Deutschlandfunk – JazzFacts – Die Minnesota-Kathmandu-Connection – ein Portrait des Gitarristen Steve Tibbetts – 22. Januar 2026 – 21.05 Uhr bis 22.00 Uhr –


Listen to this portrait: HERE!

The music of this radio hour is taken from  the „ECM years“, starting and ending with Steve Tibbetts‘ new album / cd „Close“.

The albums in order of their appearance:
Close (2025)
Yr (1980, reissued 1988)
Northern Song (1982)
Safe Journey (1984)
Exploded View (1986)
Big Map Idea (1989)

1989 Feb-May: Deliver Big Map Idea to ECM, hop flight from Frankfurt to Delhi. Throw up on plane to Kathmandu. India closes Nepal border, (riots force government to chopper out Westerners, my first ride on a helicopter piloted by a guy with a green turban). Hitch back to Kathmandu, get ride from Swiss man in Land Rover who gets hopelessly lost. Attacked by dogs in Darjeeling. May: Beat jaywalking charge in U.S.Jun-Aug: Travel with wife-to-be through Thailand, Malaysia, Java, and Bali. Propose to wife-to-be at summit of volcano. Study drumming. Jump off wrong train in Thailand (moving) and out of burning van in Bali (also moving). Monkeys steal wife-to-be’s glasses. More dog attacks.

1990 Mar-Dec: Midwest tour, German tour, studio work, buy house in awful neighborhood, get married.

1991 Jan-Apr: Back to Indonesia. See trances in South Bali. See guy eat light bulb in Java. Apr-May: Tour midwest and east coast. Aug: Canadian tour. Driving truck, tear off gate at tollbooth in Chicago and peel off front of Honda Accord in Montreal. Same night in Montreal, walk up stairs to stage at Club Foufounes Electriques and gash head on lit-up metal sign that says “Dangereux”. Bleed all over self and Strat, causing crowd to go wild.

1992 March: Tour midwest, west coast, and east coast. Batman (Michael Keaton) comes to see gig in L.A. Blow up P.A. at L.A. gig. Sound guy leaves pinch-hitter on dashboard of truck returning from Winnipeg gig. Busted at border by U.S. Customs, truck seized. Marc and Steve, sick of life in general and each other in particular, nearly strangle each other in cab of truck driving between horrible gigs in Columbus and Detroit. August: Wife shakes Clinton’s hand at rally in Baldwin, Wisconsin. Sep-Dec: Travel to Nepal again. Bhutanese government waives $120/day fee for tourists and lets Naropa Institute Study Abroad program in free for cremation of high lama. Jim Reeves tape playing in hotel lobby in Paro, Bhutan.

1993: Sep: Finish The Fall Of Us All and deliver to ECM. Go to Nepal, India, and Tibet with wife. Get out of van after arriving at guest house in Lhasa and hear someone yell, “Hey, Steve, I like your album.” Turns out to be monk gave cassette to in Sikkim in ’89. Survive dog attack near Samye in Tibet.


The Fall Of Us All (1994)
A Man About A Horse (2001)
Natural Causes (2010)
Life Of (2018)
Close (2025)

“Close is like a dark Rothko painting on fire. The love of life, the losses. Honestly, this album breaks my heart.”  Flowworker.org

„Close takes us on the kind of enigmatic but enticing journey we’ve come to expect from Tibbetts: strange and beautiful.“ — The Big Takeover

Kleiner Nachtrag: in der Sendung sprach ich von der Produktionszeit von „Northern Song“ in Oslo: „Zwei Tage, ECM-style“. Nun, es waren drei, vier Tage, wie aus folgendem Dokument hervorgeht…

24 Kommentare

  • Michael Engelbrecht

    Dieser Blog-Eintrag wird ggf. mehrfach aktualisiert und im Laufe des Abends des 22. Januars, auf den Tag der Ausstrahung „transportiert“ sowie ergänzt mit dem Link zum Nachhören der Sendung. Der Tontechniker ist Roland Weingardt, der deutsche Sprecher von Steve Tibbetts Robert Oschatz. Beide haben wesentlich zu dieser westöstlichen Klangreise beigetragen. Dank auch an den Redakteur Thomas Loewner!

    Darüber hinaus wird die Sendung in unserer Seitenkolumne RADIO bis mindestens Ende Mai 2026 hörbar sein

    Eine englische Übersetzung ist ab 1. Juni verfügbar.

    An English translation of the script is available from Febriary 1st onwards.

    There will always be a link to listen to „The Minnesota – Kathmandu – Connection“.

    Contact: micha.engelbrecht@gmx.de

    0049 157 307 65 064

  • Michael Engelbrecht

    Im Herbst und Winter 2026/27 sind einige „Klanghorizonte Live“-Auftritte meinerseits in Planung, bei denen ich vor Publikum das „Radio-Setting“ in eine „Storyteller“-Performance verwandle.

    Dazu benötigt: ein Techniker, der an passenden Stellen die ausgewählte Musik einspielt, ein dunkler, diskret ausgeleuchteter Raum, ein CD-Player und ggf. eine Leinwand. Die Musik bewegt sich 60-90 Minuten durch verschiedene Klangfelder – bei den 15 ausgewählten Stücken wird eine Komposition von Steve Tibbetts zu hören sein. Brian Eno und / oder Beatie Wolfe sowie ein „Überraschungsgast“ sind für eine Live-Schaltung eingeplant. Weitere O-Töne kommen von einer präparierten CD. All diese Angaben sind gut fundiert, aber ohne Gewähr.

  • Olaf Westfeld

    Ach, ist ja schon bald, 2xwerden wir noch wach… kann ich hier gerade gut gebrauchen, kommt mehr als zum richtigen Zeitpunkt – und ich kann sogar live zuhören, jippie!
    (Dieser Bunker bei EUch in Aachen wäre doch ein tolles setting für so einen Klanghorizonte Live Abend).

  • Michael

    Thank you, Nakamichi, for the link of Caroline Fontaineau speaking with Steve. It is a fine and very athmospheric addition to my radio portrait. The little difference is that i was dealing with time traveling through all of Steve’s – and Marc’s – works on ECM Records in 54 minutes and 38 seconds. That is a bit of a challange to not run from headline to headline, or cliché to cliché, or simpification to over-simplification. I hope it worked out in the end.

  • Dirk

    Dank für diese Sendung. Wieder einmal ein richtiges Hörstück. Ein Moment der musikalischen Meditation: Ich mit meinem kaputten Bass und dem Lötkolben im Keller, 45 Minuten gelötet,
    2 Drähte.

    Auf die live Performance bin ich gespannt , ich hoffe das klappt.
    Dirk

  • Lajla

    Spoken words from Michael : “ The Portrait of the Artist from a Young man. „. Steve Tibbets unterwegs in den Klängen der Welt, immer suchend, immer experimentierend, immer zweifelnd. THE BIG WIND, auch meine höchste Welle. Gracias.

  • Martina Weber

    Auch ich war live dabei, ich saß zwischen den Lautsprechern während dieser magischen Zeitreise durch das Werk von Steve Tibbetts und habe meine Aufnahme auf eine 60er Kassette beaufsichtigt. Ausgerechnet bei dem energiegeladenen Track „Nyemma“ aus „The Fall Of Us All“ musste ich die Kassette umdrehen. Die musikalische Auswahl empfand ich als sehr gelungen und harmonisch. Wunderbar, dass so viele O-Töne von Steve Tibbetts zu hören waren. Durch die Wortbeiträge von Michael und Steve Tibbetts wurden wir in die Lage versetzt, Nuancen wahrzunehmen sowie Einflüsse, Hintergründe und Haltungen zu verstehen und das spirituelle Wesen der Musik und ihren Charakter als Heilung zu erkennen.

  • Lajla

    Ich konnte mir vorstellen, wie du auf Pellworm an jedem Wort gefeilt hast und jedes war ausgezeichnet platziert.

  • Michael

    @ Lajla: Pellworm war ideal. Es ist in mancher Hinsicht wie eine Bilderbuchinsel mit idealen Bänken zum Beipiel, in schöner Umgebung, für „stargazing“. Und als wunderbar verdunkelte Indel mit wenig Licht tat sich da mitunter eine toller Sternenhimmel auf, fast wie auf dem Cover von Close. Einmal hatte ich da „Life Of“ auf meinen Ohren (via Walkman = Discman) … und hörte Steves Alben fast als einziges auf der Insel. Dazu gibt es noch eine Story. Ein andres Mal.

    Um deine Frage zu beantworten: ich hatte nur sehr begrenzte Zeit für die Texte. Da musste ich oft runterkürzen von 2’30 auf 1’00, weg mit Redundanzen weg mit überflüssigem „Journalistensprech“, hin zu sinnlicher Sprache, die eine Balance wahrt zwischen poetischer und Alltagssprache und Fakten. Das war dann auf jedem Fall ein Feilen, ein Verdichten, eine Frage des Flows.

    Und, weil mir einige Glück wünschen für mein Vorhaben, sowas wie Klanghorizonte live als Performance / Lesung / Multimedia zu veranstalten, das habe ich schon zweimal auf dem Punktfestival im Kristiansand gemacht (einmal war Laurie Anderson im Publikum😉) , und früher ganz oft Ende der 1980er Jahre mit meiner Performance Gruppe The Tranquil Club. Wenn es klappt, zuerst in Aachen und Dortmund (erste Gespräche innerhalb der kommenden zwei Wochen), dann ist das eine feine Sache. Aber kein Neuland für mich. Und lampenfieberfrei bin ich bei sowas auch😉…. die Frage ist eher, ob meine Honorarvorstellungen erfüllbar sind☺️

    Und jetzt noch ein Letztes: wer die Sendung hört, wird erleben, wie der Kreis sich schliesst mit dem ersten und letzten OTON von Steve Tibbetts. Mein Anspruch war: die ganze Stunde sollte die Stärke dieser sehr bewegenden „Erzählungen“ von Steve Tibbetts haben. Er ist stets einer meiner liebsten Interviewpartner gewesen, auf einem Level mit Robert Wyatt und Brian Eno, was interessante Reflexionen, gute Stories, und Offenheit angeht.

    „Close“ ist mein Album des Jahres 2025 geworden. Und ich freue mich über jeden, der dieses Album für sich entdeckt. Denn es gab null hype drumherum. Eivind Aarset mailte mir heute, meine Sendung habe ihn dazu inspiriert, wieder tiefer in Steves Musik vorzustossen. Er hatte von mir den link und das übersetzte Skript bekommen.

  • Olaf Westfeld

    Wonderful storytelling and magic music, music magic.
    Und die Geschichte hinter „Close“ ist sehr bewegend.

  • Lorenz

    Die Jazzfacts haben seinen Weg von Yr zu Close toll eingefangen, unterstützt durch deine Moderation und Steve Tibbetts Originaltönen, was mir die Musik gestern abend noch näher gebracht hat. Ich fand das Verhältnis von Musik zu den Stimmen und Worten sehr gut gewählt.
    Als er über seine Tochter spricht und denGedanken von „thin places“ in Landschaften, aber genauso auch in Musik oder Kunst möglich, hat mich auch heute noch beschäftigt. So schön kann radiohören sein!

  • Gerald B.

    Hallo Michael,

    habe mir heute die Sendung anhören können. Macht neugierig auf mehr von Steve Tibbets, zumal ich in meiner Sammlung lediglich A man about a horse habe. Die habe ich mir damals nach einer sehr guten Kritik — ich schätze in der FAZ — gekauft.

    Herzliche Grüsse
    Gerald

  • Bernhard Scherber

    Für mich, gleichermaßen FlowFlow- wie Tibbetts – „Rookie“, war die Sendung in mehrfacher Hinsicht eine Offenbarung. Ein fantastischer Wegweiser zum Werk eines mir bislang unbekannten Künstlers. Sehr bewegend, wie er den Verlust seiner Tochter verarbeitet.

  • Martina Weber

    Ich habe die Minnesota-Kathmandu-Connection heute zum zweiten Mal gehört, diesmal meine Kassettenaufnahme und mit Pausen, um die reichhaltige Musik, die Zitate von Steve Tibbetts und Michaels Moderationen besser wirken zu lassen. Es ist die bestmögliche Art, die Arbeit von Steve Tibbetts in einem 55-Minuten-Format zu präsentieren, sowohl für diejenigen, die den Musiker bisher gar nicht kannten, als auch für die, die einige Alben von ihm kennen, und auch für die, die alle seine Alben kennen. Ich erinnere mich an eine Bekannte, die in der zweiten Hälfte der 80er Jahre jeden Sommer nach Kathmandu reiste, jeweils für drei Monate. Sie unternahm dort Wandertouren mit dem Rucksack; später ist sie Yogalehrerin geworden. Ich erinnerte mich an eine Autofahrt mit einer Freundin vor einigen Jahren; ich hatte in paar CDs eingepackt, darunter „A Man About A Horse“. Die Freundin kannte die Musik nicht und war ganz aus dem Häuschen, was für eine Musik ich kenne und höre. Und das, obwohl die Akustik in ihrem Auto miserabel war, der Motor überlaut. Diese Freundin hört eigentlich Musik aus dem Radio, Mainstream, sie lässt das Radio einfach laufen. Bestimmt hat auf dieser Reise etwas von der Sprache der Dämmerung, die Steve Tibbetts erwähnt, erfahren.

  • Burnt Friedman

    Lieber Michael,

    ich fand die Sendung super, vor allem, weil ich quasi keine Ahnung von Steve Tibbetts‘ Repertoire hatte. Hat mich umgeblasen !

    Danke dafür, Bernd

  • nakamichi tamagochi

    nur der link zu ECM war von mir, nicht der beitrag !!!! das ist ein ECM podcast !!!

    auch ich bin allerdings maximal geflsht von s tibbetts! grade Yr und die frühen aufnahmen waren mit bisher durchgegangen

  • Michael Engelbrecht

    @ Nakamichi Tamagochi: alles klar, danke für den Link. Wie bist du denn auf Steve Tibbetts gekommen, und den Blog hier? Das war, glaube ich, dein erster comment, und dann gleich dieser link. Ich dachte, er wäre aus einem der ECM-Büros gekommen. Lebst du in Deutschland?

  • nakamichi tamagochi

    …als passionierter dlf-hörer habe ich schon die langen klanghorizonte-nächte genossen. und da ich am rande hamburgs aufgewachsen bin, hatte ich das glück, durch michael naura schon früh mit der musik von garbarek, weber, jarrett, towner & oregon, aber auch stivin/dasek (system tandem), etc, etc, vertraut wurde… 😉 und die aktuelle jazzszene ist ja auch nicht zu verachten. 😉

  • nakamichi tamagochi

    nachtrag zu naura und jazz: was mich damals total geflasht hatte und für mich auch heute noch extrem gut hörbar ist: eine von naura im ndr radio vorgestellte aufnahme des 200. ndr jazzworkshops von 10.1985:

    TRIO FÜR FAGOTT & BASS

    klaus thunemann am fagott und eberhard weber am bass mit sample-loop-unterstützung – daher „trio“. warum diese unglaublich schöne zusammenarbeit nicht fortgeführt wurde, habe ich leider nie herausbekommen. vielleicht waren die beiden einfach zu unterschiedlich. aber eine musik, die mich heute noch umhaut! damals quasi „versehentlich“ auf kassette mitgeschnitten (mit verkehrsfunk-einblendung!) und bis zur bandauflösung abgenudelt und später eine klanglich wieder hörbare version gefunden (32′). wow…

  • Michael Engelbrecht

    Ja, im NDR Archiv liegen so manche Schätze.

    Da können wir mal an anderer Stelle drauf zurückkommen, ich habe aus den 1990er Jahren auch noch einige NDR jazzworkshop-Platten, wo es immer wieder zu interessanten Kombinationen kam. Hier mein emailkontakt, bei Interesse: micha.engelbrecht@gmx.de

    Dass mich Nichael Naura einmal eine Woche nach London schickte, um den dortigen Underground der free improv-Szene zu erkunden, führte zu einer meiner spannendsten „Dienstreisen“.

    Von Steve Tibbetts habe ich gehört, dass er auf alte Aufnahmen aus der Dormtunder Live-Station ist, wo ich ihm und Marc Anderson um 1991 herum erstmals persönlich begegnet bin („hello, Steve, I’m your liner notes weiter“ rief ich ihm zur Begrüssung zu, als ich beim Soundcheck auftauchte.) Und auch wenn ich vieles am Text verdichten und weglassen musste für diese Zeitreise im Radioformat: dass er damals nach den Aufnahmen von Northern Song eine Woche auf Sylt war, das musste mit rein in das Portrait.

    Auf seiner Webseite hat er jetzt nicht nicht nur diese Radiosendung verlinkt, sondern auch ein aktuelles langes Gespräch, das just veröffentlicht wurde, en francais, im Jazz Magazine, Paris.

    Mein alter Freund Jan Reetze ist ja auch Alt-Hamburger, und als er auf seiner Webseite schrieb, dass er nicht so warm würde mit der Musik von CLOSE, weil sie ihm, sinngemäss, nahm ich seine Vorbehalte zum Anlass für meine beiden Schlusssätze im Skript. Das „Nirgendwo“, zu dem eine Musik hinführen kann, das Sich-Im-Kreis-Bewegen, nun, das kann ein spannender Ort sein.

    Ich freue mich über jeden einzelnen, der Close für sich entdeckt, und du bist ja in bester Gesellschalft, Nakamichi, z.B. neben dem Musiker Burnt Friedman und dem Lyriker Jürgen Nendza! 😉

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