Filmgeschichte live im Filmmuseum Wien


ROBERT ALDRICH

Rebell in Hollywood


Robert Aldrich (1918–83) zählt zu den großen Filmemachern Hollywoods. Doch im Gegensatz zu Zeitgenossen wie Sam Fuller oder Nicholas Ray wurde er nie kanonisiert, und sein Name ist bis heute weniger geläufig als jener von Stanley Kubrick, obwohl einige seiner Filme Weltruhm erlangten. Vielleicht ist das nur folgerichtig: Aldrichs rebellischer Geist sperrte sich gegen einfache Klassifizierungen und fordert bis heute neue Entdeckungen heraus. Seine kämpferische Persönlichkeit prägte auch sein kompromissloses Werk. Obwohl er populäre Filme für ein Massenpublikum schuf, blieb seine Botschaft stets subversiv. Sein großes Thema war das Leben als ständiger Kampf in einer feindlichen Welt. Kaum ein Regisseur seiner Generation stellte den Status quo so konsequent infrage. Hinter den Formeln Hollywoods verbarg Aldrich eine radikale Kritik und blieb sich dabei stets treu – auch auf die Gefahr hin, Publikum und Bewunderer vor den Kopf zu stoßen.

Zur Retrospektive ist die erste deutschsprachige Monographie über ihn erschienen, eine Wahnsinnstat!

Robert Aldrich gehört seit Jahrzehnten zu meinen Helden des Genrekinos. Neben Don Siegel.

Meine drei liebsten Filme von ihm sind:

Kiss Me Deadly (1955)
The Dirty Dozen (1967)
Ulzana‘s Raid (1972)

Film Noir, Kriegsfilm, Western. Jenseits von gut und böse. Absolut modern.

Ein Kommentar

  • flowworker

    Ich habe einen Lieblingsfilm von RA, und wundere mich, dass ich den Text dazu auf Mana nicht finde. Vielleicht weil ich mich darin nur auf die unglaubliche Verführungsszene bezog.

    The Killing Of Sister George (1968 oder so)

    m.e.

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