Ein archetypisches „Coffee-Table-Book“ in drei Absätzen: Couchtisch, Privatraum und Storytelling

Als Coffee Table Books (frei übersetzt: „Couchtischbücher“) werden Bücher und insbesondere Bildbände bezeichnet, die oftmals großformatig und aufwendig gestaltet sind und auf Beistelltischen oder in Empfangsbereichen ausliegen, „um die Gäste zum gelegentlich darin Blättern anzuregen“. So kann man es bei Wikipedia nachlesen – und bei diesem von Geschichten, Erinnerungen und Bildern überfliessenden neuen Sachbuch aus dem C. H. Beck-Verlag handelt es sich um einen „instant classic“ dieses Genres. Es ist bleischwer, auch zur Hand- und Armgymnastik geeignet, und neben der schillernden Verpackung hat es jede Menge „content“. Nun ist es schon ein paarJahre her, da erschien im gleichen Verlag die wohl beste Biografie der „berühmtestesn Garagenband Livepools“, erzähltechnisch dermassen raffiniert aufgetischt, das es selbst solche Leser wie mich durch die Seiten fliegen liess, die bestens vertraut waren mit der Musik und den Stories rund um John , Paul, George und Ringo, Craig Browns „One, Two, Three, Four – Die fabelhafte Geschichte der Beatles“. Nun also eine Story aus den Lebensgefühlen der 1970er Jahre, anhand der Story von Paul und seiner „Geschichte einer Band auf der Flucht“. Wie der Tod von John Coltrane war auch das Ende der Beatlrs ein Schock, der die Künstler und Musiker von damals so erschütterte wie ihre immense Hörerschaft. Eine Stunde Null schlug hier wie da, und das galt natürlich auch für die Hauptdarsteller, die engen Kreise der Beteiligten. Was nun, das war die grosse Frage.
(Dies ist der erste von drei Absätzen einer kleinen Besprechung, in einer Woche, in der die Geschichte der Wings auch als Dokumentarfilm via Streaming in unsere Wohnzimmer gelangt, im zweiten Teil erzähle ich meine kleine Geschichte mit Paul „nach den Beatles“ (jeder Leser dieser Zeilen hat seine eigene), und im dritten, was dieses Couchtischbuch so besonders macht als Transportmittel in ein entfesseltes Jahrzehnt.)