„glow, glow, afterglow“ – monthly revelations (January 2026)
Glow Factor 10 collection: Pharoah Sanders has made „TAUHID“, Jan Garbarek has made „DIS“, Brian, Roger and Daniel have made „Apollo“, Van Morrison has made „VEEDON FLEECE“, Julian Priester has made „LOVE, LOVE“, Julie Tippetts has made „SUNSET GLOW“, David Darling has made „CELLO“, Laurie Spiegel has made „THE EXPANDING UNIVERSE“, Arve Henriksen has made „CHIAROSCURO“, Bill Callahan has made „APOCALYPSE“, Lambchop has made „SHOWTUNES“, and Steve Tibbetts has made „CLOSE“.

album Björn Meyer: Convergence
archive Alabaster DePlume: To Cy and Lee – Instrumentals Vol. 1Ganz besonders gut geht Sternegucken hier, wo ich in den kommenden 14 Tagen bin. Denn Pellworm darf sich ganz offiziell als Sterneninsel bezeichnen und hat den Titel von der International Dark-Sky Association (IDA) verliehen bekommen. Die Insel ist umgeben von geringer Lichtverschmutzung, wodurch sich ein gigantischer Sternenhimmel über Pellworm erstreckt. Allein die Wolkendecken müssen sich verflüchtigen. Nun gut, „Apollo“ habe ich jedenfalls dabei, das Meisterstück von Brian, Roger und Daniel, natürlich mit der zweiten Weltraumreise 36 Jahre später. Wann hat ein Trio nach so langer Zeit noch mal zusammen gefunden, und die eigene Klasse gewahrt, statt matten Abglanz zu liefern?! Anbei, etwas anders geordnet, die Offenbarungen des Januars (wir sehen das zeitlich nicht so eng und sammeln nur allerlei Faszinierendes der jüngeren Gegenwart!)
film Sentimental Value
binge Blue Lights, season 3 (1,2,3, auf Prime in Original)prose Noch einen Monat lang Jan Reetzes Buch über Joe Meek
talk Michaels 2016 Interview mit Steve Tibbetts zu LIFE Of *
radio Zum definitiv letzten Mal die letzte lange Nacht der Klanghorizonte*zur Einstimmung auf das Steve Tibbetts Portrait am 22.1. um 21.05 Uhr im DLF
Afterglow Pellworm-style: Hello, darkness, my old friend! „The solstice has arrived and we have entered “Evening Star weather,” in honor of the second collaborative album from pioneering English musicians Brian Eno and Robert Fripp, released in December of 1975. Fifty years on, you can hear large swaths of the ambient genre echoing through Evening Star: The cosmic calm of Steve Roach’s classic 1988 album Structures From Silence. The neo-classical predilections of Eluvium and Stars of the Lid. The billowing atmosphere of Wolfgang Voigt’s music under the name Gas. The cracked nostalgia of Fennesz’s Endless Summer. Kyle Bobby Dunn’s commitment to drones that . . .“ (Aquarium Drunkard)
Afterglow „Lebendige Würzburger Melancholie“ (1978)
Afterglow „Lanzarote Dreaming 2017“ (für Lajlas Stillebenlektion)
Afterglow „Bergeinöden 1982“ (in loving memory of Gudrun Hörner-Schwarz)
Als ich dann Tom Verlaine hörte, war Ende Gelände
Vielleicht hat das alles damit zu tun, dass
ich heute Müll aus fünf Jahren auf meine Deponie brachte,
und dabei das ganze Album Too-Rye-Aye hörte,
ohne es zu wollen besteige ich dabei ein Luftschiff,
dass mich ins Jahr 1982 transportiert
unweit der tschechischen Grenze, Gllückstaumel
und Desaster insclusive Aber allles, alles mit dem Verve
der Stimme von Kevin Rowland. Also legte ich los,
im Grunde zu müde, mit dem Film „Passagiere der Nacht“,
und war von der ersten Minute an in Paris, oder voll
durch den Wind, in jeder Szene, in einem alten
Jahrzehnt, und nicht weil es um Nachttadio geht, oder Charlotte
Gainsbourg den Blues hat. Als ihr Sohn Mathias klopfte
und Talulah (eine Fast-Verlorene, die ganz zu Anfang
aus dem Nichts auftauchte) die Tür öffnete, und ich dachte,
scheisse, das kenne ich doch und Talulah sagte: das ist Television,
schossen mir die Tränen aus den Augen. Ich war so müde und so
anwesend in diesem kleinen Wohnzimmer, dass ich
das Gefühl hatte, ich sehe mir selber zu, meinen gesammelten
Träumen, meinem beiläufigen Scheitern, meinem unheimlichen Glück,
meiner Blindheit und, dass Magie seltener ist als Schnittwunden,
Narben, plötzliches Verschwinden, gruselige Gutenacht-Geschichten –
oft genug nur eine Handweit, einen unglaublicher Satz, zwei Blicke entfernt.Christmas greetings from Notting Hill
Thank you Michael! 3 mentions in your top 25 is an amazing accolade!
And now I have to listen to all the other ones you’ve listed that I haven’t heard yet.
Very kind of you to send this to me. Beatie will be thrilled.
Lots of love and Happy Christmas
XXB
my little electric cave film festival (January 2026) is sold out!

Ausverkauft war leicht bei jeweils sechs Gästen. Ich bin nur der Filmvorführer und sorge für Snacks und Rotwein. Ansonsten mache ich in der Regel aus dem Stegrief eine kleine Einführung, zwischen fünf und zehn Minuten, und verrate dabei kaum was über den Inhalt von jedem dieser Filme, die unterschiedlcher kaum sein könnten, und die doch einiges verbindet! Die Ausnahme ist der dokumentarische Film, bei dem ich einen Aufriss der historischen Situatiom gebe. Unddas dauert etwas, da musste ich mich selbst gründlich einarbeiten. Ich empfehle jeden dieser Filme, sie sind alle erhältlich als bluray oder dvd!


Ein appetizer für „Dark City“: „One of the most underrated films of the 1990s gets its first 4K release thanks to Arrow Video, and it’s an incredible one. Alex Proyas’ Dark City (1998) is a masterpiece of shadows, and the deep blacks look fittingly incredible in this restoration, while the increased clarity and detail of everything else do wonders without ruining the film’s style. That aesthetic is a perfect fit for a neo-noir story with sci-fi twists, a film that feels like the true successor of Blade Runner (1982).“

Der lange Abschied von Coopers Kleingebäck

Schaut man sich kurz das Cover an, könnte man meinen, ich sei im Dunstkreis der Taylor Swift-Gemeinde gelandert – ist da noch so eine Hochglanzblondine, die mit Identifikationsangeboten und Erhabenheitsposen, Schönklang und Pomp ihre Fäden zieht? Zum Glück nicht. Nicht so lange her, da gestaltete Emma Swift ein Coveralbum voller Dylan-Lieder, mit dem gewissen Extra, viel Talent, und der Frage, ja, ganz schön, aber wozu? Es folgte erstmal nichts, dann ein Nervenzusammenbruch, der nicht mit einer Valiumkur und ein paar aufbauenden Gesprächen aus der Welt zu schaffen war. Und nun ein erstes Album voller eigener Lieder und Worte. An ihrer Seite ein mir unbekannter, aber erstklassiger Produzent, der zeigt, wie sehr man mit dem Inventar des barocken, orchestralen Beiwerks umgehen kann, ohne diese fragilen Liedern mit ihren noch zerbrechlicheren Versen bloss hübsch aufzubrezeln. „The Resurrection Game“ (welch gelungener Titel!) ist ein im allerbesten Sinne „romantisches Album“, das, wenn man die Lieder und die Worte nahkommen lässt, hier und da nie ganz verheilte Wunden in Bewusstsein rückt („going where the lonely go“), in seltsamem Einklang mit der Lust, Tag für Tage neue Lebendigkeiten ausfindig zu machen. Und, als wäre dies derzeit eine Laune des Zeitgeists nach dem Tod von David Lynch und dem langen Abschied von Coopers Kleingebäck, spielt der erste Song der ersten Seite der Schlallplatte fraglos in einer Bar in Twin Peaks: Julee Cruise und Emma Swift hätten sich viel zu erzählen!
Die letzten Rätsel des Weissdornwegs
Es war ein Film, der mich tief berührte, als ich ihn einst im Kino sah, entführte er mich doch ins Reich der Kindheit, und da war es egal, ob die Geschichte in Amerika spielte oder am Weissdornweg. „Stand By Me“. Ein paar Jungs machen sich auf den Weg in einen Wald nahbei, und entdecken eine Leiche. Rob Reiners Geschichte habe ich auch später immer wieder mal gesehen, und er meinte, der Erfolg des Filmes habe auch damit zu tun, dass es an einer Stelle heisse, solche Freundschaften, wie man sie mit zwölf Jahren habe, gäbe es nie wieder. Sentimental oder nicht, ich würde dem zustimmen, machte ich mich doch vor Jahr und Tag auf die Suche nach meinem einstigen besten Freund in Volksschulzeiten. Dass sie Schule Brüder Grimm-Schule hiess, hätte auch Stephen King gefallen, der die Vorlage für Rob Reiners Film lief. Meine kleine Detektivstory kann hier jeder nachlesen, der unter suchen „Im Club der Fische“ eingibt, vier Teile finden sich da mindestens.
Und es hatte etwas Tragisches, dass ich ihn nur ganz knapp, etwa um drei Häuser, verfehlte, meine besten Freund, weil ich meine Suche an einem bestimmten Punkt abbrach. Ich hätte ihn beinah noch einmal angetroffen, wenige Monate vor seinem Tod. Wäre es zutiefst bewegend gewesen, keine Frage, ja! Bestimmt auch befremdlich für Mattes, wenn da plötzlich ein Zeitreisender vor der Tür gestanden hätte, und ich aus Verlegenheit mit dem Finger in die Richtung der Weissen Taube gezeigt hätte, wo uns zwei Kids 1966 völlig humorlos mit einem Messer bedroht hatten.
Dafür begegnete ich andern aus meiner ersten Schulzeit, Zurli, Klaus, und vielleicht bald auch Zurlis Schwester, die das lebende Gedächtnis der Siedlung im Weissdornweg in Dortmund zu sein scheint, wenn Zurli mal so ins Reden komm. Es gäbe noch einige Geheimnisse zu lösen, ein paar verdammt offene Fragen, und wenn wir einfach mal einzelnen Puzzlestücken hinterhergingen, und unsere Erinerungen wie durchsichtige Polaroids übereinanderlegten, köme vielleich das eine oder andere heraus. All das brachte sich mir in Erinnerung, als ich gestern vom gewaltsamen Tod Rob Reiners las, und von den hässlichen Worten, die ihm der Abschaum von einem amerikanischen Präsidenten hinterher geschickt hatte.

Die gute alte Singerhoffstrasse. Eine Art Hörspiel mit Zurli.
(einfach auf die obige Zeile klicken und auf halbswegs tauglichen Lautsprechern laufen lassen.)
Gespenstergeschichte
Vielleicht ist es vier Wochen her, als ich mich mit Zurli traf und wir endlich unseren kleinen Spaziergang durch die alte Siedlung unserer Kindheit unternahmen. Er war ganz schön angeschlagen, und ich war auch nicht bester Stimmung. Der Himmel war tiefes Grau, ab und zu zog ein dichter Vorhang voller Regentropfen über uns hinweg. Der Weissdornweg. Das Seltsame war, dass die ganze Siedlung wie ausgestorben dalag. Also, weil alle Menschen fort waren, blieben die Dinge allein, um Erinnerungen auszuösen. Das war die grosse Garagenfront, wo wir Fussball spielten, und das Knallen des Balls gegen metallische Tore einen solchen Krach verursachte, das ein Rechtsanwalt an der Grotenbachstrasse immer wieder laut rumtobte. Aber wir waren Kinder, unangreifbar. Natürlich wurde einiges in der alten Siedlung, die um 1960 hochgezogen wurde, renoviert, die Fassaden glitzerten runderneuert. Aber die als Tore dienenden alten Teppichstangen waren verschwunden. Zurli konnte sich nicht an die buschikose Beate erinnern, die genauso gut mit dem Ball umgehen konnte wie wir, und in die heimlich verliebt war. Wir tauschten unsere Erinnerungen aus wie Bilder einer Wundertüte, wohl wissend, dass diese fernen Dinge der Volksschuljahre immer nur kurz aufblitzen würden, um dann wohl für immer zu verschwinden. Die Melancholie war greifbar. Einmal begegnete uns dann doch ein Mensch, der aussah wie ein Oberschullehrer und sich seltsam zielstrebig und fussläufig duch die Siedlung bewegte. Er schien hier ein Leben zu haben, wir hingegen hatten den Wind, den Nieselregen und all die kurz aufflackernden Momente aus der Tiefe des letzten Jahrhunderts, Momente, die einmal den Anschein hatten, für immer und immer zu sein, bruchfest, verlässlich, widerständig. Sie waren alles andere als das. Ich liege auf der Couch, der Himmel hat das gleiche Weissdornweggrau, und ich gehe gleich in meine Höhle und höre „The Resurrection Game“ von Emma Swift. Ein wunderbares Album.
Michaels 12 Wiederveröffentlichungen des Jahres (strictly ranked, reflected & researched)
Here comes a radio story, but before that old repertoire anecdote, here are my three radio show dates of 2026: 22. Januar, 21.05 Uhr – „Die Minesota – Kathmandu – Connection“ („die ECM-Jahrzehnte von Steve Tibbetts“) // 28. Mai, 21.05 Uhr „Klanghorizonte“ // 24. September, 21.05 Uhr „Klanghorizonte“

Charm and a smile are involved when you listen to an old album and fall in love (at least a little bit) with it decades after it has seen the light of day. In this case I blame it on a young woman that I never gave Tangerine Dream a real try. It must have been 1976, summertime, when i listened to Zündfunk radio in Würzburg, Michael Hütter at the microphone, and TD in the middle of their Virgin years. Hutter invited guests, listeners of the show, from time to time. I thought „hey“, i thought „wow“, i liked her voice (soooo much), as i liked what she said. „There is more resistance in the music of Brian Eno than in the works of Tangerine Dream.“ I swear she used the word „Widerstand“. At that point I thought of Tangerine Dream as free floating drug music anyway, nice, yes, but a bit relying too much on special effects and the newest sounds from the day. My few listenings (and this girl‘s words) sealed the deal of my nearly life long distance with TD. I was so impressed by that radio voice, I was thinking hard of how to reach out for her. I didn‘t. I think she‘s still alive and kicking.
1) Paul Bley: Open, To Love (ECM) 2) Bennie Maupin: The Jewel In The Lotus (ECM) 3) Tim Buckley: Happy Sad 4) Miles Davis: Agharta 5) Spain: The Blue Moods Of Spain 6) Garbarek / Brahem / Hussain: Madar (ECM) 7) Ø: Sysivalo (archival discovery) – „an austere, yet texturally rich strand of icy minimalism, these recordings from the Pan-Sonic co-founder Mika Vainio felt like sanctuaries crafted from permafrost.“ 8) Arthur Russell: Open Vocal Phrases Where Songs Come In And Out (archival discovery) 9) Tangerine Dream: Phaedra 10) David Sylvian: Manafon Variations (My interview on „Manafon Variations“) 11) The Passengers: Original Soundtracks, Vol. One 12) Keith Hudson & Soul Syndicate: Nuh Skin Up Dub
monthly revelations update (december)

Alice Fischer hat einen feinen Text über Christian Petzolds Film „Miroirs, No. 3“ geschrieben, und Brian Whistler en detail, was ihn an den Serien „Pluribus“ und „Severance“ sowie der von Peter Jackson neu aufbereiteten „Beatles Anthology“ (Disney) so fasziniert hat. Ich habe ein paar Zeilen geschrieben über das allerfeinst gewobene Songalbum „Daylight Daylight“ von Steve Gunn, und feile noch ein wenig an meiner derzeitigen „12 best of-Garbarek“-Liste, weil mich die Neuauflag von „Madar“ (aus der ECM Vinylserie „Luminessence“) rundum begeistert. So bleibt die letzte lange Klanghorizonte Nacht des Deutschlandfunks vom Herbst 2021 noch einen weiteren Monat zu hören (alle fünf Stunden), und auch das Interview mit Annette Peacock bleibt mit seinem launigen „screenshot puzzle“ erhalten. Und last, but not least: Jan Reetze hat die erste deutsche Biografie des Produzenten Joe Meek geschrieben – ein toller Trip in eine alte Zeit! Ich habe diese Vita sehr sachlich vorgestellt, ohne sie mit all den sehr geschickt eingeflochtenen Stories, Anekdoten, Spekulationen, und Überraschungen zu unterfüttern. Der Leser wird staunen über das, was da alles los war!
Michael Engelbrechts 25 Alben des Jahres 2025 (second version)
Putting together
a year’s end list is like
playing solitaire by the window.EINS Steve Tibbetts: Close (Steve Tibbetts‘ new album is sailing stars. It is a kind of shadow play, too. The love of life, the losses. It is glowing from start to end, with two, three explosions along the way. Things can explode in quietude, too, on this haunting melange of electric and acoustic guitars with discreet and, sorry to repeat myself, „glowing“ percussion every once in a while. A thousand miles away from an old hippie‘s shangrila. Hotel California has shut its doors.

The playing of the Minneapolis-based musician is instantly recognizable: it circles around small rhythmic-harmonic sound cells with all kinds of drone sounds and finest beats— and, breathtaking, though never forgetting to breathe: the silences, the minimal zero points, the moments of nothing lasting fractions of a second or two.
„CLOSE“ is like a dark Rothko painting on fire, in purely metaphorical and sensual ways. The tracklist reads like a Samuel Beckett poem. And, in regards to these invocations, I ask myself: how can something „noir“ like this be so elevating, so heartwarming?!
And now, a mood line, and a timeline with a twist: Pharoah Sanders has made „TAUHID“, Jan Garbarek has made „DIS“, Van Morrison has made „VEEDON FLEECE“, Julian Priester has made „LOVE, LOVE“, Julie Tippetts has made „SUNSET GLOW“, David Darling has made „CELLO“, Laurie Spiegel has made „THE EXPANDING UNIVERSE“, Arve Henriksen has made „CHIAROSCURO“, Bill Callahan has made „APOCALYPSE“, Lambchop has made „SHOWTUNES“, and Steve Tibbetts has made „CLOSE“.
Glowing affairs all of them. Honestly, this album breaks my heart.)
ZWEI Brian Eno & Beatie Wolfe: Liminal (The voice, close-miked, has an unexpected range of intimacies to offer, but is not really reliable, coming along like an uncanny entity, ghost-like, a figure from a dream, a meditation on human fragility, a delicate splash of colour. What a seamless balance between the moments on the brink, and the almost warm-hearted adventures with „oceanic“ vibes in between! Exit strategies for sheer amazement are hard to find on this visionary, wild and strangely relaxed ride!)
DREI Anouar Brahem: After The Last Sky („The album’s title is drawn from a question the Palestinian poet Mahmoud Darwish posed in one of his poems: ‘Where should we go after the last frontiers? Where should the birds fly after the last sky?’ This thought resonates deeply as I listen to this album’s often mournful soul-searching….“ (Michael Gates))

VIER The Mountain Goats: Through This Fire Across From Peter Balkan (Vorsicht, Musical, Wenngleich ein dunkles! Wenn einer diesen Dreh hinkriegt zwischen Survival-Drama, Post-Existenzialismus und Broadway, dann der Herr der Bergziegen!)
FÜNF Brian Eno & Beatie Wolfe: Luminal (The weight of the world, deep and floating, Lajla played it “on high rotation” on Gomerrha. Accessibility does not hinder depth. Fantastic lyrics, perfect cycle, strangely beguiling.)
SECHS Lucrecia Dalt: A Danger To Ourselves (Fear of music? Just asking. The „noir“ album of the year. A study of passion, desire, love, lust, deep as deep can go. Highly adventurous! David Sylvian on board, too. Sylvian‘s „ethereal vibes“ in strange union with Lucrecia’s knack for hard core horror movies.)
SIEBEN Nate Mercerau / Josh Johnson / Carlos Niño: Openness Trio (A fantastic mix of sound searching „Nordic“ spheres, Californian hinterland meditation – and melodic free jazz. And this is a damned innovative album, and a bit of a shame that it does appear on Blue Note, because, in essence, it is a archetypal INTERNATUONAL ANTHEM RECORDS album, from the aesthetic point of view, and the magicians involved.)
ACHT Steve Gunn: Daylight Daylight (Song- und Soundgewebe der besonderen Art: in der Abmischung üben die Worte keinerlei Dominanz aus, zerfliessen im Raum. Aber hinhören darf man trotzdem: „Bevor der Film dir erklärt, was er bedeutet, ist die Geschichte völlig falsch und wird es vielleicht auch immer bleiben“, singt Steve G. an einer Stelle und weist damit diskret auf die Sinnlosigkeit hin, nach Anzeichen für einen großen Plan zu suchen, wenn doch die unmittelbare Gegenwart alles ist, was wir haben.)
NEUN SML: How You Been ( Wie man diese Musik in Worte fasst, wäre eine schöne Übung für einen „poetry workshop mit Martina Weber“. „Neo-maximalist-hypno-jazz“, for example. Seriously, it‘s a thriller for the ears, „where-am-i-music“, and the rare case where music that is not my cup of tea turns into exactly that – my cup of tea! – funny enough, in the JazzFacts Auslese 2025, SML was highly praised by Anja Bucnmann, Odilo Clausnitzer and Thomas Loewner (who calls it a perfect headphone experience).
ZEHN Mulatu Astatke plays Mulatu Astatke (Wer irgendwann der Serie „Ethiopiques“ begegnet ist, findet hier alles andere als einen nostalgischen Abklatsch. Packt mich vom ersten bis zum letzten Ton. Richard Williams hatte das Glück, die Band live zu erleben und erzählt auf The Blue Moment davon.)
ELF Jon Balke: Skrifum (I missed Jon in Kristiansand. Let’s call this, like that underrated gem of Leonard Cohen, another „new skin for the old ceremony“. Jon Balke’s fourth solo piano album on ECM is a strangely organic affair, no matter how much science from the laboratory may be involved. Imagine a long afternoon while listening to Skrifum, Keith Jarrett‘s Vienna, and Amanda Claudine Myers‘ Solace Of The Mind, one after the other. You will have a story to tell.)

ZWÖLF Alabaster DePlume: A Blade Because A Blade Is Whole (Der intime, bekenntnishafte Gesang von DePlume – ein Hauch von Donovan – und das vibrierende Saxofonspiel vermitteln alles von niedergeschlagener Zerbrechlichkeit bis zu entschlossener Stärke. Das Politische und das Private sind eins.)
DREIZEHN Night Criû (Eimal taucht, aus dem Nichts, ein Kinderchor auf und singt zu einem schrägen, asynchronen Uhrwerk-Rhythmus. Es ist die Gegenüberstellung von Präzision und Zerfall, die dem Album seinen wahren Charme verleiht. Dream-Pop der besonderen Art. Thanks to Leah Kardos, and her brilliant portrait of Hilary in the January 2026 edition of „Wire“, I discovered this album five days ago.)
VIERZEHN Jan Bang & Arve Henriksen: After The Wildfire (Another fine album from Punkt Editions, a moving modern day lamentation with some ecstasy involved … listen to a piece from it with our usual Norwegian suspects, as part of my recent „Klanghorizonte“ radio hour HERE!!!)
FÜNFZEHN Jeff Tweedy: Twilight Override (Less is more – not in this case. I was in for the ride, again and again. Floating through the lyrics was my starting point, before listening – and then I did the gooseskin trip! By the way, „The Ghost Is Born“ re-appeared in all our beloved formats!)
SECHZEHN Rich Dawson: End Of The Middle (Auf Anhieb zugänglich ist dieses Album nicht. Unso erstaunlicher, dass es in so vielen Jahresrückblicken auftaucht, mit seinem spröden Charme, seinem britischen Neo-Realismus, der mich an Kurzgeschichten von Alan Silitoe denken liess, und in seiner Sparsamkeit ein wenig vom frühen Neil Young inspiriert ist. Die Stimme sowieso ein Unikum, ein ferner Verwandter von Robert Wyatt, nicht nur die vocals. Zudem beleuchten markante Free-Jazz-Holzbläser Dawsons Erzählungen – im Finale dann grosses Cinemascope!)
SIEBZEHN Jeremiah Chiu & Marta Sofia Honer: Different Rooms (Blog diary: I sat down in my electric cave with a small pile of new experimental music, and that afternoon I fell in love with „Different Rooms“. At first I was sceptical about the spherical and synthetic (Klingklang is what I call sounds that just dance pretty on the surface), but it didn’t take long for one „wow!“ after the other. Wondrous music. Safe Journey. Henry, the radio man, left the party too early.)
ACHTZEHN Roger Eno: Without Wind, Without Air (The „Elderly Brothers“ on a late career high. Beunruhigende Ruhe, immenser Reichtum, Erschütterungen im melodischem Terrain. Eines seiner schönsten Alben.)NEUNZEHN The Necks: Disquiet (The trance work never stops. Ask Bernhard, the flowfloe rookie! Weeks and weeks ago, i listened to one of the four long tracks in Paris, on a warm sunny afternoon. I chose – what else? – WARM RUNNING SUNLIGHT knowing I would definitely be the first human to listen to it in my favourite Paris power spot, Le Jardin du Luxembourg. What a joyful experience lying on the green grass with closed eyes (mostly), with that warm running sunligh inside outside…)
ZWANZIG Cyrille – Frisell – Downes: Breaking The Shell (Red Hook Magic – ein eigenwilliger Produzent erkundet etliche Kirchenschiffe, bis er – endlich – den passenden Raumsound gefunden hat. Den Rest besorgen drei Magier. Ein Schelm, wer hier die Doors raushört! Ingo hat hier viel zu erzählen. Er war des öfteren vor Ort.)

EINUNDZWANZIG Baxter Dury: Allbarone „To truly love a Baxter Dury record is to spend time with the words. On a Dury , meanings slowly reveal themselves like one of those magic eye pictures from the nineties. However, that is to mistakenly assume that there is just one meaning. Play the album to a room of 20 and you’d probably be met with at least a dozen interpretations. What all would agree is that he has a nuanced understanding of the human condition: the emotional ups, the let-downs, and the everyday exposure to total dickheads.“ (so a smart Allborone review starts on PopMatters) p.s. – please don‘t be folled by these words – „Allbarone“ is not a cerebral thing and works fine on any dancefloor, couch levitation guru-style included! (m.e.)
ZWEIUNDZWANZIG Natural Information Society: Perseverance Flow (siehe Coverabbildung in der Tradition von Moki Cherry) – (das drittbeste Album von Joshua Abrahms‘ NIS – hat mich gerade rechtzeitig vor Nikolaus erreicht, um noch auf meine Liste zu springen! (Pitchfork vergibt 8.0, ich 8.7) Und bevor jemand nachfragt: die beiden anderen Knaller Truppe sind zwei der drei Alben davor: „Since Time Is Gravity“, sowie, mit Evan Parker, live in London, „Descension – Out Of Out Constriction“)

DREIUNDZWANZIG Jonathan Richman: Only Frozen Sky Anyway(Auszug aus dem Blog-Tagebuch, Spätsommer: „Manche halten ihn für einen Scharlatan, das ist auch schon Don Cherry passiert. Ich habe Jonathan Richman immer gemocht, aber seltsamerweise erst seit einigen Jahren intensiver gehört – sein neues Album spricht mir mit Liedern über den Tod, mit Witz und Wehmut, aus der Seele. Fehlt nur noch die Harfe von Harpo Marx. Ein Taking Head ist auch dabei.)
VIERUNDZWANZIG Benedicte Maurseth: Mirra ( „Fans of Robert Wyatt‘s Rock Bottom [one of the most heartbreakingly beautiful albums from the last 100 years; m.e.], mid-70s Bert Jansch [I saw Bert Bert Jansch solo in the summer of 1975 in the „Omnibus“, Würzburg; m.e.] and Popol Vuh‘s Aguirre soundtrack will get the idea. A thing of wild beauty.“ ((quote from a Mojo review that put a big smile on my face).
FÜNFUNDZWANZIGEmma Swift: The Resurrection Game („This is an album that exists, as Emma Swift puts it in the opening lines, between nothing and forever. Between the worst of times and the possibilities of everything else, between giving away the chance of recovery and trusting in the next step, between being alone when surrounded by others and being with others while just as happy alone. “Here comes the rain, there’s always the rain/Play the resurrection game,” she sings.“ This starts a fine review by Bernhard Zuel.)