Verweilen am Sterbebett
Geschwächt
Dann wurde er krank…
Die Dinge waren seltsam geworden.
Die körnigen, unterwasserartigen
singenden Töne in seinem Kopf.
Er lag auf seinem Feldbett
und beobachtete die kargen
Risse, die sich an der Decke bildeten.
Alte Lumpen boten in letzter Zeit
keinen Trost mehr
oh,
die schwächeren Seelen
die schwächeren Seelen
die schwächeren Seelen
ich bin bereit
Dann wurde er krank…
Er sah aus wie ein Buddha in einer Decke,
seine Augen richteten sich zum Fenster,
als würde er aus einem Traum erwachen.
Die Seufzer, die zu hören waren,
einer langen, fiebrigen Welt –
wie fühlt es sich an?
Ich fühle nichts.
Oh,
unsere schwächeren Seelen,
die schwächeren Seelen,
sie werden gehen,
die schwächeren Seelen,
oh,
die schwächeren Seelen,
ich glaube daran – die schwächeren Seelen,
die schwächeren Seelen.
Ich fuhr ein-, zweimal in dieser Hitze, auf der langen Strecke nach Dortmund, auf einen Parkplatz an der Autobahn, öffnete die Tür und liess mich von der Wucht einfangen – für ein paar Minuten ein spannender Kontrast zur vollklimatisierten Kühle meines Toyota. Wie der Eintritt in eine andere Welt – in eine Saunahitzekammer beispielsweise. Einmal hatte ich einen Zuhörer, der sich rasch verkrümelte mit seinem Cheeseburger.
Bevor es wieder unerträglich wird, sind ein, zwei Lambchop-Songs draussen in der Welt, die aus einer Bank, einem Metalltisch und dem Blick auf Wald und Wiese besteht. Nicht die Art von Songs, die „stylishe“ Diskurse in der Popkultur anregen. Kurz Wagners „lyrics“ nehmen stets eine Randperspektive ein, proben den anderen Blick auf unsere Leben, zwischen Träumerei, Verwunderung, Staunen und Schrecken. Hier zwei Songs, die man bereits hören kann aus den „in between-zones“ des neuen Lambchop-Albums.
“Weakened“