügelschläge in Richtung ferner Horizonte und das Hauchen des Blasebalgs wie die Reflexe mittlerweile erschöpfter Augen. All dies, um der Schönheit ein menschliches Gesicht zu geben. Vor einiger Zeit bin ich im Internet auf diesen Satz gestossen: «Nostalgie ist kein Bedauern: Sie ist eine stille Verbindung zu dem, was uns wirklich durchdrungen hat.» Genau, dies ist ein Werk, das durchdringt. Reisen, Geschichten, Heimkehren.

  • Marzellus Weinmann

    Lieber Michael,

    wieder einmal treffend geschrieben. Danke.

    Für mich gehört diese Aufnahme unbedingt auf meine Nikolaus-Liste.

    Das Album besticht durch seine Kompositionen, die Aufnahme „atmet“ und bei jedem Hören offenbaren sich neue Details.

    Wunderbar!

  • Michael Engelbrecht

    @ Marzellus: da erscheint auch noch ein Album von Dominic Miller bei ECM, und vor Nikolaus,, das auch deine Tasse Tee sein könnte und einen ähnlichen Ansatz von „deep easy listening“ verfolgt (wiederum mit Bandoneon).

    Ich schrieb gerade eine Mail an Graeme Thomson, und bat ihn, eine von mir ausgewählte kurze Passage aus meinen Musikbuch des Jahres vorzulesen, IN ANOTHER WORLD. THE FOUR SEASONS OF TALK TALK.

    Eine Passage, in der eben dieser Dominic Miller auftaucht, ein Gitarrist, der mit Mark Hollis gut befreundet war in seinen letzten zwanzig Jahren auf diesem Planeten, und eine Rolle spielt auf seinem Soloalbum.

    Diana von Dominic M erscheint am 20. August als LP und CD. Gitarre, Bandoneon, Bass, und der Schlagzeuger ist Ziv Ravitz.

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