Ein kurzer Dank für eine lange Nacht

Drei Gitarristen, und drei Alben für immer. „Diary“. „Close“. „Only Frozen Sky Anyway“. Das Lied am Ende, „Oh, Guitar“, von Jonathan. An dieser Stelle möchte ich mich bedanken für den Zuspruch und Trost, den ich in meiner Untröstlichkeit erfuhr, als K.s Leben aus heiterem Himmel und von einem Tag zum andern an seidenen Fäden hing und sie ihren grössten Kampf ausgetragen hat. Diese Zeit des Hoffens und Bangens war eine der schlimmsten meines Lebens. Und doch nicht im Ansatz so schlimm wie für einen der wunderbarsten Menschen, der mir je begegnet ist. Soul sister & best friend ever. Ich kenne K. seit 1983, und ich wünsche wie nichts anderes, als dass es weiter aufwärts geht. Do we know anything, we know nothing. Jener Zustand konstanter Verzweiflung war mir über so eine endlose Strecke zerstückelten Schlafs und tagsüber schleichender Stunden fremd. Ganz schlimm, wie jede froh stimmende Botschaft kurze Zeit später erstmal pulverisiert wurde. Ich dachte zurück an die Geschichte, die Steve T. mir erzählte, von der letzten Grenze (die 55 Minuten sind nur einen Klick entfernt, in der Radio-Kolumne unseres Blogs.) Ich schickte ihm vor Wochen eine kleine Notiz meiner Erschütterung, ich erzählte etwas später von „Sirāt“ und dass ich mein erstes Ganachakra erleben möchte; sein Trost hatte nichts Schulterklopfendes: „We will look for that film. Hang in there, we need you. Times will get better, I think.“ Dass der Boden unter den Füssen zurückkehrt (für eine gute Weile, please), merkt man an dem Lächeln, das wider Erwarten übers eigene Gesicht huscht. Dieser kleine Text ist für Freunde, und verschwindet bald wieder. Mission possible. We love you. Oh, Guitar.