Distributeur automatique de fromage à la campagne


Wer südlich der Vogesen über hügelige Landstraßen fährt, in allen Richtungen am Horizont abgeerntete Felder, im Abstand von wenigen Kilometern kleine Ortschaften, Straßendörfer, die aus ein paar alten Häusern und einer Kirche bestehen, die Wolken im Westen erst rot gefärbt, dann verschwunden, wird feststellen, dass im Dunkel der Nacht nur vereinzelt ein Fenster beleuchtet ist, und auch das nur sehr schwach. Die alten Häuser, die eine verloren gegangene Würde ausstrahlen, verfallen, Mauern stürzen ein, Glas ist zerbrochen, man versucht zu verkaufen. Läden schließen, andere öffnen nur noch auf Anfrage oder wenige Stunden. Baguette gibt es aus einem Automaten, ebenso Käse aus der Region. Auch Blumen, Softdrinks und zehn Pizzasorten. Vor dem Café sitzt jemand am Straßenrand, auf dem einzigen Stuhl, und schaut, die Dose mit dem Getränk schon abgestellt.

3 Kommentare

  • flowworker

    Kurz und gut, ein Ort zur Tiefenentspannung, mit völliger Abwesenheit vom Rummel. Ein touristischer hot spot scheint diese Gegend eher selten gewesen zu sein, oder es ist eben Nachsaison.

    m.e.

  • Olaf Westfeld

    Ein Einblick in eine andere grüne wahrscheinlich irgendwie vergangene Welt, in der Automaten die Versorgung retten. Macht Lust, da auch mal zur Ruhe zu kommen.

  • Martina Weber

    Der Text sollte ein stimmiges Ganzes transportieren. Es gibt schon noch Läden, und dass eine fromagerie dabei ist, sagt etwas über die französischen Ernährungsgewohnheiten. Lajla hätte die Skulpturen forografiert, die überall im Ort zu finden sind. Oder Impressionen aus einem Ausflug nach Dijon.

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