„Klanghorizonte, 28. Mai, Deutschlandfunk, 21.05 Uhr“

Interviewanfragen: Etienne Nillesen, Irmin Schmidt, Björn Meyer

„Gegen Ende seiner Zeit bei Can erwarb Irmin Schmidt ein Grundstück in der Nähe von Roussillon im Südosten Frankreichs als Rückzugsort auf dem Land. In den 1980er Jahren, als er Soloalben produzierte und Filmmusik sowie Fernseh-Soundtracks komponierte und seine Frau Hildegard Schmidt das Label Spoon leitete, um das Erbe von Can und die Karrieren der Bandmitglieder nach der Auflösung fortzuführen, ließ das Paar auf dem Grundstück ein Haus errichten. Seltsam, weitläufig und eingebettet in die Weinberglandschaft des Luberon wie ein brutalistischer minoischer Palast, ist Les Rossignols seitdem ihr Zuhause. Les Rossignols bedeutet „die Nachtigallen“ – ein Name, der von der Präsenz des Gesangs der Natur in dieser idyllischen Landschaft zeugt. Doch nun, da er sich seinem zehnten Lebensjahrzehnt nähert, wird Schmidt sich zunehmend bewusst, was durch die Klimakrise verloren geht. Requiem ist seine instrumentale Meditation darüber, was aus seinem privaten Fleckchen Erde verschwindet.“) Rob Young, Uncut, May 2026)

Zum 60-Jährigen Jubiläum von Peter Thomas‘ legendärer Musik für die Raumpatrouille gibt es Ende Mai eine edle und erweiterte Ausgabe auf Vinyl und Cd. In meiner Playlist versuche ich mal, den Exoten Peter Thomas mit einer anderen aber nicht minder fantasievollen „Sternenmusik“ von Gregory Uhlmann zu verknüpfen, eine in meinen Ohren ziemlich fesselnde Version dessen, was Brian Eno einst „where am I – music“ nannte. Und danach überrascht Eivind Aarset mit seiner Version einer wilden lauten „Space Fusion Research Company“. (Michael E.)

TRIO ONE – DEEP SPACE

Peter Thomas Sound Orchester: Raumpatrouille Orion
Gregory Uhlmann: Extra Stars
Eivind Aarset: Strange Hands

TRIO TWO – DEEP SOUND

Etienne Nillesen: Twee (Snare Drum Solo Album)
Irmin Schmidt: Requiem (Piano Solo Album plus field recordings)
Björn Meyer: Convergence (Electric Bass Solo Album)

Trio Three – DEEP TRANCE

O.S.T. Sirāt 
Tinariwen: Hoggar
Sunn O)))*

*Liner notes for the album are provided by award-winning British writer Robert Macfarlane, famed for his works concerning landscape and the multifaceted relationship between humanity and nature. Macfarlane negotiates the peaks and valleys of the SUNN O))) sound in a poetic, philosophical manner

2 Kommentare

  • flowworker

    Die Peter Thomas Reissues erscheinen bei Mocambo Records:

    Und: Mocambo Records feiert 20-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass gibt es am 30. Ma in Hamburg ein besonderes Konzert: The Mighty Mocambos spielen in großer Besetzung und mit vielen Gästen ein Cinematic Funk Special im im Hamburger Kino Metropolis.

    Das Hamburger Label geniesst nicht nur weltweiten Kultstatus unter DJs, Soul-Fans und in der HipHop/Breakin‘ Community – eine wichtige Säule seines Schaffens ist Filmmusik. Neben der Produktion von Funk mit cineastischen Elementen als imaginärem Soundtrack, Kollaborationen wie mit Filmkomponist-Legende Peter Thomas und der (Wieder-)Veröffentlichung von Library Music sind es vor allem die oft unbesungenen Platzierungen von Mocambo-Songs in großen Film- und Serienproduktionen, die an diesem Abend gewürdigt werden sollen.

    Die Musik des Hamburger Label-Kollektivs und ihren verschiedenen Gruppen lief unter anderem in Anatomie eines Falls, Better Call Saul, High Potential, Second Act sowie unzähligen Dokumentation und Werbespots.

    Zusammen mit Lichtkünstler Harm Bremer (Aerosol Light) laden Label und Band die Zuschauer auf eine einmalige, filmische Konzertreise ein.
    Im Anschluss an das Konzert gibt eine After Show Party in der Metropolis Bar mit Musik von Schallplatte, Ausstellung and Get-Together.

    Die Tickets für das „one-night-only“ Event gibt es hier:
    https://www.kinoheld.de/kino/hamburg/metropolis-kino/vorstellung/3476574079

  • Olaf Westfeld

    Viele sehr unterschiedliche kosmische Gitarrenalben scheinen das zu werden…
    Orion ist auch bei mir eine Kindheitserinnerung. Peter Thomas hatte in den 90ern doch schon einmal eine Wiederentdeckung, im Zuge so einer Easy Listening Welle. Aber klar, auch schon wieder halbe Ewigkeiten her.

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