First Moonbeams of Adulthood

Neues von Claypipe Music, London. Mit einem Groove, der an Cymande erinnert, und einem E-Gitarren-Motiv, das der goldenen Ära von ECM würdig ist, schimmert „First Moonbeams of Adulthood“ mit vielschichtigen Trompeten, einem Streicherteppich und dem Auftrieb des Sopransaxophons. Subtile Veränderungen in der Textur, gebrochene Melodien und geflüsterte Vocals führen das Stück durch eine Atmosphäre, die sowohl aufregend als auch zart wirkt. Es bietet einen leuchtenden ersten Einblick in Andrew Wasylyks mit Spannung erwartetes neues Album, das im Frühjahr 2026 erscheinen soll.
Musik von Andrew Wasylyk wurde in den Klanghorizontem in diesem Jahr gleich zweimal vorgestellt. Die Sphären dieser neuer Komposition liessen mich seltsamerweise von einem perfekten Soundtrack zur Verfilmung von Sherlock Holmes Kurzgeschichten träumen. Als Kind oder gerade in jugendlichen Jahren angekommen, verschlang icb in Grossen Ferien die kleinen Taschenbücher aus dem Heyne-Verlag, in denen über etliche Bände Sir Arthur Conan Doyles‘ Kriminalgeschichten versammelt waren, auf dem Cover immer auch Sherlocks Pfeife, in deren Rauchblasen die Titel der short stories aufleuchteten. Das obige Stück passt wunderbar zu solche Stimmungen, in denen das Unheimliche auf das Scharfsinnige stiess. Träumen und Mitfiebern, Mitdenken waren gleichermassen gegenwärtig. Etwas von diesem, aus Gegensätzen entstehendem Charme, öffnet sich auch in Andrews Musik! (m.e.)
Radio Hour with Andrew Wasylyk, Paul Bley a.o.: H E A R !
Die Fellfarben eines Fuchses (eine Januarstunde 2026 im Deutschlandfunk)

„Tibbetts morphs from one register to the next, swapping terrains with the ease of a fox changing the color of its fur without even thinking. The seasons are his compass, trudging through the underbrush as winter approaches. The delicate patter of canine footsteps is audible now and then, marking the forest floor with rhythms older than all of us put together.“ (Tyran Grillo on Close)
Close
Die frühen Jahre:
Yr
Northern Song
Exploded ViewRuhepol und Abenteuer:
Big Map IdeaDie Wildnis:
The Fall Of Us All
A Man About A HorseDie Einkehr:
Natural Causes
Life OfClose
“Close is like a dark Rothko painting on fire. The love of life, the losses. Honestly, this album breaks my heart.” — Flowworker.org
Über den Titel kann man noch reden, aber dies sind die fünf Stationen („Kapitel“) meines Steve Tibbetts-Porträts im Januar 2026. Es beginnt und endet mit seinem jüngsten Streich „Close“. in seiner Anthologie „Hellbound Train“ gibt Steve Tibbetts auf zwei Cds einen fesselnden Überblick über seine mal dem Meditativen, mal dem Exstatischen zugewandten Welten. Es gibt nur eine bessere Reiseoption: jedem Album persönlich zu begegenn, ear to ear,, mind to mind. In einer langen Radionacht würde ich all seine Alben vorstellen, in 54 Minuten und 38 Sekunden folge ich allein den ECM-Jahren. Safe journey!
Hubert, das I Ging, und „objets trouvés“
Manchmal begegnet man bei Konzerten oder hier bei den „Flussarbeiten“, Menschen, die einen selbst lange kennen (medial), ohne dass man oder ich in diesem Falle je zuvor von ihnen gehört habe. Einiges brachte mich in der folgenden Mail zum Schmunzeln. Hubert managte mal einen Musikclub im Hinterland, in der Zeit zwischen der zweiten Hälfte meines Studiums in Würzburg, und meiner Zeit als Gruppentherapeut in Furth i.W. – da bin ich aber gespannt, wo dieser Club lag. Meine Lieblingshinterlandclub war das To Act in der Fränkischen Schweiz (Weißenohe), wo ich 1980, unvergessen, Robert Fripp and The Leagug of Gentlemen erlebte.
Und als ich dann endgültig selber zwei Jahre im deutschen Niemandsland wohnte, in Arnschwang und Bergeinöden, da waren meine treuen Gefährten, neben der Musik als Seelennahrung, und einer Handvoll guter Freunde, die Schafgabenstengel, mit denen ich öfter ein meditatives Ritual durchführte, um Antworten auf ein paar drängenden Fragen zu erhalten. Abseite aller Mystifizierung tat es mir sehr gut denn die Aussagen des alten chinesischen Weisheitsbuches hielten inspirierende Dinge bei, um Blokaden meines Unbewussten auszuhebeln.
Durchaus ein wenig vergleichbar mit Brian Enos „Oblique Strategies“, ein Kartenspiel, das stets griffbereit lag. Einmal, unendlich verliebt, griff ich in den Stapel und zog die Karte „Into The Impossible“. Wie wahr. Es waren damals die Pionierjahre der Kognitiven Verhaltenstherapie bei der Behandlung von Alkoholkranken und Medikamentenabhängigen. Am Ende meiner Zwit dort war ich einem Liebeskummer verfallen, der dem des jungen Werthers nahekam. Jedes Aufwachen über Wochen eine qualvolle Begegnung mit dem Verlust der Angehimmelten. Der Stoff für eine zweihundertseitige Erzählung (ich suche dafür noch ein sponsoring in Höhe von 30000 Euro, kein Witz.) in dem kleinen Roman würden sie alle Protagonisten vorkommen, und meine damals besten Freunde, Hansjörg, Gudrun, Uwe. Und Ralf im Hintergrund war auch ein Netter (mein ECM-Experte im Nördlichen Ausläufer des Bayerischen Waldes). Hier ein Foto des Hauses, links, mir frischem Weissanstrich, in dem damals die Schafgarben flogen und „Remain In Light“ (nomen est omen) von den Talking Heads zu einem survival kit zählte.

Hallo Michael,
ich heiße Hubert Mania, bin Autor und Übersetzer, 71 Jahre alt. Ich kenne deine Sendungen von Anfang an, habe die Manafonistas ein paar Jahre verfolgt und lasse mich nun auch von euch Flussarbeitern zu musikalischen Entdeckungen anregen. Zwischen 1977 und 1982 war ich Mitinhaber eines Jazz- und Rockclubs auf dem Land: ne Dorfkneipe mit Disco und Konzertsaal.
Neulich erwähntest du in einem Beitrag en passant deine Beschäftigung mit Schafgarbenstengeln, und ich glaube, ich habe da vielleicht eine Anregung für dich. Meine Erlebnisse mit dem I Ging habe ich 1984 aufgeschrieben und dabei den mit objets trouvés funktionierenden Zugang zum Buch der Wandlungen beschrieben. Hier kommt jetzt gleich ein kleiner teaser aus dem sachte redigierten 18seitigen Text, den ich per PDF mitschicke. Kein Stress: Ich werde keinesfalls nachfragen, weil ich mir vorstellen kann, dass du gar keine Zeit für so was hast.
Herzliche Grüße,
Hubert
P.S. Es gibt auch eine poetische Hochrechnung des I Ging zur Bundestagswahl 1980. Franz Josef Strauß war gegen den Eisernen Kanzler angetreten. Als einzige Kneipe im Ort durften wir unsere Landfreak-Disco als Wahllokal zur Verfügung stellen. Während in der ARD der angenehme Bariton von Rudolf Rohlinger die ersten Hochrechnungen bekanntgab, brachte ich den Wahlhelfern gerade eine neue Runde Bier und Kurze. Sie hatten die Stimmen schnell ausgezählt und die Lokalhonoratioren gaben auf den überwältigenden Sieg der CDU im Dorf einen aus.
Beim Abräumen der nassen Bierdeckel fiel mir als Erster einer in die Hände, auf dem die Zahlenkombination 32/34 stand, vermutlich die inoffizielle Notierung der Erst- und Zweitstimmen für die SPD im Dorf. Ich brauchte nicht im I Ging nachzuschlagen, denn diese Bilder kannte ich: 32 ist die Fortdauer und 34 die Macht des Großen Mannes. Und das gaben auch zwei Stunden später die vorläufig endgültigen Hochrechnungen des Herrn Rohlinger bekannt: Die Fortdauer der Macht des Großen Mannes. Helmut Schmidt blieb Bundeskanzler.
(Hubert Mania hat mir einen überarbeiteten Text zu „I Ging und objets trouvés“ zur Verfügung gestellt, den ich gerne auf Anfragen zusende. Ausserdem scheint Hubert guten Humor zu besitzen, ein feines Gespür für das Fantastische Im Alltag, und sowieso gut schreiben zu können… bahnt sich hier, neben Bernard aus Limburg, die Ankunft eines weiteren neuer „Flusswerkers“ an. Ich sollte mal wieder die Schafgabenstengel rausholen!)
Die Gesänge einer Laute
„Jeder, der Davy Graham oder Sandy Bull mag, wird daran große Freude haben.“ Das merkt Richard Williams an zu der „Music for archlute and chitarrone“, solo vorgetragen von Rolf Lislevand auf seiner neuen Cd „Libro primo“. Obwohl die „liner notes“ der Historie und den Geschichten dieser Lautenmusik des 16. und 17. Jahrhunderts ausführlich nachgehen, ist ein kleiner „Crashkurs“ in Sachen Lautenmusik gar nicht erforderlich, um sich in dieser Musik zu verlieren. In einer alten, zu einem Studio umgebauten Scheune im Süden Norwegens, ringsum nur Wald, entstand diese fliessende, in-sich-versunkene Musik. Der Trick beim Hören besteht darin, über die flüchtige Wahrnehmung hinauszugelangen, dass diese alten Stücke doch sehr ähnlich klängen. Es gibt den Kipppunkt des Lauschens, an dem einem die immense Vielfalt bewusst wird, der Zauber im Detail, die emotionale Leichtigkeit und Tiefe all dieser Lieder ohne Worte. Kaum ein Song in diesen Wechselspielen von Erzlaute und Chitarrone überschreitet die klassische Kürze einer guten alten Pop-Single: alles erscheint so transparent wie klar umrissen, und schon damals war es eine Kunst, blossen Zierat zu verbannen und strenges Regelwerk auszuhebeln. Es gibt weitere zwei imaginäre Freunde von „Libro primo“, die mir auf Anhieb einfallen: Bert Jansch und John Renbourne!
Jack

A perfect pair, their African „names“ like the title: „Ruta and Daitya“. This was one of my first ECM records, maybe my ver first, and for many it may seem a curiosity, being the only one in Jarrett‘s long story with the German label, where he is touching electric keyboards. It was recorded at the end of Jack’s and Keith’s period with Miles. The album has the looseness of an „after hours“-session with African moods and a quite exotic flair, a million miles away from American songbooks. By, the way, my first album with Jack was Charles Lloyd‘s „Sombrero Sam“, my second Miles „Live at the Filmore“, and then can this!Jack DeJohnette‘s melodic feel on drums and percussion makes up for a perfect couple of like-minded spirits. For reasons I cannot explain really, I will love this album forever. It is uncomparable with any other album they did together. There are records you have had a story with, you offer them a good place in the back of your mind without ever revisiting them. This is one of those I return to since my teenager days. Though it got a new cover design at some point in time, I was always happy with the surreal naivety of the original cover. Let‘s speak about music sending you places … because there were so many more with Jack‘s handwriting.
Wie oft habe ich Jack gehört – bei ECM war er lange Zeit neben Jon Christensen eine Art „Hausdrummer“ (Paul Motion der Dritte im Bunde), und die Viefalt seiner Arbeiten als Leader und Sideman spricht Bände für seine Horitonte, die sich niemals auf Schulen, Moden und Stile festschreiben liessen. Meine Zeit mit ihm – als Hörer – war und ist dermassen erfüllt und stetig, dass nun jeder Blick zurück eine Portion Wehmut erhält. Zeit, auch mal wieder Jack DeJohnette‘s „Oneness“ aus dem Jahre 1997 zu hören: damals begegnete ich ihm in einem Bonner Hotel, und es ging allein um einen kleinen Beitrag für die JazzFacts zu diesem feinen Album. Unvergessen seine strahlende Freundlichkeit.
Neben den genannten Platten fallen mir als erstes folgende Werke mit Jack als Sideman oder Leader ein, die einen besonderen Wert in meiner „Hörgeschichte“ haben – nur eine gute Handvoll, schliesslich geht es hier um life‘s company! Jack DeJohnette: New Directions, Jan Garbarek: Places, Jack DeJohnette: Dancing With Nature Spirits (a buried treasure!), Jarrett / Peacock / De Johnette: Standards, Vol. 1, Vol.2 & Flying. Abercrombie / Holland / DeJohnette: Gateway (ich erlebte das Trio live in Münster 1974, ein Traum!) / Joe Henderson: Multiple
Ich habe es nur hundert Meter zu Abeling
Das ist der Bäcker um die Ecke in Westerland. Heute morgen ein unerwartetes Naturschauspiel: leicher Nieselregen aus einer dünnen mattgrauen Wolkendecke begleitete mich, während am Horizont, Richtung Festland, eine golden leuchtende Front aufzog, vielleicht die letzte Sonnenglut der kommenden Regenzeit.
Aber das ist „rain as usual“ auf dieser Insel im Norden: gestern gab es in dem, manchen flowflows bestens bekannten Samoa / Seepferdchen noch einmal ein grosses Sonnnenstelldichein. Und wenn ein Drachen am Hinmel fliegt, steht bei dem Kind in mir die Zeit ohnehin still. Rein kulinarisch bertrachtet, waren der Erbseneintopf und der Blaubeerpfannekuchen weitere Nostalgica (neben dem Drachen, dem einst Sarah Kirsch ein feines Gedicht widmete), ein Fest für die Sinne.Ich habe Herrn Dr. Brömmel besucht, der tatsächlich promoviert ist, aber im realen Leben einen anderen Namen trägt, und ihm die neue Platte von Roger Eno mitgebracht: „Der Mann aus Suffolk blüht bei der Deutschen Grammofon Gesellschaft regelrecht auf, und fabriziert Klasselalbum nach Klassealbum“, sagte ich zu ihm, als er seinen alten, mit feiner Ortofon-Nadel bestückten, Dual-Dreher anwarf.
Und so kam in den letzten vierundzwanzig Stunden alles zusammen, was Menschen wie mich beglückt, und mit leicht dezenter Wehmut ausstattet, die ihre schönsten, eine Dreiviertel Ewigkeit entfernten, Schulferien mit Nordseereisen verbinden: der Drachen unter strahlendem Blau, das dunkle Seemannsgarn von Roger Eno, die sanfte Ermüdung von langen „beach walks“, und, im kleinen „art hues“, eine Runde allerfeinsten Jazz!

Damals lauschte ich Michael Nauras Moderationen, und liess mich von Ralph Towners „Solstice“ einfangen (das Transistorradio abends vor dem Meeressaum ans Ohr gedrückt) – und immer wieder die tollen Konzerte der NDR-Workshops“, zur frühen Nachmittagszeit, statt in die Nischen der Nacht verdrängt zu sein! Heute spielen, während ich den Kaffee aufbrühe, zwei ältere Herren im Duo. Nehmen sie einmal nach formvollendeten Eröffnungen ihre ruhige wilde Fahrt auf, wird alle technische Brilianz von purem „Feeling“ absorbiert. „Memories of Home“ – ein Fall für Karsten Mützelfeldt!Belletristik für die Insel

In einen Roman eintauchen, das ist immer ein spannendes Randthema gewesen beim „Urlauben“ auf einer nord- oder ostfriesischen Insel. Es ist nicht anders, in den kommenden Tagen. Mit dabei: drei Romane zum Anlesen, Thomas Pynchons „Schattennummer“, Andreas Pflügers „Kälter“ (beginnt hier oben auf der Nachbarinsel, derzeit ein kultureller hotspot, man denke an Akins Film „Amrum“), sowie Michael Connellys „Der Inselcop von L.A“ – der erste Fall von Detective Stilwell. (Im Original der bessere Titel: „Nightshade“. Bosch ist im Ruhestand, deswegen will man den neuen Protagonisten hervorheben.) Ich lese jeden Roman ca. vierzig Seiten lang, und entscheide mich dann für den grössten Flowfaktor! Heute aber ist der einzige angekündigte Sonnentag, das heisst: eine „Mörderwanderung“ steht an! No reading til bedtime!
(Nachtrag, 21. Oktober) – And the winner is: Allen drei Büchern gebe ich nach 50 Seiten eine uneingeschränkte Leseempfehlung. Aber meine Nummer 1 ist Andreas Pflügers „Kälter“! Ideale Insellektüre. Auf Amrum ist echt was los. 1980. Luzy Morgenroth arbeitet schon zehn Jahre dort, hat sich 15 Kilo angefuttert. Mit der Ruhe ist es bald dahin. So einen Raumbvogel habt ihr noch nie gesehen, heisst es auf einmal, und man fragt sich: was ist denn hier los!? Pflüger ist ein hochvirtuoser Autor, der Spannungskurven neu definiert. Und den „human factor“ nie ausser Acht lässt. Wenn es Katzen und Hunde regnet, gehe ich ins Teekontor mit Pflügers wildem Schmöker. Suhrkamp hat einen neuen Dürrenmatt. Weltklasse.
„Sad And Beautful World“
Ein Coveralbum, das absolut aussergewöhnlich ist. Stina Nordenstam konnte sowas, Cat Power, und nicht so viele andere. Mavis Staples gehört gewiss zu diesem Kreis. Ihr neues Album erscheint Anfang November und ist wahrscheinlich eines der grossen Konsens Alben der flow flows. (m.e.)

Faszinierende Neuinterpretationen einiger bereits sehr stilvoller Songs. She makes them her own, schreibt Terry Staunton in der Dezemberausgabe von UNCUT. Und bringt es folgendermassen auf den Punkt: „Staples hat sich immer wieder als inspirierte Interpretin der Werke anderer Songwriter erwiesen, und auch auf ihrem 14. Album ist sie wieder dabei. Sie beginnt mit einer feurigen Neuauflage von Tom Waits‘ „Chicago“ und verleiht dem Titel eine gefühlvolle, urbane Energie, die durch Brad Cooks kraftvolle Produktion unterstrichen wird. Das Gegenstück zu dieser Wut ist die hymnische Reflexion von Gillian Welch und David Rawlings‘ „Hard Times“ und die manierierte, traurige Interpretation von Leonard Cohens „Anthem“. Cook stellt Staples ganz in den Vordergrund des Mixes und betont ihre Stimme so sehr, dass es sich anfühlt, als würde sie dem Zuhörer ins Ohr flüstern. Besonders wirkungsvoll ist dies bei Curtis Mayfields „We Got To Have Peace“.“
„The Inbetweeners“
The radio hour of „Klanghorizonte“ with Close, Liminal, and the usual suspects:My two albums of the year 2025 are out now, CLOSE by Steve Tibbetts, and LIMINAL by Brian Eno and Beatie Wolfe.
Yesterday Steve sent me a photo, on which I see three musicians on stage, bathed in blue light. My suggestion: the threesome of CLOSE in concert. Mhmmm… I will ask Steve.
In the review Steve liked my phrase of „a dark „Rothko painting on fire“. I answered I like when certain sentences that come to mind while writing a review surprise myself (in retrospect) in regards to a certain freshness – my moment is the thing with that mood line and timeline there. The list of music with a glow factor 10.

I don‘t think the expression „The Inbetweeners“ is a very common word in English, simple as it may be. But it is a fine title for Victoria Segal’s quite enthusiastic writing on „Liminal“ in the December issue of Mojo.
It took a second, more focussed, listening of „Liminal“ to the enter „The Blow Away Zone“.
There is a small passage in Maya Deren‘s short film „Meshes Of The Afternoon“, in which the protagonist enters a different landscape (literally) with every step she takes. It‘s like listening to the eleven pieces of the album: with every track you enter another space. Seamless. Immaculate.In his little book on art and recent interviews on the trilogy with Beatie, Brian says repeatedly he likes to create uncharted territories, places, he may want to live in.
Fittingly, they just sent „Liminal“ to outer space.
You can easily switch the perspective: look at (or listen to) the pieces of „Liminal“ as unknown „places“ within yourself. Feelings we have no words for. Or rarely used ones. Two sides of a coin.
These feelings, these sensations inside: they slightly or strongly differ from person to person. One guy’s miniature satori is another guy’s boredom.
Steve Tibbetts speaks of music as a mind to mind experience. In my last sentence of my „Close“ review I wrote a very simple sentence: „This album breaks my heart“. It is only a step away from speaking of „heartbreaking music“. I like it when things get personal. You rarely read this simple phrase in a review. For a second it stops you in the tracks like thinking: „Hold on, did that guy really write that?“ He did. I did.

Steve Tibbetts and Marc Anderson could name themselves, too, „The Inbetweeners“. A good name for a band.
On „Close“ Steve and Marc and JT Bates (on drums, occasionally) go, in my mind, as deep as deep can go. Someone not being an agnostic like me could brand the music of „Liminal“ and „Close“ as „spiritual music“. Fair enough.
These two albums go beyond the everyday and, well, will simply open (for some people, and hopefully for some more) those infamous „gates of perception“. Whatever happens when your mind, dear reader, is going places…. a dark Rothko on fire…. losing words… comfort in the dark… shelter from the stars… eine Schaukel unter einem Sternenhimmel…
By the way: The drums on „Close“: how did they create that sound… a special Tibbetts „treatment“? Not like drums going wild… not like drums from those old power trio times… more like drums on a journey within… glowing, glowing, glowing…
Hang on, what am I writing here?
„Super Parkplatz, Jungs!“ – Kleine Medienschelte zur Geschichte einer Entlassung
(Dies ist nur interessant für Freunde des Sportteils der Süddeutschen Zeitung, Leser des Monatsmagazins „11 Freunde“, Sympathisanten des BVB, sowie Follower von Bill Shankly, einer Legende des FC Liverpool, der es einst auf den Punkt brachte: „Manche Leute halten Fußball für eine Sache von Leben und Tod. Ich bin von dieser Einstellung sehr enttäuscht. Ich kann Ihnen versichern, es ist sehr viel mehr als das!“)

Die dezente Ignoranz gegenüber der „community“, die Sascha Staat über Jahre wesentlich mitentwickelt hat, ist etwas, das diese Pseudo-Neuorientierung des BVB-Vodcasts der Ruhr Nachrichten noch sinnfreier erscheinen lässt. Wo, bitteschön, ist die Weiterentwicklung, wo das Besondere, das Andere, das Innovative?
Bei allem Respekt für Hansi K. – aber er hat genügend Medienpräsenz und keinerlei „frischen Wind“ im Gepäck.
Und wo ist der Respekt gegenüber den Vielen, die lange Zeit mit Freude (MIT GROSSER FREUDE!) den von Saschas aussergewöhnlichem Moderationsstil geprägten Gesprächsrunden gefolgt sind? Der einen besonderen „human touch“ über alles „Expertentum“ hinaus ins Spiel gebracht hat. Und Originalität! Und die Kunst, mal quer- und seitwärts zu denken (und zu lenken, als Moderator)! Und einen Humor, der eine Gabe ist und keine auf einer Fortbildung antrainierte Attitüde!
Nun werden die Freunde des „alten“ Formats der Abteilung „shitstorm“ zugerechnet, und mit nichtssagenden Phrasen „abgewickelt“. Hat denn niemand von Saschas langjährigen Beisitzern, die NICHT in seine „Verabschiedung“ eingebunden waren, sich für ihn eingesetzt!!!?? … Das würde mich interessieren!
Das „neue“ Erscheinungsbild dieses Vodcasts, die kleinen Kamerafahrten durchs Studio, der auf knackig gemachte, aber sehr biedere neue „Aufmacher“ zu Beginn, all das belegt nur, wie hier neu-gepanschter Wein in alte Schläuche gegossen wird. Mehr Mainstream, mehr nicht!
Ich habe Kevin Pinnow mal als Gast bei Sky 90 – die Expertenrunde gesehen. Modisch aus dem Ei gepellt und bemüht , seinem vielleicht geheimen Vorbild Didi Hamann nachzueifern an geschliffener Rhetorik. Ich glaube, dieses hyperseriöse Hochglanzformat ist sein Ding. Lauter ernst dreinblickende Durchblicker. Keine Ecken, keine Kanten, keine Leichtigkeit. Herr Pinnow wie unter Strom. Aber, irgendwie auch in seinem Element, fast ein bisschen happy. So geht Fussballtalk idealerweise, woll!?
Das hier jetzt, diese erste Ausgabe mit Herrn Küpper, war vorhersehbar und langweilig. Gab‘s denn dann am Ende das von Hansi ins Spiel gebrachte „Bierchen an der Theke“? Mein konstruktiver Tip: voher ein Pilschen trinken! Oder zwei. Und wann kommt „der Pinnow der Woche“?
So wie hier eine gewachsene Kundschaft missachtet wurde – da darf man schon sarkastisch sein, nichts für ungut. Um es mit Joni Mitchell zu sagen, und damit zitiere ich den herrlichen Vergleich, den ein anderer Freund des frisch verschiedenenen Blogs neulich teilte : „You don’t know what you’ve got ‚til it’s gone / They paved paradise, put up a parking lot“ Zu deutsch: „Man weiß erst, was man hat, wenn es weg ist / Sie haben das Paradies asphaltiert und einen Parkplatz gebaut.“
Super Parkplatz, Jungs!