Demnächst: Peter Thomas!
Es gibt ein neues Buch von mir anzukündigen, auch wenn es noch ein bisschen dauert:

PETER THOMAS
Auf den Spuren des Sound-Astronauten
Jeder kennt sie – die Klänge von Peter Thomas (1925–2020). Kaum ein Komponist hat die Soundtracks der sechziger und siebziger Jahre in Deutschland so geprägt wie er. Rund 500 Film- und Fernsehmusiken stammen aus seiner Feder. Für die Krimi-Straßenfeger jener Jahre, für „Jerry Cotton“, „Edgar Wallace“, „Winnetou“ oder „Melissa“, ebenso wie für „Derrick“, „Der Kommissar“. Die Sci-Fi-Serie „Raumpatrouille“ wäre ohne seine Musik wohl nicht zum Kult avanciert. Nicht selten übertraf seine Musik die Produktionen selbst, und längst haben Acts wie Pulp, Pizzicato Five, Röyksopp, Die Fantastischen Vier oder DJ Spinna seine futuristischen Sounds als Sample-Quelle entdeckt.
Peter Thomas schrieb den Soundtrack der Wirtschaftswunderjahre: Songs für Esther & Abi Ofarim, Juliette Gréco, Donna Summer, Schlager, Kabarettstücke, Bühnen- und Hörspielmusiken, Musicals.
Jan Reetze beleuchtet bekannte und weniger bekannte Seiten des Filmkomponisten und entfaltet eine außergewöhnliche Karriere. Sein Buch ist eine Zeitreise durch die Welt der Kino- und Fernsehmusik, zugleich zeichnet es ein Panorama der deutschen Nachkriegs-Kabarettszene, der Anfänge der Krautrock-Ära und der Rolle der Musik in Film, Funk und Fernsehen.
Hardcover, ca. 240 Seiten
Verlag Andreas Reiffer, Meine 2027
ISBN 978-3-910335-62-2
Erscheint am 8. März 2027
Vorbestellbar ab sofort hier
7 Kommentare
Michael
Da bin ich gespannt, die Zeit meiner Kindheit hat seine Musik allemal begleitet. Habe mir neulich nicht nur den feinen remasterten und toll aufbereiteten Soundtrack der Raumpatrouille Orion zugelegt auf Vinyl (das Label macht das großartig), sondern auch die blu ray der Serie.
Ich hatte als Teenie keine der sieben Folgen mit Alistar MacLane
(Dietmar Schönherr) und seinem Team (Eva Pflug!!!). Die spätere Gattin von Friederich Dürrenmatt spielte auch mit.
Donna Summer, die Ofarims, okay, aber irgendwie zog es ihn so gar nicht In die Sphären der Rockmusik …. also irgendwie auch ein Outsider in der „Hippie Ära“ ….
Lajla
Gratuliere dir zu deinem neuen Buch Jan. Tolles Cover!
Jan Reetze
Danke, Lajla! — Irgendwie witzig, dass das Buch schon auf allen Portalen vorbestellt werden kann, dabei ist es noch nicht mal gedruckt.
Martina Weber
Von mir auch herzlichen Glückwunsch, Jan! Auf dem Cover zieht die Reflexion des Lichts auf dem Astronautenhelm die Aufmerksamkeit auf sich. Ich finde es auch sehr gelungen. Gab es mehrere Vorschläge fürs Cover und konntest du auswählen?
Die frühen Ankündigungen von Büchern und das Imaginäre. Bei einem meiner Fachbücher hatte ich (ist schon länger her) eine zweite Auflage mit dem Verlag vertraglich vereinbart. Die erste Auflage war sehr umfangreich und die zweite sollte deutlich knapper werden. So richtig konnte ich mich damit nicht anfreunden. Irgendwann stellte ich fest, dass dieses Buch schon als Ankündigung im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek gelistet war. Das fand ich ziemlich stressauslösend, zumal ich noch am Anfang der Bearbeitung war. Letztlich habe ich das Projekt gecancelt, auch weil ich der Meinung war, dass die erste Auflage des Buches wegen des Umfangs qualitativ immer besser sein würde als eine Aktualisierung, die aber eine drastische Kürzung bedeuten würde. Die Ankündigung existiert aber. Ich denke, so etwas kommt öfter vor.
So richtig ins Imaginäre geht der Fall einer Lyrikerin, deren Debüt bei einem Verlag angekündigt war, nie erschienen ist, aber in der Lyrikszene die Meinung verbreitet war, dass es das Buch gibt. Der Verlag zog viel Aufmerksamkeit auf sich, er existierte leider nur wenige Jahre.
Olaf Westfeld
Ja – sieht toll aus – Glückwünsche auch von mir!
Ich habe letztes Jahr einen älteren Titel von Rüdiger Safranski bestellt. Die freundliche Verkäuferin sagte mir, es würde so eine Woche dauern. Ich war erstaunt, als sie dann meinte, es sei ein „book on demand“ was der Fischer Verlag nun für mich erstellen würde und dass so ein Nachdrucken heutzutage auch bei dem Katalog der großen Verlagshäuser recht normal sei.
Martina Weber
Das ist ja erstaunlich, Olaf, das habe ich noch nie gehört. Noch vor zehn Jahren hat man auf Book-on-Demand Verlage etwas hochnäsig heruntergeschaut. Ich denke, es ist eine Konsequenz der komplett unberechenbaren und generell stark sinkenden Verkaufszahlen von Büchern. Bei Büchern aus den USA habe ich manchmal den Eindruck, dass sie handwerklich qualitativ nicht so hochwertig sind. Manchmal merkt man es einem Buch auch nicht an, dass es ein BoD ist. Wobei ein BoD für mich immer noch deutlich besser ist als ein E-Book.
Jan Reetze
Danke — die Reflexion des Lichts auf dem Helm ist ein Werk des Grafikers, und sie ist ihm wirklich gut gelungen. Im Original ist es schwarzweiß, und auf dem Helm stand ein Firmenname. Seltsamerweise weiß niemand genau, wo das Foto herkommt; gerüchteweise soll es bei einer Fotosession bei Viva in den 90ern entstanden sein. Und ja, es gab Alternativen. Zunächst hat der Grafiker drei verschiedene Cover mit jeweils mehreren Variationen vorgelegt. Neben diesem Astrofoto gab es eine, die die Gestaltung der Edgar-Wallace- bzw. der Jerry-Cotton-Filmplakate aufgriff, was gut gelungen war, mir aber zu sehr nach Trash aussah. Eine weitere war eine Montage aus kleinen Fotos aus diversen Filmen mit Thomas-Musik, die allerdings ein Heinz-Erhardt-Bild im Zentrum hatte — den ich ja sehr liebe, der aber so massiv den Blickfang bildete, dass das nicht infrage kam. Und dann gab es noch einen Vorschlag, der Filmstreifen zeigte, aber das hat man nun wirklich schon tausendmal gesehen. So fanden sowohl der Verleger als auch ich das Astro-Foto am besten. Von dem hat der Grafiker dann wieder einige Varianten mit verschiedenen Farben und Schrifttypen gemacht, und uns gefiel die nun vorliegende am besten. — Wobei meine eigene Ansicht ohnehin nicht zu wichtig war, weil ich mir auch schon bei früheren Büchern angewöhnt habe, die Gestaltung den Profis zu überlassen und mich nicht in die Beurteilung zu drängen. (Das ist eine alte Pet-Shop-Boys-Erfahrung: Die wissen immer sehr genau, wen sie als Grafiker, Fotografen, Regisseure etc. anheuern wollen, sagen dann aber nie: „Wir hätten gern das und das, und zwar so und so“, sondern sie überlassen das konsequent denen. Genau deswegen sind die Resultate meist so gut.)
Die Vorbestellungen haben, vermute ich jedenfalls, den Sinn, dass die Nachfrage eine Voraborientierung gibt, wie hoch ungefähr die Startauflage sein sollte. Außerdem erscheint das Buch oder die Platte dann bei Amazon am Starttag bereits mit einer Plazierung, weil ja soundso viele das Buch dann schon gekauft haben. Sieht einfach besser aus. — Abgesehen davon: Wenn der Verlag ein Buch bei der Deutschen Nationalbibliothek meldet, erscheint es automatisch bei allen Goßhändlern (Libri, Zeitfracht usw.) und damit damit wiederum automatisch bei Amazon, Thalia, Hugendubel usw.
Das Book-on-Demand-System machen inzwischen fast alle Verlage. Es ist für sie eine Möglichkeit, weiterhin ihre volle Backlist lieferbar zu halten, ohne die Bücher tatsächlich am Lager haben zu müssen oder eine gedruckte Neuauflage zu starten. Inzwischen sehen die BoD-Bücher auch wirklich so gut aus, dass man das kaum noch bemerkt. Dadurch, dass inzwischen der Metzler-Verlag zu SpringerNature gehört, sind plötzlich auch zwei alte Gurken von mir wieder zu haben — ich stehe zwar dazu, sie damals so geschrieben zu haben, wie sie nun eben sind, aber sie sind wirklich überholt und ich würde sie niemandem mehr empfehlen. Aber mehr als ein halbes Dutzend haben sie bis jetzt auch nicht verkauft, glücklicherweise.