• A species on the brink of extinction?

    After going to the cinema, I went to Saturn and came across the album „Prelude to Ecstasy“ by a band called The Last Dinner Party, decided to buy it, without ever having heard anything by this band. The cover photo shows five young women in extravagant clothes on what pretends to be a painting on a wall above a fireplace in an apparently prosperous old living room crammed with candles, flowers and other knickknack.

    There was a two-page article about the album (or the band) in DER SPIEGEL not long ago (headline: „A species on the brink of extinction“), but I hadn’t read it, merely removed it from the magazine and kept it on a pile of articles „to be read sometime in the future“. I came across it earlier today, but still only read the short abstract: „The music year 2024 starts unexpectedly – with a rock band. The Last Dinner Party, five women from London, are the hype of the hour. But why is that?“

    Surprised to find out, months later, that there was supposed to have been a „hype“, seems funny. But also raises questions: Was this „hype“ one of those that only music writers had longed for and simply claimed was going on? Usually, as someone reading a lot about current releases in a variety of international print and web magazines, one notices at least that something like that is going on. I guess I didn’t pay much attention to the release at the time, because I may have had the impression it was just another girl-band à la Goat Girl, Wet Leg (Wet Kiss? Long Leg? What’s that hyped duo called again?), Warpaint or something… Was it possibly just a „hype“ that happened during the first week of February? Normally, something is only considered as such when many magazines write about it and you can’t help at least hearing about it repeatedly over a certain period of time (a few weeks or months or so, like with Floating Points & that late sax Altmeister whose name I can’t think of right now, or with Kamasi Washington, being a „hype“ again with every album he puts out, or with Nils Frahm or Adrianne Lenker). Has anyone around been aware of the „hype“ around The Last Dinner Party? If so, can they briefly enlighten me where (and on what grounds) this hype took place, if it did?

    Looks like the album did get a lot of positive reviews, and I somehow didn’t even notice it. That was probably during the Berlinale, when it passed me by.

    Now I just listened to it. Interesting album. Well-produced retro pop like this is always kind of fashionable (aka „hype“?); particularly in the 2020s, when it’s done by an all-female band. I’ve only listened to it through once so far and was a bit startled at one point wondering „Which album did I actually put on? I don’t even have any ABBA albums…“ (or else: „Is this genuinely an ABBA cover? And if so, why?“)
    Yes, ABBA just always seems to go down well with both the general public and special interest listeners… I’ve never been able to get excited about them. Anyway, interesting album. Very upbeat and charming.

  • „Leaving the dream“

    Zum ersten Mal hörte ich einen Song von „Hejira“, in einer Radiosendung im Westdeutschen Rundfunk, nachmittags. Welche Nebensächlichkeiten sich da einbrennen – ich sehe ein herbstliches Nachmittagslicht im Garten, Karl Lippegaus moderiert, es regnet graue Schleier, Jonis Stimme strömt aus Lautsprechern aus Mahagoniholz, und ich weiss, dass diese Musik nicht einfach bloss nachhallen wird, sie wird Begleiterin sein, from station to station, all ihren Fluchttendenzen und Flüchtigkeiten zum Trotz. Das Lied besass etwas, das, wie sich bald herausstellte, alle Songs des Albums auszeichnet, einen vorwärtstreibenden, sanften wie unnachgiebigen Puls, ein Flirren wie von Luftspiegelungen erzeugt. Jeder, der das Album lieben gelernt hat, sieht in diesem Moment das Cover vor sich, das perfekt zu den Texturen der Musik passt. Die Juli-Ausgabe von UNCUT erzählt die Geschichte, viele Geschichten, die sich um Hejira ranken. Und sie beginnt ungefähr so:

    „Im März 1976 packte Joni Mitchell ihr Auto – einen großen, kastenförmigen Mercedes 280 SE, den sie Bluebird nannte und den sie 1969 mit ihrem ersten Tantiemenscheck gekauft hatte – und begab sich auf die I-15, um nach Damariscotta, Maine, zu fahren, das sehr, serh weit von Los Angeles entfernt war. Sie hatte keinen Führerschein, aber das sollte sie nicht aufhalten. Eigentlich sollte sie The Hissing Of Summer Lawns in Europa promoten. Stattdessen begab sie sich auf eine wilde Verfolgungsjagd quer durch das Land, mit einem alten Liebhaber und seiner neuesten Flamme sowie mehreren Anhängern voller emotionaler, psychologischer und pharmazeutischer Probleme.

    Ein paar Monate später kehrte sie nach LA zurück, nachdem sie über 10.000 Meilen zurückgelegt hatte. Sie war allein durch das ganze Land gefahren, um den Golf von Mexiko herum, durch den tiefen Süden und die Sonora-Wüste. Ihre Verluste waren zahlreich: ein Verlobter (ihr Schlagzeuger John Guerin), ein Haufen Geld von der abgesagten Tournee, ein Großteil ihres kommerziellen Erfolgs, ihr Ego (für drei Tage, nachdem sie zu Beginn ihrer Reise in Boulder dem abtrünnigen buddhistischen Guru Chögyam Trungpa begegnet war), und anscheinend eine ganze Oktave ihres Stimmumfangs. Aber sie kehrte von ihren Reisen mit einer seltenen und kostbaren Traumfracht zurück: den neun Songs, die Hejira bilden.“

  • Chiaroscuro (revisited)


    Chiaroscuro entstand während einer Reise durch Norwegen. In einigen Clubs waren vielleicht zwanzig, manchmal  fünfzig Zuhörer dabei. Ich erinnere mich, das erste Stück, „Opening Image“, wurde auf einer Mini-Disc aufgenommen. Es wurde so leise aufgenommen, das du das Rauschen hören konntest. Das Rauschen war übermächtig, wir mussten was damit machen. Und Erik Honore, nun, er ist der perfekte Produzent, ein  Meister der Töne, er findet stets auf kreative Art Lösungen für ein Klangproblem. Er schlug vor, den Synthesizer einzusetzen, um noch mehr Rauschen zu erzeugen, das neue Rauschen zum alten hinzuzufügen, und mit dieser Dynamik des Rauschens zu arbeiten, so dass das Rauschen selbst eine Art Instrument wird.“ (Jan Bang)

    This year‘s Punktfestival will see the original line-up of „Chiaroscuro“ on center stage celebrating Arve Henriksen’s groundbreaking album, where the acclaimed trumpeter is joined by Jan Bang and Audun Kleive. Let‘s call it back-to-the-roots magic! In regards to Jan‘s memories of that old concert tour, one question arises: with that lack of tape hiss during that forthcoming concert, will there be samples of the old noises, and a synthesizer in action for covering them up? No kidding, the original remix of the recorded sound definitely had an impact on the final magic. (m.e.)

  • June Revelations (Album & Archive)



    Album – Dass englische Städteplanung vom Ende der Siebziger Jahre mal eine hochinteressante Reihe von Alben aus der Sparte „Elektronika“ auf den Weg bringen würde, ist eine kleine Überraschung. Was uns ein gewisser Gordon Chapman-Fox seit Jahren anbietet, ist ein wundervoll-hintersinniger Soundtrack zu „kommunalen Stadtgeschichten“. Der vierte Teil dieser Serie fand sich speziell im alten Königreich auf vielen Jahresbestenlisten anno 2023. Hauntology and psychogeography, composed by a sharp political mind. Der Transfer zur alten Bundesrepublik ist nur ein Katzensprung. „Your Community Hub“ ist der fünfte Streich dieser Klangveranstaltung mit dem poetischen Namen „Warrington Runcorn New Town Development Plan“. Wer sich schlau machen möchte, schaue zu Bandcamp, oder in die Juni-Ausgabe des Magazins „Electronic Sound“, in der sich auch ein Gespräch mit Mr. Trunk findet, hier ein Auszug…

    Archive – Wir bleiben im Reich (von Fall zu Fall) beseelter Objekte, und, was die Autorenschaft angeht, im alten England: wer durch Jonny Trunks neuen Bilder- und Erzählband schmökert (und hier ist genussvolles Schmökern angesagt, für alle Freunde alter Hifi-Gerätschaften), wird unweigerlich an seine eigene Kinder- und Jugendtage denken. (Mir fällt, läge ich auf eine Couch und würde zum freien Herumspinnen ermuntert, sogleich eine schwere Tonbandmaschine einfallen, mit der ich abends, im ersten Semester in Münster, in der Wohnung eines, in den wenigen Monaten dort, versterbenden Rentnerpaares, auf alten BASF-Bändern, meine musikalische Grundversorgung und und Seelennahrung sicherte. Danke, Leonard. Danke, Bo Hansson.) „Audio Erotica: Hi-Fi Brochures 1950s – 1980s“ ist weitaus mehr als eine obskure Broschürensammlung. In den Klanghorizonten war Johnny Trunk öfter zu Gast, ein Spezialist für Zeitreisen in die gesammelten Unheimlichkeiten der Kindheit, von wilden Comics, über erste Horrorfilme und die grosse weite Welt der „library music“, bis hin zu surrealen Trickfilmserien.

  • Zeit der gesammelten Farewells


    Die schönsten Fussballfeste haben immer auch etwas Melancholisches an sich, mal einen Hauch, mal ein heftiges Quantum. Das konnten wir gestern in Dortmund erleben. Einen Platz hatten wir zwar nicht im Stadion gefunden, dafür im Strobels, dem Biergarten direkt nebenan. Werner und ich liessen die Saison Revue passieren, und machten es uns bei Apfelschorle und Currywurst vor einem Bildschirm bequem. Selbst unsere Ladies konnten sich nicht jenem Hauch von Schönheit und Wehmut entziehen, als der Augenblick für die Ewigkeit gekommen war. Marco Reus liess Sekunden zuvor alle Luft aus dem Brustkorb entweichen, um maximal entspannt zu sein. Ein kurzer Anlauf, und der Ball, der knapp vor der Strafraumkante lag, nahm eine göttliche Flugbahn, und schlug, ratzfatz und messerscharf, im linken oberen Winkel ein. Der Torwart der Lilien soll, so heisst es heute, erst Sekunden später realisiert haben, dass ein Ball in seinem Netz lag. Ein besonderer Moment, aber letztlich tut die Zeit, was die Zeit eben so tut, sie tickt weiter. Und so nahmen die gesammelten Farewells ihren Lauf, wie in einer Ballade von Richard Hawley. Es war das letzte Spiel des Magiers vor heimischer Kulisse, Mats Hummels wird wohl auch gehen. Der berühmte Satz aus alten Märchen könnte nun hier seinen Platz finden, aber es gilt ja noch ein anderes Fussballmärchen zu schreiben, in vierzehn Tagen, in Wembley. Realistisch ist das nicht, aber was, bitteschön, heisst schon Realismus?!

    On the record player the day after, and highly recommended:

    • Don Cherry / Dewey Redman / Charlie Haden / Ed Blackwell (aka Old And New Dreams): Playing (eine fantastische ECM-Liveaufnahme aus Bregenz anno 1980, das Cover mit dem Fussballtor:))
    • Richard Hawley: In This Town They Call You Love (das neunte Studioalbum von RH enthält natürlich eine weitere Hommage an seine Stadt Sheffield, mit der für ihn typischen alten Klangsprache aus der Zeit vor den Beatles)
    • Michael Head & The Red Elastic Band: Loophole (ein grosser Geschichtenerzähler aus Liverpool)
  • Kellertänzer

    Die Maskentänzer. Lavinia Schulz und Walter Holdt, ein expressionistisches Hamburger Künstlerpaar, das ab etwa 1920 den Ausdruckstanz neu definierte und sich im Sommer 1924 aus bitterster Not unter bis heute nicht vollständig geklärten Umständen selbst ins Jenseits beförderte.

    Hinterlassen haben die beiden um die 14 Tanzkostüme, die zunächst mit allerlei anderen Hinterlassenschaften in zwei großen Transportkisten (für „dringlich zu beförderndes Artistengepäck“) auf dem Dachboden des Hamburger Museums für Kunst und Gewerbe gelandet und dort jahrelang vergessen worden sind. Heute, nach ihrer zufälligen Wiederentdeckung in den 1980er Jahren, gehören sie zu den beeindruckendsten Schätzen des Museums. Die Originale sind wunderschön restauriert, transportfähig sind sie aber nicht mehr, so dass letztes Jahr Repliken dieser Kostüme zur Biennale nach Venedig geschickt wurden, wo sie einiges Aufsehen erregten.

    Seit vielen Jahren geistert mir dieses Paar durch den Kopf. Ein Online-Artikel von mir über die beiden stammt von 2010, mein Radiofeature von 2016 im Deutschlandfunk steht ebenfalls noch online. Ich will die Geschichte der beiden hier nicht wiederholen — und brauche es auch nicht, denn es gibt sie jetzt als Roman. Dessen Autor, Nils Jockel, könnte kompetenter nicht sein.

    Foto: Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg

    Jockel, langjähriger Kunstvermittler und Kurator, ist nämlich derjenige, der seinerzeit zusammen mit einer Praktikantin diese Tanzmasken auf dem Dachboden des Museums wiederentdeckte, und seitdem lässt auch ihn dieses Paar nicht mehr los — um so mehr, als er indirekt durch die Falke-Schwestern auch familiäre Beziehungen zu der Geschichte hat (in Hamburg weiß man noch, wer sie waren).

    Der Roman „Kellertänzer“ bearbeitet sein Thema auf drei Ebenen: Zum einen ist dies die tatsächliche Geschichte Lavinia Schulz‘ und Walter Holdts, soweit sie sich rekonstruieren lässt. Zum zweiten erscheint auf der Biennale Jockel in Gestalt seines Alter Egos Nick Lainwander selbst in der Handlung und schildert — zum Teil in Gesprächen mit einem Freund namens Daniel — nicht nur den Fund der Tanzkostüme, sondern auch, was danach mit ihnen passiert oder eben nicht passiert ist. Er macht den Leser dabei mit einigen der Folgen bekannt, die seine Obsession für seine Beziehung zu Hannah hat. Und genau daraus resultiert die dritte Ebene, und die ist ausgesprochen clever: Da denkt nämlich sozusagen der Roman über sich selbst nach. Es geht um die Frage, wie weit man eigentlich real existiert habende Personen aus künstlerischen Gründen fiktionalisieren darf, wenn man nur Bruchstücke über ihr Schicksal kennt.

    Damit sticht Jockel geradezu in ein Wespennest, denn fiktionalisierte Geschichten, Serien und Verfilmungen der Lebensgeschichten realer Personen, sogenannte Biopics, sind seit geraumer Zeit schwer in Mode, und ein Ende ist nicht abzusehen. Der Roman beantwortet die Frage nicht, aber man nimmt sie mit.

    „Kellertänzer“ ist gut lesbar geschrieben und führt den Leser tief in die Lebenswirklichkeit nicht nur der Künstler, sondern auch der „normalen“ Menschen jener Jahre hinein. Jockel macht uns bekannt mit etlichen damals prominenten und teils heute noch klingenden Namen und vermittelt ein eindringliches Bild der zum Teil unfassbar elenden Lebenswelt der Menschen, die in der frühen Weimarer Republik nicht auf der Sonnenseite standen. Ich selbst hätte mir die Persönlichkeiten der Charaktere in einigen Punkten etwas anders vorgestellt, aber das schadet gar nichts, denn genau da stellt sich die Frage nach der Fiktionalisierung.

    Wenn Nils Jockel am Ende des obenerwähnten Radiofeatures sagt, er sei noch immer nicht durch mit der Geschichte, dann weiß man nach der Lektüre dieses Buches, weshalb. Man legt diesen Roman nicht einfach aus der Hand. Er hallt noch tagelang nach.

    Nils Jockel:
    Kellertänzer
    KJM Buchverlag 2024, 310 Seiten
    ISBN 978-3-96194-231-2, 26 €

  • „Im Rausch der Dejavus“

    „Colin Farrell carries the weight of this neo-noir effortlessly as John Sugar. Giving off some Chinatown vibes combined with flashes of LA Confidential, Sugar is a complex thriller with slow burn intensity that is worth every moment of your attention.“ (Martin Carr) The new TV series with Colin Farrell features the track «Abandoned Cathedral» composed by Bang/Henriksen.  Taken from the Arve Henriksen „Places of Worship“ album, produced by Bang/Honoré.  Die Serie wagt einen gewitzten Blick hinter die Kulissen einer Hollywood-Story, die beides enthält, Verklärung und Desillusionierung. Die Macher von „John Sugar“ sind begabte Gaukler, die ihre Genre-Versatzstücke über acht Episoden hinweg als Köder für eine facettenreiche Betrachtung der conditio humana auslegen – und dabei die Magie des Kinos immer wieder spürbar machen. „John Sugar“ verströmt einen spziellen Zauber, wenn man sich auf das Spiel von Original und Fälschung einlässt.  Eine der besten Serien, die ich in den letzten Jahren geseheh habe. Ich stimme den lapidaren Sätzen von Martin Carr zu. Dieses achtteilige Meisterstück (Apple plus) hat, kein Grund, das zu verschweigen, ein recht kontroverses Echo erfahren. Wer in den vollen Genuss kommen möchte, sollte keine weiteren Kritiken lesen, sie könnten zu viel verraten. Close to perfect for us lovers of film noir with a twist. Wenn ich jemals Drehbuchschreiber geworden wäre, dieses hätte ich gerne geschrieben. Die Schauspieler, die Regie, der Schnitt, die Musik, die Kamera, die Dejavus, alles class A. (m.e.)

  • Curated Reality

    Mit Erstaunen lese ich, dass The The ein neues Album ankündigen, das erste seit 2000, und damit auch auf Tour gehen werden. Die beiden Termine in Deutschland werde ich leider verpassen. Anfang der 90er war die Formation um Matt Johnson eine der wichtigsten Bands für mich, Soul Mining, Infected, Mind Bomb und Dusk habe ich rauf und runter gehört, die Texte kannte ich auswendig. Der neue Song mit dem schönen Titel Cognitive Dissident gefällt mir – nichts weltbewegendes, ein solides Stück Musik. Das Album erscheint im September.

  • Civil War (written and directed by Alex Garland)

    I found Civil War by Alex Garland a very, very good movie. I wouldn’t have expected, or predicted, this, given that Garland’s previous films were certainly very watchable, but his Amazon Prime series Devs didn’t quite work out and turned out to be more and more annoying and so I never finished watching it. Garland’s new movie Civil War is in a quite different league, despite the fact that his previous films were already quite good, not least when it comes to American filmmaking. And I might need to stress that Kirsten Dunst impressed with an Oscar-worthy performance.

    »Contrary to what the trailer might suggest, „Civil War“ is far from being a clumsy dystopian action thriller. Nor can the scenario be read as a commentary on Donald Trump and his authoritarian right-wing politics. As in all his films, Alex Garland explores issues of a both a structural and philosophical nature. In his horror film „Men“, he exposed the mythical dimensions of abusive masculinity; now, in „Civil War“, he is concerned with the politics of images and the journalistic business of war.

    (…) Yet „Civil War“ does not simply leave it at this reflection on journalism. Rather, the film increasingly develops into a biting critique of the hubris of the United States. (…) „Civil War“ is a great, self-confident and intelligent film about the current times.«

    (Translated from German review by Sebastian Seidler.)

    The Hollywood Reporter review, »The Compellingly Packaged Cowardice of ‘Civil War’«, suggests the movie doesn’t really go below the surface, as quite some people have been saying about Garland’s work in general. I feel it is telling that the Hollywood[!] Reporter runs a film review criticising a European filmmaker for not providing enough Hollywood storytelling in his mainstream movie. I certainly can understand a film critic writing, „I would much rather have seen a film by Alex Garland that provides me with answers than one that leaves central points of the film open and for the viewer to find answers“. But maybe it is also quite an American thing to write that like five times in a review.

    Generally, it’s claimed that Germans have a penchant for telling others how things ought to be done right or wrong. But the fact that the reviewer makes a point of writing at least five times in this text that „Why is this happening?“ remains unanswered illustrates a fundamentally divergent understanding: mainstream cinema typically doesn’t leave any big questions hanging, normally offers „safe“ answers to avoid irritating (or challenging) the audience too much, whereas European filmmakers regard this as a quality and at times believe that giving answers and explaining everything is a rather inherent weak point, as viewers will then feel like, „Phew, thankfully the situation on screen is not the same as in my reality, so I don’t need to worry about this issue.“ 

    It’s also something I see increasingly in movie reviews these days , this tendency to literally write, “I would have preferred to see a different movie than the one this director/writer/producer chose to tell” or “a pity they didn’t tell the story the way I think is the right one.” Not saying this film is perfect, I think this aspect is actually a very positive thing about this US mainstream production. And, from what I read, Civil War went to the number one spot in US movie charts. I think Civil War is a really interesting approach to mainstream American filmmaking. I didn’t expect more than his previous films gave me, so I was surprised i found it bolder, more uncompromising and relentless (than those others), but also quite tense and very well directed. Warning: not for the faint of heart!

    Written by Ingo J. Biermann

  • Leftfield music with a touch of „Sowiesoso“

    „Walks“, the new album by English duo Group Listening. You sometimes have to go to the margins to get hold of such treasures like „Clarinet and Piano – Selected Works, Vol. 2“, their penultimate work. Funny the duo calls itself like it calls itself, but British humour is part of the presentation of this awesome contemporary folky kosmische chamber improv and all. When asked for a recording anecdote Stephen Black says: „Nothing particularly exciting, just your usual next door’s dog barking, or the sound of a pigeon in the chimney breast. It was fuelled by coffee and cheap bread.“ Nothing to add to this.

    31st May – Loves Cafe,Weston-Super-Mare 
    1st June – Shift, Cardiff 
    4th June – Kazimier Stockroom, Liverpool 
    5th June – Glad Cafe, Glasgow 
    6th June – Sneaky Pete’s, Edinburgh 
    7th June – Futtle, Fife 
    8th June – Brewery Arts Centre, Kendal 
    9th June – Hyde Park Book Club, Leeds 
    11th June – Colchester Arts Centre, Colchester 
    12th June – St Matthias Church, London 
    13th June – Wedgewood Rooms, Portsmouth 
    14th June – The Rose Hill, Brighton 
    16th June – National Justice Museum, Nottingham 
    26th June – Dareshack, Bristol 
    27th June – The Grayston Unity, Halifax 
    28th June – Unitarian Church, Shrewsbury 
    29th June – The White Hotel, Manchester