Andy Beta on „Close“
22. Juli 2026
There’s a subtlety and nuance to all of Tibbetts’ work that I find hard to pin down or name. And over the past few years, he’s moving at his leisure: in the 21st century, he’s released albums in 6-8 year spans. Even after dozens of listens to his latest, 2025’s Close, it felt like spilled mercury. The more I tried to grab a hold, the more it moved through my grasp. It feels like it will continue to yield new aspects of his sound over the next few years until the next glimpse of his sound comes into earshot.
3 Kommentare
flowworker
Thank to Olaf for sending…
Andy Beta’s conversation with Steve Tibbetts will be part of our August Revelations!
Lorenz
„close“ hatte ich auf meiner Nikolausliste auf Platz 4. Damals hatte ich nur den stream gehört. Die CD habe ich später gekauft (online hören ist für mich einfach nicht dasselbe)
und dieses Album habe ich dieses Jahr bis jetzt am öftesten gehört. Gerade durch das fehlen(?) offensichtlicher Strukturen entdecke ich jedesmal wieder Neues. Und ich finde
die 2-3 Klangebenen der Instrumente ganz toll. Die Gitarren im Vordergrund, dann die
verhallten und teilweise vielleicht mit Gate nachbearbeiten Gitarrensounds und die Percussion und Drumebene. Jetzt wäre sie wahrscheinlich auf Platz 1 gerutscht.
flowworker
Ich bin mal über unsere Rückblicke gehuscht, lieber Lorenz, und bei mir ist Steve Tibbetts’s Close auch auf Eins gesprungen (von Zwei) (ein absolut magisches Werk), allerdings auf einer anderen Liste, nämlich der meiner „desert island albums 2020-2025. Kleine Verschiebungen nur, aber so schauts nun aus….ich kann Close immerzu hören, und wenn, dann immer in einem durch ….
Eins) Steve Tibbetts: Close
Zwei) Brian Eno: Foreverandevernomore
Drei) P.J. Harvey: I Inside The Old Year Dying
Vier) Lambchop: Showtunes
Fünf) Beth Gibbons: Lives Outgrown
Sechs) Floating Points w Pharoah Sanders: Promises
Sieben) Brian Eno & Beatie Wolfe: Liminal
Acht) Fire! Orchestra: Echoes
Zu Showtunes: Ein Wunderwerk ist das Album „Showtunes“, und wenn ich die gute halbe Stunde höre, etwa auf weissem Vinyl mit 45 Umdrehungen pro Minute, gibt es keinen überflüssigen Moment – all diese Samples, akustischen Vignetten, dunklen Winkel, Midi-Verwandlungen, Murmelmelodien etc. fesseln und entfesseln ohne Ende. Von den lyrics und dem Hund auf dem Cover ganz zu schweigen. Verwegen, wie Kurt Wagner Motive des Erhabenen (Oper, Broadway, Sinatra) in eine erfüllte Leere laufen lässt. „Maybe I’ll break into the movies / Become a star upon the screen / And blow a kiss to a song.“ Flüchtig gehört, könnte „Showtunes“ arg fragmentiert wirken (ein wildes Puzzle verlorener Momente aus verlorener Zeit), dabei ist es formvollendet. Man stelle es ins Plattentegal neben „Mark Hollis“, „Trio Tapestry“ (das erste Album), „The Marble Index“, „Open, to Love“, „I Trawl The Megahertz“, „Paris 1919“, „You Want It Darker“, und Jacques Brels letztem Studioalbum, das mit den Wolken und dem blauen Himmel. In genau diesen Regionen bewegt es sich, und bleibt doch ganz bei sich. „It‘s so hard / the air has second thoughts.“
P.S. Das sieht, mit solchen Listen nach Spielräumen aus, aber es sind Soielräume im besten Sinne. Vergegenwärtigungen.
CLOSE berührt etwas in mir,
das unheimlich tief geht,
und kaum in Sprache umzusetzen ist.
Das gilt, auf ähnliche Weise,
natürlich auch für die sieben anderen Alben.
Spirituelle Musik für Agnostiker, sage ich manchmal… 😉
Ich bin sehr froh, dass die Radiosendung mit Steve dauerhaft verfügbar ist.