„Five Lifers“

Langspielplatten haben, anders als Cds, das ideale Format, mit der Gefühlsladung der Musik assoziiert zu werden. Umso mehr, je reizvoller sie per se sind, oder als Äquivalent der Klänge herhalten können. Wundervoll der magische Realismus von Mati Klarwein auf Jon Hassells „Dream Theory in Malay“ (wir lieben ja auch seine Cover für Miles Davis und Santana), oder die Farb- und Schattenspiele auf Michael Brooks „Hybrid“; von den beiden ECM-Covern ganz zu schweigen – anders als „Madar“ wartet Steve Kuhns Solopianoalbum „Ecstasy“ noch auf seine Wiederveröffentlichung. Jedes Album „five stars“!

„In Sizilien gibt es viele Osterprozessionen. Zu diesem Anlass fertigt man Gebäck an, welches das Lamm Gottes darstellen soll. Der Fotograf hat dieses Bild gemacht, weil die Augen auf diesem Teilchen so vollkommen jenseitig wirken, als stammte das Geschöpf von einem anderen Planeten. Der Glitzerschmuck auf der Stirn erschien mir  wie ein Symbol für das Strömen von Ideen.“ (Mark Hollis, Hamburg, 1997)

Ein Kommentar

  • Thoma

    Mit der Auswahl kommst Du ins Endspiel 😅
    Ich habe letztens zwei uralte Audiocassetten mit DLF und NDR Beiträgen zu Steve Kuhn gefunden. Können ja nur von Dir sein, diese Porträts. Leider ist mir mein Abspielgerät abhanden gekommen 🤷‍♂️

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