ECM 2844 – Meditation und Tanz
Wer einmal in dieser Musik angekommen ist, spürt wahrscheinlich, wie perfekt das Cover gewählt ist! Ich hatte über Wochen dermassen intensiv Steve Tibbetts‘ ECM-Alben für das Radioportrait gehört, dass kaum Raum war für anderes.

So blieb meine erste Begegnung mit dem zweiten Soloalbum von Björn Meyer erstmal oberflächlich. Aller Ehren wert, fein, fein, sehr schön. So ratterten die üblichen Reflexe, ein Brimborium von Flüchtigkeiten. Das änderte sich gestern, als ich mich ganz auf dieses Album einliess, eingespielt mit seiner elektrischen Bassgitarre und diversen „treatments“.
Was für eine seltsam gelassene Tiefe! Etwas Dunkles strömt in den Raum, wirft Schatten ins Lichterfüllte. Meditation und Tanz zugleich.
Mir kam zudem ein Sinn in den Sinn, für den Titel „Convergence“. Und noch eine weitere, in die Tiefe des Raums gespielte Hülse, jetzt passgenau: „highly recommended“! Josef Engels beschliesst seine Besprechung in „Rondo“ so: „Convergence“ ist kein Blockbuster mit Explosionen und Muskelspiel, sondern feines Autorenkino mit Tiefenwirkung! P.S.: Die Empfehlung „Play It Loud!“ ist übrigens auch so ein „alter Hut“ der Musikkritik, den ich hier nur zu gerne in den Ring werfe. (m.e.)