Eine andere Stunde der wahren Empfindung
Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal eine solche Verbindung zu einem Album hatte wie zu „Punching the Clown“ von Lambchop – wann ein Album das letzte Mal fast augenblicklich, schon nach drei oder vier Durchläufen, von einem Objekt der Neugier zu etwas geworden ist, das eher einer rituellen Reinigung gleicht, und dann tagelang diese geheiligte Atmosphäre bewahrt hat, die ein tiefes und unbenennbares Bedürfnis stillt.
Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal immer wieder zu einer Platte zurückgekehrt bin wie zu dieser, als wäre ich auf der Suche nach Antworten. Und vielleicht habe ich sie nicht einmal wirklich gefunden, sondern etwas anderes – so etwas wie die Gewissheit von Gemeinschaft, das Versprechen einer Offenbarung, eine neue Art, die wesentlichen Fragen zu stellen. (In dieser Hinsicht ähnelt „Punching the Clown“ sehr den besten Werken von Bill Callahan.)
Philip Sherbourne
(“Punching The Clown“ ist nicht nur eines der seltsamsten und wunderlich-wundervollsten Alben des Jahres, es treibt auch einige Musikjournalisten dazu, herausragende Texte zu schreiben. Dies hier ist der Auftakt eines langen Textes von Philip Sherburne.)
John Alan Urquhart (popmatters)
Sam Sodomsky (pitchfork)
Christopher Raley (glidemagazine)
Alex Petridis (the guardian)
Sharon O‘Connell (uncut)
Philip Sherburne (futurism restated)