Convergence

Wer einmal in dieser Musik angekommen ist, spürt, wie perfekt das Cover gewählt ist! Ich hatte über Wochen dermassen intensiv Steve Tibbetts‘ ECM-Alben für das Radioportrait gehört, dass kaum Raum war für anderes. So blieb meine erste Begegnung mit dem zweiten Soloalbum von Björn Meyer erstmal oberflächlich. Aller Ehren wert, fein, fein, sehr schön. So ratterten die üblichen Reflexe, ein Brimborium von Flüchtigkeiten. Das änderte sich gestern, als ich mich ganz auf dieses Album einliess, eingespielt mit seiner elektrischen Bassgitarre und allerlei „special effects“. Was für eine seltsam gelassene Tiefe! Etwas Dunkles strömt in den Raum, wirft Schatten ins Lichterfüllte. Mir ging der möglicher Sinn auf, hinter dem Titel „Convergence“. Ein grossartiges Album, und hier noch eine weitere, in die Tiefe des Raums gespielte Hülse, jetzt aber passgenau und treffsicher: „highly recommended“! Josef Engels beschliesst seine Besprechung in „Rondo“ so:„Convergence“ ist kein Blockbuster mit Explosionen und Muskelspiel, sondern feines Autorenkino mit Tiefenwirkung! (m.e.)