2025 Selection


01. Anouar Brahem. After The Last Sky (Heartbreaking instrumental music)
02. DJ Koze. Music Can Hear Us (Psychedelic magic potion. Album title of the year.
03. Rosalía. Lux (Grand Gesture. Believe The Hype.)
04. Makaya McCraven. Off The Record. (Groove Monsters At Work)
05. Lucrecia Dalt. A Danger To Ourselves (Night Music)
06. Jeremiah Chiu & Honer. Different Rooms (Chaos & Order)
07. Little Simz. Lotus (Lyricist of the Year)
08. Cosmic Ear. Traces (Looking for Don Cherry)
09. Natural Information Society and Bitchin Bajas. Totality (Flow statement)
10. Tortoise. Touch (In Fuzz We Trust)
11. Butterfly. The Music Of Butterfly (Trump supporter making fragile music)
12. The Utopia Strong. Collapse (Turn on, tune in, drop out.)

Bonus Album For Tomorrow (Merry Xmas To Everyone) HERE!

10 Kommentare

  • flowworker

    Moin! Die Vielfältigkeit der Musikwelten ist verblüffend. Von deinem schönen Dutzend kenne ich fünf gar nicht , der Rest würde in meinen Klanghorizonten gespielt werden bis auf ein Album, das in meiner „Bestenliste“ ungefähr Rang 12487 belegen würde, aber noch deutlich vor Taylor Swifts neuer, die bei mir Rang 18355 erreicht.

    Dann habe ich mir erlaubt, mit meinen bescheidenen Möglichkeiten, deinen Beitrag etwas aufzuhübschen und, zB, den youtube link in die Sprache einzubetten. Ich hoffe, das ist okay.

    Ich wünsche dir, deiner besseren Hälfte, deiner wundervollen Tochter, deinem Hund sowie allen flowies an dieser Stelle ein besinnliches Fest, auch den Atheisten und Agnostikern unter uns, zu letztete Gruppe zähle ich mich.

    Herzlich begrüssen möchte ich hier Bernhard Scherber, der beim Necks Konzert in Aachen war, wo Olaf und ich ihn kennenlernten. Vielleicht erzählt er irgendwann mal von den Ereignissen beim Bizarrre Festival in Giessen Anfang der Neunziger (wir haben so geschmunzelt und gelacht, als er uns davon erzählte.)

    I would very much appreciate if Brian Whistler would come back to us on a more regular basis, he is a great thinker and storyteller even outside his musical worlds. We need someone from California!

    P.S. Ich selbst habe in den letzten Wochen viel Musik gehört, was meine Liste der Favoriten nochmal leicht durchschüttelte. Ich habe den Dreiteiler dazu gelöscht und nun alles auf den 1. Dezember platziert – HIER! Aber es dauert noch ein paar Tage, bis dort die finale, dritte Version,“erblüht“.

  • ijb

    (als Parallelantwort auf meine Liste)

    Ja, ich liebe ja Little Simz seit ihren ersten Alben, speziell „Grey Area“), bin aber bei ihrem neusten etwas hin- und hergerissen; speziell die LP-Seite „C“ finde ich eher schwach; deshalb landet das Album bei mir dann nicht in den „Top 20“, sondern in der Kollektion der „sehr guten, aber nicht Top-Favoriten“. Mit Rosalie geht’s mir in gewisser Weise ähnlich; ich hab die CD erst drei mal durchgehört und finde sie erstmal sehr herausfordernd, sehr spektakulär, wirklich einzigartig, aber auch „hard to love“, in der Gesamtheit; die beiden vorhergehenden Alben ziehen mich mehr rein.

    Ich wäre interessiert zu hören, wie es dir mit John Glacier oder Maiya Blaney geht. Die beiden knüpfen hier irgendwie ganz gut an, und ich kann eigentlich gar nicht guten Gewissens sagen, dass ich die bedeutend „besser“ finde. Deshalb hab ich meine Reihenfolge im letzten Moment auch noch einmal hin und her geschoben und die beiden weniger bekannten und weniger viel diskutierten etwas höher eingeordnet.

    Bei „Solace of the Mind“ spielt natürlich auch eine Rolle, dass ich bei der Produktion dabei war und Amina darüber bei mehreren Begegnungen kennengelernt und fotografiert habe. (auch dieses Jahr im Juni noch einmal)

    Bei anderen spielen auch die Konzerterfahrungen mit rein, so dass ich die Alben in der Folge neu und besser wertschätzen gelernt habe – neben Amina sind das The Weather Station, Vijay & Wadada, James Brandon Lewis, Benedicte, Barker, Annahstasia, Loraine James, Kronos & Kouyoumdjian, Lonnie Holley und Jon Balke. Für Valerie June wäre ich sogar fast nach Amsterdam gefahren, weil ihre kurze Europa-Tour vor vier Wochen sie leider nicht nach Deutschland geführt hat. Ich hoffe sehr, das passiert irgendwann noch… Bei Makaya McCraven war das Konzert natürlich auch super.

    „After The Last Sky“ hat mich bisher interessanterweise nicht so enorm bewegt wie wohl fast alle anderen Alben von Anouar Brahem seit „Thimar“; vielleicht verharrt es mir zu sehr in ein und derselben Cello-Melancholie-Stimmung, und mir fehlt etwas die Dynamik und Spannung und Lebhaftigkeit seiner vorigen Alben.

  • flowworker

    @ Ingo. Bei der jazzfactsauslese sind meine kollegen ja dazu übergegangen, nicht mehr von den besten alben zu reden sondern von lieblingsalben. Klug. was mich interessiert: ich hätte darauf gewettet, bei deinen favourites lucrecia dalt anzutreffen und zwar weit vorne. Hast du das album vielleicht einfach vergessen oder nicht gehört, oder fandest es nur ganz gut…? (m.e.)

  • ijb

    Dazu ein kleiner persönlicher Exkurs:

    Tja, nein, es ist so: Ich habe die LP von Lucrecia Dalt tatsächlich noch immer nicht gehört.
    Der Grund ist, dass ich zwar wirklich viel (man könnte mit Fug und Recht sagen: zu viel) Musik kaufe – aber dann doch auch immer entscheiden muss, was ich nicht kaufe. Und da ich von Lucrecia Dalt seit dem ersten Album (als ich sie als Opening Act von Julia Holter sah) fast jedes Album gekauft habe und sie bei der Tour zum letzten Album auch wieder gesehen habe, hab ich mir diesmal einfach mal gesagt, ich kaufe zur Abwechslung erst mal Alben von anderen Interpretinnen, die ich noch nicht so gut kenne.

    Ja, ich weiß, Leute weisen mich regelmäßig drauf hin, dass man (ich) das natürlich alles nicht mehr kaufen muss, sondern auch kostenlos bei Spotify oder sonstigen Downloadquellen hören kann, aber da bin ich (ist sicher eine Schwäche von mir, gebe ich zu) erstens altmodisch, lege Wert drauf, ein Album auch wirklich zur Hand zu haben und den Interpreten dafür auch den Respekt des Tonträgerkaufs zu zollen, wenn es mir wichtig ist – und außerdem ist es schlicht so, dass ich immer so viele altmodische Tonträger hier neben meinen CD- und LP-Geräten liegen und stehen habe, die ich anhören will, dass es schlicht nie dazu kommt, dass ich meinen Laptop an die Anlage anstecke und übers Internet oder iTunes Musik höre, die ich noch nicht kenne.
    Ich nehme es mir öfter mal vor, aber es passiert einfach nie. Oder fast nie. Dazu müsste ich vielleicht einfach mal eine Zeitlang konsequent aufhören, die neuen Sachen wirklich zu kaufen.

    Aus dem gleichen Grund habe ich – …weiteres Geständnis… – auch Steve Tibbetts‘ neues Album und die neue von den Necks (mit ü30€ auch einfach arg teuer) noch immer nicht gehört.

    Sicher werde ich mir Lucrecia Dalts LP noch kaufen, zumal ich überlege, im Frühjahr wieder zu ihrem Berlin-Konzert ztu gehen.

    Tatsächlich aber gibt es immerhin ein Album in meiner Liste, das ich bisher nicht als Tonträger habe, Christian Wallumrøds Soloalbum. Er hatte es mir per Download geschickt, bevor es rauskam, und dann hab ich es zwei, drei Mal unterwegs beim Zugfahren angehört. Und Loraine James‘ „Whatever the Weather II“ habe ich zwar auch als LP, aber als ebenfalls rein instrumentale Musik gehtz die sogar besser über Kopfhörer etwa beim Zugfahren, wenn ich irgendwas am Computer mache. Saba Alizadehs „Temple of Hope“ ist auch ein hervorragendes Kopfhöreralbum.

  • ijb

    Ah, PS:
    Interessant, dass die „Jazzfacts“-Leute erst nach Jahrzehnten des Album-Rezensierens diesen Gedanken so gut finden, dass sie ihre Wortwahl ändern.

    Bei mir ist es tatsächlich eher andersrum: Da jede individuelle Auswahl eh nie objektiv sein kann, weiß ja jeder, der solche Listen bastelt und liest, dass es eine persönliche Sichtweise ist. Bei der Wortwahl „Lieblingsalben“ schwingt für mich daher mittlerweile eher sowas mit wie das als meist negativ bezeichnete „Geschmäcklerische“ oder hat was Defensives.
    Die persönliche, nicht so defensive Aussage „das sind von den Alben, die letzten zwölf Monaten zu meiner Sammlung hingekommen sind, die paar, die ich am besten finde und am nachdrücklichsten empfehlen kann und möchte“ liegt das mit einer „Lieblingsalben“-Wortwahl ein bisschen im Clinch.
    Dazu kommt, dass ich manche davon gar nicht wirklch als „Lieblingsalben“ bezeichnen kann, etwa die von Meredith Monk oder Rosalía oder Annahstasia oder billy woods – die finde ich einfach enorm beeindruckend und einzigartig und vielleicht sogar meisterhaft in ihrem jeweiligen Genre, „Lieblinge“ sind es aber nicht. Elton Johns und Brandi Carliles gemeinsames Album dagegen schon – das aber kann ich gar nicht so nachdrücklich oder „neutral“ empfehlen wie viele andere Veröffentlichungen.

  • Michael

    @ Ingo: das ist kein wirklicher Widerspruch zwischen „favourites, sog. Lieblingsalben, oder den Besten. Zwar klingt Lieblingsalbum ein wenig zu „zutraulich“ , ist aber wie der englische Ausdruck favourite albums es noch deutlicher macxht, bei den meizten nicht verniedlcihend gemieint, dass Tief- Verstörendes, Dunkles da ausgeschlossen wäre…

    Meine Kollegen wollten damit nur klarmachen, dass sie nicht von den per se Besten Alben reden wollen, sondern von ihrer persönlichen Wahl der sie am beeindruckendsten Musik.

    m.e.

  • ijb

    Hm, ich weiß gar nicht, wo ich mich da jetzt so missverständlich ausgedrückt habe. Tatsächlich hatte ich gar nicht an „verniedlichend“ gedacht oder gar daran, dass Dunkles oder Verstörendes ausgeschlossen wäre. Ich kann aktuell gar nicht nachvollziehen, wodurch ich dieses Missverständnis hervorgerufen haben könnte, zumal viele meiner Favoriten / Lieblingsalben durchaus von vielen Leuten als „dunkel“ oder „verstörend“ bezeichnet werden, auch in der aktuellen Liste.

    Nee, also, dass die Wortwahl „Lieblingsalben“ durchaus genau als „dass sie nicht von den per se Besten Alben reden wollen, sondern von ihrer persönlichen Wahl der sie am beeindruckendsten Musik“ gemeint ist, hatte ich absolut verstanden. Ich wollte eben nur dagegen halten, dass ich bspw. die von mir genannten 30 Alben durchaus als „die besten“ bezeichnen würde, die ich von den 2025-Veröffentlichungen meiner Sammlung hingefügt habe, einige davon aber gar nicht so recht als „Lieblingsalben“ bezeichnen könnte.

    Das Album Who believes in Angels? von Elton John & Brandi Carlile bspw. habe ich weit häufiger gehört als die meisten anderen auf der Liste (es wäre daher eher ein „Lieblingsalbum“ dieses Jahres, weshalb ich ich es als „Bonus“ dazu geschrieben habe), viel häufiger etwa als Meredith Monks Cellular Songs oder Kronos/Kouyoumdjian Witness, die ich beide enorm fordernd finde, die ich aber eher nicht als „Lieblingsalben“ bezeichnen könnte. Dagegen würde ich kaum sagen, dass Elton & Brandi eines der „besten“ Alben in diesem Jahr herausgebracht haben, bei Valerie June, Eliana Glass, Saba Alizadeh oder Vijay & Wadada würde ich das allerdings schon. Die würde ich entsprechend eher empfehlen als Who believes in Angels?. Natürlich aber auch nur, wenn man prinzipiell offen für die jeweilige Musik ist, deshalb meine Kommentare zu den Alben; wer jetzt mit Drum&Bass (Goldie) oder experimenteller Vokalkunst wie Meredith Monk oder den verstörenden Kriegs-Auseinandersetzungen von Mary Kouyoumdjian keine Wellenlänge hat, kann das natürlich auch ignorieren 😉

    Ich habe so den Eindruck, dass wenn Leute von „Lieblingen“ sprechen oder „Geschmäcklerisches“ als was Negatives bezeichnen, dass das so eine defensive Note hat, à la „Ja, das habe ich in diesem Sommer gerne gehört, aber eigentlich weiß ich natürlich, dass es gar nicht so besonders oder herasuragend ist wie [hier Konsensalben und -interpreten nach Belieben einsetzen].“

    (Davon unbenommen ist selbstredend, dass auch ich nicht behaupten könnte, dass diese 30 Alben „besser“ sind als alle anderen, die 2025 erschienen sind, besonders, wenn ich sie nicht einmal kenne – wie eben Lucrecia Dalt oder The Necks, die ich früher oder später sicher hören werde.)

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