Vor ein paar Tagen erschien auf der Lyrik-Onlineplattform signaturen-magazin.de ein Interview, das Elke Barker mit mir geführt hat: über Hintergründe der von mir herausgegebenen Anthologie „20 Jahre Literaturwerkstatt in Darmstadt“, die Arbeitsweise im Seminar, Herausforderungen und schöne Momente, was mir das Seminar persönlich bedeutet und einiges mehr. Hier ist der Link.
Ich hatte hier auch einmal eine Schreibgruppe. Leider war die Leitung zwar auch professionell, aber ich glaube mit einem anderen Anspruch als Du ihn hast. Qualität war nicht so wichtig wie Ausdruck. Und dann kam leider Corona… die Leiterin hatte da eine Meinung, die sie immer wieder thematisierte, die nicht zum Stand der Wissenschaft passte. U.a. das hat mich dann dazu gebracht, da nicht mehr hinzugehen. Auch wenn ich froh darüber bin, fehlt mir doch diese Form des Miteinanders.
Jedenfalls toll, dass Du so etwas anbietet – habe das Interview sehr gerne gelesen.
Freut mich, dass dir das Interview gefallen hat. Corona war für Gruppen solcher Art eine Herausforderung. Damals fand das Seminar noch im Literaturhaus Darmstadt statt, und da gab es Vorgaben im Umgang mit Corona. Eine Zeitlang war es sogar so, dass ich mir von jedem Teilnehmenden den Impfnachweis zeigen lassen musste und dass wir mit Masken und zwei Meter Abstand voneinander saßen. Einige Monate lang gab es ein komplettes Versammlungsverbot. Das haben sicherlich einige Gruppen nicht durchgehalten und sind auf Onlinetreffen umgestiegen. Ich wollte das nicht. Die Diskussionen, die wir im Seminar führen, sind online undenkbar. Die Dynamik braucht die Anwesenheit in einem Raum. Glücklicherweise haben wir das alles überstanden.
Wie schön, dass du auch eine Schreibgruppe hattest. Wurden die Texte während des Seminars geschrieben oder habt ihr mitgebrachte Texte besprochen?
Also, richtig formuliert wäre gewesen „ich war hier auch mal in einer Schreibgruppe“, wird aber dann hoffentlich deutlich…
Zu Deiner Frage: teils, teils, es wurde das Allermeiste während des Seminars geschrieben, es gab auch gelegentlich mal eine „Hausaufgabe“.
Die Vorgaben in der Corona Zeit waren schon lästig, in dem Fall hat mich genervt, dass so viele der Teilnehmenden (und vor allem die Leiterin) so oft und laut gesagt haben, wie unnötig das alles ist. Na ja, Schnee von gestern.
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Olaf Westfeld
Ich hatte hier auch einmal eine Schreibgruppe. Leider war die Leitung zwar auch professionell, aber ich glaube mit einem anderen Anspruch als Du ihn hast. Qualität war nicht so wichtig wie Ausdruck. Und dann kam leider Corona… die Leiterin hatte da eine Meinung, die sie immer wieder thematisierte, die nicht zum Stand der Wissenschaft passte. U.a. das hat mich dann dazu gebracht, da nicht mehr hinzugehen. Auch wenn ich froh darüber bin, fehlt mir doch diese Form des Miteinanders.
Jedenfalls toll, dass Du so etwas anbietet – habe das Interview sehr gerne gelesen.
Martina Weber
Freut mich, dass dir das Interview gefallen hat. Corona war für Gruppen solcher Art eine Herausforderung. Damals fand das Seminar noch im Literaturhaus Darmstadt statt, und da gab es Vorgaben im Umgang mit Corona. Eine Zeitlang war es sogar so, dass ich mir von jedem Teilnehmenden den Impfnachweis zeigen lassen musste und dass wir mit Masken und zwei Meter Abstand voneinander saßen. Einige Monate lang gab es ein komplettes Versammlungsverbot. Das haben sicherlich einige Gruppen nicht durchgehalten und sind auf Onlinetreffen umgestiegen. Ich wollte das nicht. Die Diskussionen, die wir im Seminar führen, sind online undenkbar. Die Dynamik braucht die Anwesenheit in einem Raum. Glücklicherweise haben wir das alles überstanden.
Wie schön, dass du auch eine Schreibgruppe hattest. Wurden die Texte während des Seminars geschrieben oder habt ihr mitgebrachte Texte besprochen?
Olaf Westfeld
Also, richtig formuliert wäre gewesen „ich war hier auch mal in einer Schreibgruppe“, wird aber dann hoffentlich deutlich…
Zu Deiner Frage: teils, teils, es wurde das Allermeiste während des Seminars geschrieben, es gab auch gelegentlich mal eine „Hausaufgabe“.
Die Vorgaben in der Corona Zeit waren schon lästig, in dem Fall hat mich genervt, dass so viele der Teilnehmenden (und vor allem die Leiterin) so oft und laut gesagt haben, wie unnötig das alles ist. Na ja, Schnee von gestern.